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Van Gaal: Ribery-Verkauf ist eine Option
Van Gaal: Ribery-Verkauf ist eine Option
Haben viel miteinander zu besprechen: Louis van Gaal und Sorgenkind Franck Ribery

Franck Ribéry hat seine Aussagen aus der L'Equipe relativiert und besteht nicht auf einen Wechsel zu Real Madrid. Zuvor hat sich der neue Bayern-Trainer Louis van Gaal zu Wort gemeldet und ein schnelles Ende des Wechsel-Theaters gefordert. Wenn die Ablöse stimme, könne er sich einen Transfer des Franzosen durchaus vorstellen.

"Falls ein Angebot kommt, sollte man sich unterhalten", bestätigte Ribéry auf dem Online-Portal der Münchner tz sein Interesse an einem Wechsel zu Real Madrid. Von seinen unter der Woche gemachten deutlichen Abwanderungs-Aussagen wollte der 26-jährige Star des deutschen Fussball-Rekordmeisters allerdings nichts wissen. "Sie sind falsch interpretiert worden. Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt weg will", stellte Ribéry klar, "ich will keinen Streit mit den Bayern und die Sache gerne klären."

Kommt doch noch ein Keeper?

Van Gaal schliesst unterdessen nicht mehr aus, dass der französische Nationalspieler trotz des Verkaufs-Vetos der Bayern-Bosse den Club verlassen und zu Real wechseln könnte. "Wir müssen das Problem lösen, aber das ist nicht so einfach. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, nicht zuletzt das Geld", sagte der neue Bayern-Coach im Interview mit der Bild am Sonntag. Zugleich kündigte der Niederländer an, dass er möglicherweise einen neuen Torwart verpflichten wird: "Wenn wir Ribéry verkaufen sollten, haben wir genug Geld."

Als erste Konsequenz auf Ribérys öffentlich geäusserten Wunsch, er habe sich für einen Wechsel zu Real entschieden, führen die Bayern einen Verhaltenskatalog ein. "Den Spielern sollen Grenzen gezeigt werden, die nicht überschritten werden dürfen. Öffentlich darf man sich so nicht äussern", sagte der neue Sportdirektor Christian Nerlinger in einem Interview mit der Münchner tz. Van Gaal will in dem Regelwerk, dass die Profis unterschreiben müssen, "Grenzen festlegen, in denen sich die Spieler frei bewegen dürfen. Denn ohne Regeln ist es schwierig, in einer Gemeinschaft zu leben".

Ribéry trainiert wieder

Ribéry ist mit seinen Aussagen ("Ich will gehen. Es wird Real oder nichts") zu weit gegangen und handelte sich einen Rüffel ein. "Das Thema hat einen Punkt erreicht, wo wir keine Lust mehr haben, uns zu äussern", betonte Nerlinger. Die Vermutung, der Franzose provoziere mit seiner Trainingspause zusätzlich seinen Abgang, teilt der Sportdirektor nicht: "Franck hat Probleme mit der Achillessehne, Entzündungen auf beiden Seiten. Das ist keine Erfindung und kein Vorwand."

Nach zweitägiger Pause nahm Ribéry aber wieder das Training auf und gab gut gelaunt Autogramme. Anschliessend nahm er mit der Mannschaft an einem Brunch teil. Sollte es mit einem Wechsel nach Spanien nicht klappen, will er sich voll bei den Bayern reinhängen. "Meine Mentalität ist es, immer Gas zu geben", sagte der Franzose.

Van Gaal forderte klare Verhältnisse und ein schnelles Ende des Wechsel-Theaters. "Das ist nicht gut für Franck, nicht gut für Bayern München und auch nicht gut für mich", sagte der 57-Jährige, "er hat es augenblicklich sehr schwer, weil sein Umfeld ihn stark beeinflusst". Auch Nerlinger glaubt, dass Ribéry "momentan vielleicht zu Dingen getrieben wird, die er selbst gar nicht so gut findet", ist aber davon überzeugt, dass er beim FC Bayern bleibt.

Planungen noch nicht abgeschlossen

Real unternimmt unterdessen einen neuen Anlauf. "Ribéry ist ein grosser Spieler und Bayern will ihn nicht verkaufen, aber im Fussball kann sich alles ganz schnell ändern", sagte Clubchef Florentino Perez im spanischen TV-Sender Cuatro. Das englische Boulevard- Blatt Daily Star meldete, Real habe ein 55-Millionen-Euro Paket geschnürt, um Ribéry zu holen. Danach bietet der spanische Rekordmeister, der bisher rund 220 Millionen Euro in neue Spieler investiert hat, neben einer Barzahlung die Niederländer Wesley Sneijder und Arjen Robben an.

Mit etwaigen Ribéry-Millionen will van Gaal eventuell einen neuen Keeper holen. Michael Rensing und Jörg Butt machten zwar einen guten Eindruck, aber in 14 Tagen wolle er entscheiden, "ob es reicht oder nicht. Genauso kann es sein, dass wir noch einen Spieler holen". Im Abwehrzentrum hat van Gaal den Konkurrenzkampf angeheizt, dem sich auch Lucio stellen müsse: "Wir haben mit ihm, Demichelis, van Buyten und Breno viele Innenverteidiger, die einen starken rechten Fuss haben. Aber ich sehe nur diese eine Position für diese Spieler."

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