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Masse statt Klasse bei Juventus
Antonio Spitaleri
Von Antonio Spitaleri
@4-4-2.com
 
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Der italienische Rekordmeister hat auf dem Transfermarkt gewirbelt wie kaum ein anderer Verein und seinem Team ein neues Gesicht gegeben. Doch die "Alte Dame" hat einen sehr steinigen Weg vor sich. Der Abstand zu Inter, Milan und Roma ist auf dem Papier gewachsen.

12 neue Spieler geholt und ein neuer Trainer

Der neue Sportdirektor Giuseppe Marotta wurde vom neuen Präsident Andrea Agnelli geholt, um dem sportlich tief in die Krise gefallenen Klub wieder auf die Beine zu helfen. Die Schmach des siebten Tabellenranges vom letzten Sommer muss ausgemerzt werden. Mit Sampdorias Gigi Delneri ist ein neuer Trainer und verfechter des 4-4-2 Systems geholt worden. 12 neue Spieler und viele prominente Abgänge haben das Gesicht der "Alten Dame" deutlich verändert. Wurde das Team aber auch aufgewertet?

Diego musste zum Spottpreis gehen

Sehr viel zu Reden hat der Verkauf von Diego Ribas da Cunha gegeben. Der Offensivspieler hätte im System von Gigi Del Neri als hängende Spitze agieren sollen, was er auch in den Vorbereitungsspielen und in der Europa-League-Qualifikation gut umsetzt hatte. Doch eine Woche vor Transferschluss hat Sportchef Marotta den letztjährigen 25 Millionen-Euro-Einkauf aus Bremen für 15,5 Millionen Euro an Wolfsburg verkauft. Nebst Diego wurde auch das Eigengewächs Sebastian Giovinco an Parma abgegeben. Der 23-jährige wurde letzte Saison nur selten eingesetzt. Mit dem Verkauf von Diego und Giovinco hat die Alte Dame aber seine zwei technisch besten und kreativsten Spieler verkauft.

Viele Altstars haben ausgedient - Optionen nicht eingelöst

Mauro German Camoranesi (ablösefrei zu Stuttgart), Jonathan Zebina (ablösefrei zu Brescia), David Trézéguet (ablösefrei zu Hercules),  Christian Poulsen (für 5.5 Mio. zu Liverpool), Tiago Mendes (400'000 Euro Leihe zu Atlético) mussten gehen. Der 32-jährige Fabio Grosso (Weltmeister 2006) und Hasan Salihamidzic konnten nicht verkauft werden, sind aber vom Spielbetrieb der ersten Mannschaft ausgeschlossen worden. Fabio Cannavaros Vertrag wurde nicht verlängert und bei den beiden talentierten 23-jährigen Martin Caceres (FC Sevilla) und Antonio Candreva (FC Parma) wurde die Kaufoption nicht eingelöst.

Made in Italy hat Priorität

Dafür hat Juventus das vor Transferstart angekündigte Feeling für Made in Italy in die Tat umgesetzt. Mit Simone Pepe (12 Mio. Euro) von Udinese, Leonardo Bonucci (15.5 Mio.) aus Bari, Marco Motta (1 Mio. Leihe + Kaufoption 4 Mio.) aus Rom, Fabio Quagliarella (4 Mio. Leihe + 10 Mio. Kaufoption) aus Neapel und Alberto Aquilani (Gratisleihe + 16 Mio. Kaufoption) aus Liverpool wurden fünf italienische Internationale geholt. Dazu gesellten sich auch noch Lorenzo Storari (4.5 Mio. von Milan), Davide Lanzafame (Juventus besass schon die Hälfte der Rechte am Spieler) aus Palermo, Vincenzo Camilleri (200'000 + 1 Mio. Kaufoption für die Halfte) von Reggina Calcio und Leonardo Rinaudo (1 Mio. Leihe + 5 Mio Kaufoption) aus Neapel dazu.

Es kamen auch noch der serbische Flügelspieler Milos Krasic (15 Mio.) von ZSKA Moskau, Offensivspieler Jorge Martinez (12 Mio.) von Catania, Armand Traoré (500'000 Leihe + 4.5 Kaufoption) von Arsenal London sowie der erst 18-jährige Frederik Sörensen von Lyngby Kopenhagen.

Keine Stars mehr im Kader

Auffällig ist, dass im Kader von Juventus Turin zumindest auf dem Papier kein Ausnahmekönner mehr figuriert. Torwart Gianluigi Buffon fällt noch lange aus und Del Piero ist mit seinen bald 36 Jahren einfach nicht mehr gut genug. Diego war der talentiertseste Spieler und wurde vielleicht zu voreilig abgegeben. Die vielen Neuzugänge sind solide Arbeiter, aber keine Spieler, die der Mannschaft von Del Neri zu einem Qualitätssprung verhelfen könnten. Die einzige Ausnahmen sind vielleicht Alberto Aquilani und Milos Krasic. Aber beim Italiener wird es entscheidend sein, ob er von Verletzungen verschont bleibt.

Zielvorgabe Champions-League-Qualifikation

Noch hat es niemand vom Verein klar ausgesprochen. Doch wenn man zwischen den Zeilen liest, wird man feststellen, dass die alte Dame sich "lediglich" für die Königsklasse qualifizieren möchte. So bescheiden war der Klub schon lange nicht mehr. Schaut man sich das Kader an, wird man aber feststellen, dass das Ziel dennoch hochgesteckt ist. Die Mannschaft wird sehr hart um den vierten Platz kämpfen müssen. Von Platz 10 bis 4 ist der Grat schmal. Wenn die Verletzungshexe wieder so wütet wie in er letzten Saison, wird die Mannschaft ernsthafte Probleme bekommen. Die Turiner sind zur Zeit näher am Mittelfeld als an der Tabellenspitze anzusiedeln. Die Fans sind nach vier erfolglosen Jahren ungeduldig und könnten schon schnell ihrem Unmut freien lauf lassen. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Sportdirektor von Juventus dieser Situation bewusst ist.

 

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'' "Selbst schuld" "Nicht ganz fair" "selbst an die Nase fassen" Ekelhaft, wie wenig sich die Kommentatoren an einer krassen Unsportlichkeit stören. Leute, das ist armselig und lässt tief blicken. Ich stimme zu, dass Hubnik nicht gerade sehr geschickt agiert, das rechtfertigt oder gar deckt das Verhalten von de Camargo in keinster Weise. ''
Kommentar von HAns Wurst zum Artikel
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'' Ich finde es auch wahrscheinlicher, dass bei einem Robben-Ausfall Gustavo spielt, Kroos nach vorn geht und Müller auf die rechte Seite. Bei Ausfall Rib sind die Chancen schon besser.. ''
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