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Freestyle.ch setzt neue Massstäbe
Freestyle.ch setzt neue Massstäbe
Spektakuläres wurde den Zuschauern geboten

47 000 Zuschauer bescherten der 15. Ausgabe des Trendsport-Events "freestyle.ch" einen Besucherrekord. Für die sportlichen Highlights waren an Europas grösstem Anlass dieser Sparte auch Schweizer besorgt.

Mit den Superfinals der jeweils vier besten Athleten der Disziplinen Skateboard, Freeski, Freestyle-Motocross und Snowboard (Big Air) endete am späten Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein das für Zürich zur Tradition gewordene Spektakel auf der Landiwiese. 16 Fahrer auf verschiedenen Unterlagen boten dem Publikum abermals eine Show der Sonderklasse. Dass das Schweizer Fernsehen die entscheidenden Momente der Show live auf der zweiten Senderkette zeigte, unterstrich den Stellenwert von "freestyle.ch".

Zu den Protagonisten gehörten erfreulicherweise auch einige einheimische Sportler. Im Big Air der Snowboarder von der 32 Meter hohen Schanze mischten gleich zwei Freestyler aus dem Kreis des Schweizer Kaders in der Endausmarchung mit. Christian Haller zeigte mit Rang 3 im Superfinal, dass seine späte Berücksichtigung -- er war erst nach der Absage einiger Fahrer überhaupt ins Feld gerutscht -- ein Fehler war. Der erste Schweizer Freestyle-Meister gewann in Zürich die Qualifikation, schaffte den Einzug in die Top 4 mit souveränen, sturzfreien Sprüngen und musste sich letztlich nur dem nun zweimaligen Sieger Eero Ettala (Fi) und dem erst 17-jährigen Kanadier Sébastien Toutant geschlagen geben.

Crossover-Champ Podladtchikov

Ebenfalls in die Endausmarchung schaffte es Iouri Podladtchikov. Die grösste Schweizer Snowboard-Medaillenhoffnung für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver konnte am Sonntag aber nicht mehr an die Spitzenleistungen vom Samstag anknüpfen. Im Nachtwettkampf hatte der gebürtige Russe zur Freude des Publikums den Titel als "crossover.champ" geholt. Im Quervergleich mit dem jeweils besten Fahrer der anderen drei Disziplinen setzte sich "I-Pod" durch und durfte sich in einer Sänfte mit silbernen Flügeln aus der Arena tragen lassen. "Dafür, dass ich den Trick zuvor erst einmal im Tiefschnee stand, bin ich mit meinem Wochenende hoch zufrieden", sagte Podladtchikov. Der "Double Backside Rodeo" (doppelter Rückwärtssalto über die Schulter gedreht) wird in der olympischen Halfpipe von Vancouver zum Standardprogramm zählen, wenn er die angestrebte Goldmedaille gewinnen will.

Ambühl überraschte, Rebeaud enttäuschte

Bei den Freeskiern sprang mit Elias Ambühl ein junger Schweizer mitten in die Weltelite. Der erst 17-jährige Bündner wusste mit stilvollen Sprüngen und Potenzial als Unterhalter zu gefallen. Höher als der Domleschger wurde einzig der Amerikaner Sammy Carlson bewertet. Für den Favoriten, den extrovertierten und für die freche Sportart geradezu prädestinierten Schweden Jon Olsson, resultierte nur der vierte Rang.

Eine Enttäuschung erlebte auch Mat Rebeaud. Der klar beste Schweizer Freestyle-Motocrosser, der Sieger von 2005 bis 2007, sah sich als Dritter in seinen fünf Sprüngen von den Juroren unterbewertet und tat seinem Unmut in nicht druckreifen Ausdrücken kund. Am sichersten sprang derweil der Spanier Dany Torres, Rebeauds grosser Rivale auf der weltweiten X-Fighters-Tour, die unter anderem in der Madrider Stierkampf-Arena gastiert.

Für die meisten "Ooohs" und "Aaahs" des Wochenends sorgte nicht einer der Szenestars, sondern ein Newcomer. In der Skateboard-Halfpipe gewann nicht wie gemeinhin erwartet der brasilianische Überflieger Sandro Dias, sondern der erst 16-jährige Jean-Luc Ronchetti. Der Brite distanzierte die Konkurrenz dank unglaublich hohen und vor allem sicheren Sprüngen und Landungen um mindestens drei Punkte.

Veranstalter im Dauerhoch

Ungeachtet der Wirtschaftskrise wurde die Landiwiese in Zürich-Wollishofen von (vorwiegend jugendlichen) Fans regelrecht bevölkert, die Industrie des Freestyle-Sports scheint von der finanziellen Baisse nicht betroffen zu sein. Dass das bewährte Konzept von OK-Chef Erwin Flury mit immer niveauvolleren Wettkämpfen in allen vier Diszplinen auch in diesen Zeiten den Nerv trifft, zeigt die Expansion des Anlasses. In zwei Wochen findet auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof erstmals das "freestyle.berlin" statt, erwartet werden an den drei Tagen bei einem leicht tieferen Gesamtbudget als in Zürich (rund 2,8 Mio Franken) rund 40 000 Besucher.

Von Stefan Baumgartner (Si)

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USER KOMMENTARE
'' Na ja war klar. Mit lozärn passiert das gleiche wie letztes jahr. In der hinrunde spielten die weit über ihren möglichkeiten. Das geht halt ned ne ganze saison, zudem ohne hatsch. Wenn sie glück haben kommen sie auf platz 3. Yb ist das einzige team das den FCB noch ein klein wenig fordern kann, aber natürlich auch ned wirklich ''
Kommentar von Roland zum Artikel
Kein Sieger im ''Gefrierschrank'' Luzern
'' Also ich lese hier viele gute Artikel, da sei ein Ausrutscher mal verziehen... ''
Kommentar von Werner zum Artikel
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