28.01.2009
Anti-Doping-Code: Nadal übt scharfe Kritik

Rafael Nadal ärgert sich über die neuen Bestimmungen
Rafael Nadal hat die Meldepflicht des neuen Welt-Anti-Doping-Codes scharf kritisiert. Am Rande der Australien Open in Melbourne bezeichnete der Spanier sie als "Schande" und als "inakzeptable Verfolgung". Aus seiner Sicht werde durch die Meldepflicht die Intimsphäre nicht respektiert.
Er will es offenbar nicht bei der Verbalattacke gegen den Code belassen, sondern unter anderem jener Gruppe von 65 Sportlern aus Belgien beitreten, die vor Gericht gegen den neuen Kodex kämpfen will. Er sei nicht der einzige im Tennis-Zirkus, dem die neuen Regeln gegen den Strich gehen würden, versicherte der 22 Jahre alte Spanier.
Nadal: "Das ist die Stimme, die man unisono in den Umkleidekabinen vernimmt." Die Tennisprofis hätten bewiesen, "dass es sich um eine saubere Sportart handelt". Die im Tennis registrierten Dopingfälle könne man "an den Fingern einer Hand abzählen", meinte der Iberer.
Strenge Auflagen
Nadal gab als Tageszeit, zu der er für unangemeldete Dopingtests zu erreichen sei, sieben Uhr morgens an. "Das ist die einzige Tageszeit, bei der ich sicher bin, wo ich jeweils sein werde", betonte der Spanier.
Die neue Meldepflicht sieht vor, dass jeder Athlet drei Monate im Voraus angeben muss, wo er sich täglich aufhält. An einem festgelegten Ort soll der Sportler dann zwischen sieben und 23 Uhr für eine Stunde lang für Dopingkontrolleure erreichbar sein.
Laut dem am 1. Januar in Kraft getretenen Kodex gelten drei Verletzungen der Informationspflicht innerhalb von 18 Monaten als Verstoss gegen die Anti-Doping-Regeln.
Vogel: Ein Glücksfall - und besser als Fink