01.07.2009
Wird der Namensvetter zum Spielverderber?

Grossbritanien darf weiter auf seinen Tennis-Liebling Murray hoffen. Wie lange noch?
Die Hoffnungen ganz Grossbritanniens liegen auf seinen Schultern: Andy Murray. Nach 73 Jahren Durststrecke soll endlich wieder ein Brite Wimbledon gewinnen. Namensvetter Andy Roddick könnte die Briten-Party schon im Halbfinal vermiesen.
73 Jahre ist es her...
Andy Murray fehlen bloss noch zwei Siege, dann wäre Grossbritanniens Misere in Wimbledon beendet. Der Schotte erreichte mit einem 7:5, 6:3, 6:2 über Juan Carlos Ferrero erstmals die Halbfinals.
Die heimischen Fans hoffen, dass der als Nummer 3 gesetzte Andy Murray als erster Brite seit Fred Perry 1936 in Wimbledon triumphieren kann. Murray schlug im Viertelfinal gegen die frühere Nummer 1 Ferrero (mittlerweile ATP 70) 18 Asse. Die einzigen kritischen Momente hatte der 22-Jährige im zweiten Satz zu überstehen, als Ferrero 3:1 in Führung ging. Murray holte sich danach aber fünf Games hintereinander in nur 15 Minuten und elf der letztten 13 Games und stellte den Sieg in 1:41 Stunden sicher.
''Zeitungen lese ich sowieso nicht''
Den Hype um seine Person versucht Murray so gut wie möglich zu ignorieren. Murray: "Wenn man alles registriert, was um einen herum geschrieben, gesagt oder reportiert wird, könnte das einem womöglich verrückt machen. Ich versuche alles zu ignorieren. Zeitungen lese ich sowieso nicht, denn ungefähr 90 Prozent von dem, was dort geschrieben steht, entspricht sowieso nicht ganz der Wahrheit."
Der letzte Brite, der am prestigeträchtigsten Turnier der Welt die Halbfinals erreichte, war Tim Henman vor sieben Jahren. Henman stand viermal in den Halbfinals, schaffte es aber nie ins Endspiel. Zwischen Andy Murray und dem Final steht nur noch Andy Roddick (USA/6). Der Amerikaner qualifizierte sich in 3:50 Stunden mit 6:3, 6:7 (10:12), 7:6 (7:1), 4:6, 6:4 über Lleyton Hewitt für die Vorschlussrunde. (Si/ospi)
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