03.07.2009
''Ich spiele nicht deswegen Tennis''

Haas hatte gegen einen gross aufspielenden Federer nie eine reelle Chance
Federer gewann gegen Tommy Haas (ATP 44) 7:6 (7:3), 7:5, 6:3.
Den ersten Matchball verwertete Federer nach zwei Stunden und zwei Minuten mit einem eingesprungenen Smash à-la-Pete-Sampras. Federers Sieg war hochverdient. Er dominierte die Partie von Anfang an, auch wenn ihm das erste Break erst nach anderthalb Stunden gelang. Tommy Haas konnte sich in den drei Sätzen keinen Breakball erspielen.
Federer dagegen schnupperte oft an Breakmöglichkeiten. Im ersten Satz lag er in vier Aufschlagspielen von Tommy Haas in Führung. Der Deutsche gewann aber im ersten Satz alle zehn Ballwechsel, wenn Federer einen Breakball vor Augen hatte.
Kein favorisierter Finalgegner
Die Sonne brachte Federer Glück. Während der ersten 80 Minuten war der Himmel bedeckt. Als sich die Sonne endlich zeigte - wie während der zwei Wimbledon-Wochen fast immer - schaffte Federer innerhalb einer halben Stunde zwei Breaks. Das erste zum 7:5 im zweiten Satz, das zweite zum 5:3 im zweiten.
Im Final trifft Federer am Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr Schweizer Zeit entweder auf Andy Murray (Gb/3) oder Andy Roddick (USA/6). Gefragt nach dem Wunschgegner meint der Schweizer: "Ich habe hier in Wimbledon zwei tolle Endspiele gegen Roddick gespielt, es wäre schön wenn er es schaffen könnte. Aber auch ein Final gegen Andy Murray wäre natürlich toll, obwohl ich gegen ihn keine allzu erfolgreiche Bilanz habe."
"Habe noch immer grossen Spass"
Federer steht zum siebenten Mal hintereinander im Wimbledon-Final. Das gelang seit 1922 keinem mehr - und damals war der Titelhalter automatisch im Folgejahr für den Final qualifiziert. Doch um die Rekorde kümmert sich der (Noch)-Weltranglistenzweite nicht: "Ich spiele nicht darum Tennis. Es bietet sich am Sonntag lediglich eine weitere Chance, sich in den Geschichtsbüchern zu verewigen. Ich mache es aber, weil ich immer noch grossen Spass habe." (Si)
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