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Sion schafft auch unter Neu-Trainer Jacobacci den Turnaround (noch) nicht

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Maurizio Jacobacci ist beim FC Sion noch keine Besserung eingetreten. Vielmehr erleiden die Walliser mit einem 0:1 in Lugano ihre fünfte Niederlage in Serie.

Die Sittener traten im Tessin ähnlich kraftlos auf wie letzten Sonntag beim 1:3 daheim gegen GC, im ersten Spiel nach der Winterpause. Sie hatten zwar recht viele Spielanteile, reelle Chancen schauten jedoch nicht heraus. Erst in der letzten Viertelstunde lehnten sich die Walliser gegen die Niederlage auf. Einige Angriffe waren im Ansatz gut. Zu mehr als zu einer einigermassen guten Möglichkeit von Marco Schneuwly reichte es dem Letzten der Super League jedoch nicht.

In einer Hochstimmung sind dagegen die Tessiner. Alexander Gerndt schrieb die ganze Geschichte des Spiels. Er war Schütze des einzigen Tores, hatte weitere Chancen, traf in den ersten neun Minuten der zweiten Halbzeit zweimal die Latte - und musste nach 67 Minuten verletzt ausscheiden, nachdem er auf den Ball getreten war.

Der in der Tat verletzungsanfällige Schwede erlebt seine beste Zeit, seit er sich bei den Young Boys auf die Ersatzbank drängen liess, aber auch seit dem Wechsel zu Lugano im letzten August. Der 31-Jährige, eigentlich ein klassischer Mittelstürmer, ist jetzt wieder für viele Tore gut. Letzten Sonntag erzielte er in Basel per Freistoss das frühe Siegestor. Im Match gegen Sion verwertete er nach 14 Minuten mit einem Weitschuss unter die Latte die erste Chance des Spiels. Auch dieses Tor brachte zuletzt drei Punkte. Es war Gerndts sechster Treffer der Super-League-Saison. Die Hälfte des Tores durfte Mario Piccinocchi für sich beanspruchen. Der junge Spielmacher aus Italien erkämpfte den Ball im Mittelfeld und schickte Gerndt mit einem Steilpass los.

Wenn Luganos Trainer Pierluigi Tami einen Grund zur Unzufriedenheit findet, dann den, dass seine Spieler zwischen dem 1:0 und der Pause mindestens eine ihrer hochkarätigen Chancen hätte verwerten müssen. Die besten Möglichkeiten hatten Jonathan Sabbatini und wiederum Gerndt. Die späteren Lattenschüsse hatten nichts mit Unvermögen, sondern nur mit Pech zu tun.

Mit dem dritten Sieg in Serie sind die Tessiner bereits wieder ähnlich erfolgreich wie letzten Frühling, als sie einmal fünf und einmal drei Spiele nacheinander für sich entschieden. Karg ist einzig noch die Ernte in den Heimspielen. Die Saisonbilanz der Tessiner im Cornaredo steht nun bei drei Siegen und sechs Niederlagen.

Lugano - Sion 1:0 (1:0)

4026 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tor: 14. Gerndt (Piccinocchi) 1:0.

Lugano: Da Costa; Rouiller, Sulmoni, Golemic, Mihajlovic; Sabbatini, Piccinocchi, Mariani; Crnigoj (87. Krasniqi), Gerndt (67. Vecsei); Bottani (79. Manicone).

Sion: Fickentscher; Angha, Cümart, Neitzke, Dimarco; Ndoye (56. Mboyo), Grgic; Adryan, Kasami, Lenjani (65. Cunha); Schneuwly (87. Pinga).

Bemerkungen: Lugano ohne Carlinhos (gesperrt), Ledesma, Daprelà, Schäppi (alle verletzt) Padalino und Guidotti (beide nicht im Aufgebot). Gerndt verletzt ausgeschieden. Sion ohne Mitrjuschkin, Kukeli, Zock, Uçan (alle verletzt), Bamert, Ricardo, Carlitos, Zverotic, Constant, Acquafresca und Succar (alle nicht im Aufgebot). Zwei Lattenschüsse von Gerndt (48./54.). Verwarnungen: 28. Mariani (Foul), 32. Dimarco (Foul), 35. Mihajlovic (Hands), 50. Golemic (Foul), 53. Angha (Foul), 57. Lenjani (Foul), 80. Manicone (Foul/zehn Sekunden nach der Einwechslung), 89. Vecsei (Foul).

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