Dank Stürmer Léo bleibt Sion alleiniger Leader der Super League. Der Brasilianer sorgte im Spitzenspiel gegen Meister Basel in der 80. Minute für den 1:1-Ausgleich.
Das Stadion war mit 14'850 Fans ausverkauft und die Stimmung im Tourbillon grandios. ''Das war super, es war cool'', frohlockte Xavier Margairaz nach der Partie im ''Teleclub''. Doch rassig war die Partie zwischen den makellos gestarteten Wallisern und dem Meisterschaftsfavoriten aus Basel selten. Vor allem vor der Pause war das Spiel sogar richtig langweilig.
Keiner wollte zu viel riskieren. Die Walliser hatten Respekt vor dem grossen Gegner und auch die Basler, in Abwesenheit des verletzten Alex Frei mit Marco Streller als einzigem Stürmer angetreten, liessen es zunächst zurückhaltend angehen.
Gewittersturm sorgt für Unterbruch
Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit schlagartig - und zwar in mehrfacher Hinsicht. Zunächst traf der eben erst eingewechselte Verteidiger Radoslav Kovac nach einem Freistoss von Marcelo Diaz mittels Kopfball zum Basler Führungstor.
Nur Sekunden später tobte plötzlich ein heftiger Gewittersturm über dem Tourbillon ("Wirbelsturm"). Das Licht fiel aus und an ein Weiterspielen war nicht zu denken. Also unterbrach Schiedsrichter Hänni die Partie für knapp 20 Minuten.
Itaperuna lässt Tourbillon explodieren
Als sich das Wetter beruhigte, bekam endlich auch die Sittener Mannschaft Rückenwind. Nun griffen die Walliser mit mehr Rasse an. Sie lösten die Handbremse und bedrängten den FCB etwas nachhaltiger. Ein grandioser Sturmlauf wurde es zwar nicht, dafür waren die Ideengeber Xavier Margairaz und Darragi zu wenig dominant.
Aber die Sittener arbeiteten sich dennoch verdientermassen zum Unentschieden. Ein Treffer von Darragi wurde wegen Offside zunächst annulliert, dann kam in der 80. Minute der grosse Moment von Stürmer Léo. Eine Flanke von Bühler nahm er in Bedrängnis an und traf aus zehn Metern in die weite Ecke. Es war das dritte Saisontor des Südamerikaners, der zwar nur mit der Referenz eines 4.-Liga-Topskorers aus Brasilien in die Schweiz kam, nun aber die Torschützenliste der Super League anführt.
Vogel: ''Vielen Dank für die Dopingprobe''
Am Ende waren alle zufrieden: Sion bleibt Leader und Basel im siebten Pflichtspiel der Saison ungeschlagen. Der FCB holte beim mutmasslich härtesten Konkurrenten um den Meistertitel einen wertvollen Auswärtspunkt. ''Es war nicht einfach heute'', bilanzierte Margairaz, ''doch wir haben Charakter gezeigt.''
Auch bei den Gästen freute man sich. ''Das war super, das war sensationeller Fussball'', freute sich FCB-Trainer Heiko Vogel nach der Partie, ''es machte richtig Spass, zuzuschauen.''
Die beiden Mannschaften seien taktisch sehr gut eingestellt gewesen, so der FCB-Coach. Die Befürchtungen der Basler, der Rückstand auf Sion könnte auf sieben Zähler anwachsen, bewahrheiteten sich nicht. Dennoch war Vogel nicht vollends zufrieden. ''Vielen Dank für die Dopingprobe'', meinte der Deutsche in sarkastischem Ton. Die FCB-Spieler mussten vor der langen Heimreise noch zum Dopingtest antraben.
Sion - Basel 1:1 (0:0)
Tourbillon. - 14'850 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hänni. - Tore: 49. Kovac (Kopfball nach Freistoss Diaz) 0:1. 80. Léo (Bühler) 1:1.
Sion: Vanins; Vanczak, Aislan, Dingsdag, Bühler; Gattuso (77. Manset), Marques (52. Serey Die); Margairaz, Darragi, Crettenand (52. Lafferty); Léo.
Basel: Sommer; Voser, Sauro, Dragovic (46. Kovac), Park; Cabral; Zoua, Yapi, Diaz, Stocker (72. David Degen); Streller.
Bemerkungen: Sion ohne Wüthrich und Mrdja (beide verletzt), Basel ohne Philipp Degen, Alex Frei und Ajeti (alle verletzt). 49. Unterbruch für rund 20 Minuten wegen teilweisem Ausfall des Flutlichts in Folge des heftigen Gewitters. Verwarnungen: 18. Cabral (Foul). 28. Dingsdag (Foul). 45. Voser (Foul). 57. Serey Die (Foul). 63. Vanczak (Foul). 65. Zoua (Unsportlichkeit). 69. Streller (Unsportlichkeit). 80. Léo (Unsportlichkeit). 85. Kovac (Foul). (Si/ade)
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| FC Servette Genf - FC Sion |
19:45
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Absolut lächerlich sport.ch
























































Titelrennen kann noch spannend werden...