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Hirschi verletzt? HCL-Defensive angezählt
Luca Spillmann
Von Luca Spillmann
@sport.ch
 
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Dem HC Lugano gelang in einem erneut engen Spiel mit dem 2:1-Heimsieg der Ausgleich in der Serie. Beide Defensiven hielten dicht – ein Muss wenn man im Playoff weit kommen will. Luganos Captain Steve Hirschi hat sich dabei aber offenbar verletzt – wie schwer wiegt sein möglicher Ausfall?

Die Tessiner können in ihrer Verteidigung auf geballte Erfahrung zurückgreifen: Mit Vauclair und Hirschi können sie auf zwei aktuelle Schweizer sowie mit Heikkinen, Morant, und Ulmer auf drei weitere Nationalspieler zählen. Dazu kommen mit Schlumpf, Nodari sowie Kienzle (Ex-)U-Nationalspieler, die Finnische Bank Petteri Nummelin, und Florian Blatter. Die langfristige Verletzung von Letzterem war zwar hart, aber aus Lugano-Sicht verkraftbar. Während der Qualifikation war die Lugano-Defensive trotz hochkarätiger Besetzung nicht immer ganz sattelfest. Die Entwicklung seit dem Jahreswechsel aber geht in die richtige Richtung. Dies steht im Gegensatz zur "NHL-Verstärkung" Luca Sbisa, der an Weihnachten die Schweiz verlassen hatte.

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Huras weiss, was es im Playoff braucht

Coach Larry Huras setzte den Schwerpunk richtigerweise vermehrt auf die sichere Defensive je näher die Playoffs rückten. Daher hat die Steigerung auch mit der verbesserten Defensivarbeit der Stürmer zu tun. Ganz gewiss aber auch mit der Rückkehr und dem idealen Formaufbau des zu Beginn der Saison am Knie verletzten Captains Steve Hirschi.

Dieser stellt ein wichtiges Puzzleteil beim Aufschwung der Abwehr dar. Seit seiner Rückkehr in die Mannschaft lässt sein Team nur noch 2,3 Gegentore pro Spiel zu (im Vergleich dazu 3,1 zuvor). Die Konzentration auf die Verteidigung zahlte sich bisher aus. Glaubt man einem Sprichwort wonach man mit einer guten Verteidigung weniger Spiele aber mehr Meisterschaften gewinnt, dann wird dies auch in den nächsten Spielen so bleiben. Zusammen mit Playoff-Gegner Zug stellt Lugano bisher die beste Abwehr aller Meisterschaftskandidaten in den Playoffs.

Hirschi mit Fingerbruch?

Der faire Aggressivleader Hirschi ist ein wichtiger Baustein in der Defensive, wenn nicht der Wichtigste. Er übernimmt viel Verantwortung, steht sowohl im Power- als auch im Boxplay im Einsatz und geht immer wieder von der blauen Linie aus in den Abschluss. Beim Heimsieg stand er bei beiden Treffern auf dem Eis und hatte eine Plus-2-Bilanz.

Nach diesem Spiel wurde in der Resega jedoch gemunkelt, dass sich Steve Hirschi einen Finger gebrochen hätte. Traditionsgemäss wird während den Playoffs viel geschwiegen. Auf eine anfällige Verletzung von Hirschi und deren Schwere angesprochen meinte Huras nur: "Wir alle sind angeschlagen." Demnach geht der Kanadier davon aus, dass sein Captain am Donnerstag auflaufen kann.

Ausfall wäre fatal

Lugano muss in diesen Playoffs bereits auf den langzeitverletzten Florian Blatter verzichten. Dazu sind mit Nodari und Vauclair zwei weitere Verteidiger seit dem Qualifikationsende leicht angeschlagen. Beide sind aktuell mit dabei, über deren wahren Gesundheitszustand kann man aber auch nur rätseln. Ein Ausfall von Steve Hirschi würde die ganze Stabilität der Lugano-Defensive gefährden – kaum auszudenken welche Folgen ein Fehlen von Hirschi und Vauclair hätte. "Wir haben auf jeder Position Ersatz", gibt sich der 57-Jährige Huras kämpferisch, "daher mache ich mir keine Sorgen."

Nummelin als Notpflaster?

Beim zweiten Playoff-Spiel scheint Coach Larry Huras sein Ausländerquartett gefunden zu haben. Bei einem Ausfall eines oder beider Nationalspieler müsste er aber wohl den Finnischen Routinier Petteri Nummelin reaktivieren, welcher als überzähliger Ausländer in den letzten Spielen im Staff mitgewirkt hat. Der Finne hat jedoch wenig Spielpraxis und dürfte daher nicht die 100-prozentige Verstärkung sein. Dennoch liess sich der Kanadier entlocken, dass Nummelin durchaus eine Option für ihn sei.

Nationalspieler zentral für Ausgang der Serie

Aus neutraler Eishockey-Liebhaber-Sicht bleibt aber dennoch zu hoffen, dass die Lugano-Verteidiger einsatzfähig bleiben und wir weitere packende Duelle erleben dürfen, ansonsten könnte die Angelegenheit schnell zu Gunsten des EV Zug kippen. (lsp)

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