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06.03.2013 Seger: ''Wir sind talentierter als der HCD''
Von Sebastian Kälin
Nach je einem Auswärtssieg steht es zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos unentschieden. Der langjährige ZSC-Captain Mathias Seger sagt im Gespräch mit sport.ch, wie der HCD zu bezwingen ist. sport.ch: Mathias Seger, mit dem gestrigen Sieg hat der ZSC das Heimrecht zurück geholt. Ist jetzt alles gut, oder gibt es Dinge, die noch verbesserungswürdig sind?
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Playoffs: Ergebnisse und Serien Playoffs: Topskorerliste Playoffs: Strafenliste Playouts: Ergebnisse und SerienMathias Seger: Dass wir das Heimrecht zurück haben ist sicher unglaublich wichtig. Aber es gibt noch sehr viel, das wir verbessern müssen. Wir haben vor allem im zweiten Drittel extrem schlecht gespielt und miserabel verteidigt. Sie sprechen es an, sie haben innert fünf Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt. Was ging da schief? Davos ist offensiv immer brandgefährlich und in der Lage, das Tempo jederzeit zu verschärfen. Wir waren nach unserem Treffer einfach nicht bereit dafür und der HCD kann so eine Situation ausnutzen, wie er es gegen uns gezeigt hat. Wie geht man als Spieler mit so einem Kollaps um? Wir waren froh, dass kurz darauf die zweite Pause kam, das gab uns Zeit, uns zu erholen, zu sammeln und zusammenzureissen. Danach hat es ja zum Glück wieder besser funktioniert. Sie selber haben schon unzählige Playoff-Serien erlebt. Was macht jene gegen Davos so besonders? Tatsächlich sind Serien gegen den HCD immer etwas Besonderes. Dies liegt daran, dass Davos ein Team mit extremem Playoff-Charakter ist. Die geben nie auf, egal wie der Spielstand ist. Für uns ist genau dies wichtig, wenn wir Erfolg haben wollen. Wir müssen sechzig Minuten spielen, ohne auf die Matchuhr zu schauen, das Resultat zählt erst am Schluss. Gestern gab Phil Baltisberger mit 17 sein Debüt in der NLA - und dann gleich in den Playoffs. Haben Sie ihm als Captain vor dem Match einen Tipp mit auf den Weg gegeben? Das ist bei ihm gar nicht nötig. Phil ist für sein junges Alter schon extrem weit. Er ist als Person ein eher ruhiger und durchdachter Typ, das hilft ihm auch auf dem Eis enorm. Darum wird er nie nervös oder agiert überhastet. Ich finde, er hat gestern einen super Job gemacht. Nach dem ersten Spiel sagten Sie, der Gegner habe den Sieg mehr gewollt, gestern benutzte Dino Wieser dieselben Worte. Wie darf man das verstehen? Das bedeutet, dass sie im ersten und wir im zweiten Spiel die kleinen Dinge besser gemacht haben, die eben am Ende matchentscheidend sein können. Man muss über sechzig Minuten jeden Zweikampf gewinnen wollen, ganz egal, wie das Skore aussieht. Davos hat einen unbändigen Siegeswillen, wir sind dafür vielleicht ein wenig talentierter als sie. Aber Talent nützt dir in den Playoffs wenig, da zählt vor allem die Einstellung und der Wille. Von Sebastian Kälin |
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