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07.03.2013 Krank, schlecht oder übermotiviert?Kaum ein Spieler steht in der Serie zwischen Qualifikationssieger Fribourg-Gottéron und dem EHC Biel stärker im Brennpunkt als der 21-jährige Anthony Huguenin. Der Grund: Er spielt mit den Bielern gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber Fribourg, eine brisante Ausgangslage. Als Huguenin am Dienstag nicht der Aufstellung der Bieler angehörte, schossen sofort die Gerüchte wie Unkraut aus dem Boden. Der Back mit offensiven Qualitäten musste auf die Tribüne, Trainer Kevin Schläpfer nominierte den 36-jährigen Michael Neininger als achten Verteidiger. Neininger kommt mit einer B-Lizenz vom HC La Chaux-de-Fonds und ist gelernter Stürmer.
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Playoffs: Ergebnisse und Serien Playoffs: Topskorerliste Playoffs: Strafenliste Playouts: Ergebnisse und Serien"Enttäuscht, aber nicht überrascht" Wie reagiert Huguenin auf die bittere Pille? Er sei zwar enttäuscht gewesen, nicht spielen zu können, sagt er in der Lokalpresse, aber nicht besonders überrascht. "In Spiel 1 hatte ich es zwar mit nur zwei, drei Einsätzen im ersten Drittel nicht einfach, aber ich spielte sicher nicht gut." Tatsächlich, die Statistik bestätigt diese Aussage. Eine Minus-2-Bilanz handelte sich der gebürtige Neuenburger ein. Er werde sich seriös aufs nächste Spiel vorbereiten, lässt er noch verlauten. In den letzten Spielen der Qualifikation legte eine Grippe den Verteidiger flach, auch mit Rückenproblemen schlug er sich rum. Weil sein Wechsel nach Fribourg auch einige argwöhnische Stimmen auf den Plan rief, könnte Huguenin in Spiel 1 auch schlicht übermotiviert gewesen sein. War er also am Dienstag nicht dabei, weil er krank war? Oder weil er schlecht gespielt hatte? Oder weil er nächste Saison das Trikot der Drachen trägt? Eine kleine Rückkehr Die ganze Transfergeschichte begann am 30. November 2012, als Fribourg die Verpflichtung von Anthony Huguenin für zwei Jahre bekannt machte. Der agile Skater aus dem Val de Travers wolle die Chance nutzen, in einem Spitzenteam spielen zu können. Damit kehrt er seinen Entdeckern den Rücken zu, Biel holte den jetzt 21-jährigen vor zwei Jahren aus der NLB von La Chaux-de-Fonds ins Oberhaus. Bei den Jurassiern hatte er sich mit über 20 Skorerpunkten pro Saison in zwei Jahren für höhere Aufgaben empfohlen, auch schaffte er den Sprung in die U18- und U20-Nationalteams. Für Huguenin ist es eine Rückkehr, als Novize bestritt er bereits eine Saison für Gottéron. Defensiver Aderlass in Biel In Fribourg soll er in den Verteidigungslinien ein gewisses kreatives Element reinbringen. Der EHC Biel hatte ihn bei seiner Verpflichtung einst als "mobilen, agilen Skater mit gutem Flair fürs Kreativspiel" bezeichnet. Für die Seeländer ist sein Abgang schmerzhaft, auch weil Thomas Wellinger zum SC Bern wechselt. Martin Steinegger, Schläpfer und Co. müssen für die kommende Saison die halbe Defensive ersetzen. Für das heutige dritte Spiel deutet vieles darauf hin, dass Anthony Huguenin die Schlittschuhe wieder schnüren darf: Mit Jacob Micflikier fällt der Topskorer aus, Ryan MacMurchy handelte sich am Dienstag mindestens zwei Spielsperren ein. Biel braucht Stürmer, Neininger dürfte in die Offensive rücken und so einen Platz für Huguenin frei machen. Weiter ist Verteidiger Dario Trutmann angeschlagen. Aus sportlicher Sicht spricht also wenig gegen eine Nominierung. (sva) |
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