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''Musste meine Tasche nie anfassen''
Tobias Wüst
Von Tobias Wüst
redaktion@sport.ch
 
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Damien Brunner geniesst zurzeit eine wohlverdiente Pause in der Schweiz. Im "Sportpanorama" sprach der Schweizer über seinen auslaufenden Vertrag, seine Teamkameraden und erklärte, wieso der Motor seines Autos immer zur rechten Zeit warm ist.

"Sudden Death" nach 97 Spielen. So verabschiedete sich der Schweizer Söldner vor einem knappen Monat aus der NHL. Der plötzliche Tod war aber nicht auf Übermüdung zurückzuführen, sondern auf die Chigaco Blackhawks. Der Stanley-Cup-Sieger von 2010 warf die Detroit Red Wings im entscheidenden siebten Spiel des Conference-Halbfinales dank einem Treffer in der Verlängerung aus dem Rennen.

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Am meisten Spiele aller Schweizer auf dem Buckel

Damit beendete (als letzter der Eisgenossen) auch noch der beste Schweizer Stürmer der Geschichte in Übersee seine erste Saison. Die Enttäuschung bei Brunner war verständlicherweise gross - mit dem nötigen Abstand kann er nun aber den Stellenwert dieser überragenden Saison einordnen, gibt aber auch zu, nicht viel weniger erwartet zu haben.

"Man sollte nie überrascht sein von sich selber. Wenn der Trainer dich will, dann wird er dir auch eine Chance geben." Es sei ihm aber auch vieles leicht gemacht worden: "Henrik Zetterberg war natürlich eine grosse Hilfe. Aber auch der Rest der Mannschaft machte es mir leicht. Fehler in den Trainings zum Beispiel wurden mir immer verziehen."

Das NHL-Leben ist bekannterweise hart. Mit dem Lockout wurde das Programm noch gedrängter. "Wird haben phasenweise fast jeden Tag gespielt", erklärt der ehemalige EVZ-Stürmer, sieht aber auch die positive Seite: "Das Reisen war erste Klasse. Ich musste in der ganzen Zeit meine Taschen nie anfassen, alles wurde dir nachgetragen. Wenn du zurückkamst, stand dein Auto aufgetankt und vorgewärmt bereit."

Signale stehen auf Rückkehr

Die Zukunft des 27-Jährigen Centers ist noch ungewiss, steht er doch zurzeit noch ohne Vertrag da. "Bis zum 05. Juli darf ich nur mit den Red Wings verhandeln. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, bin ich auf dem Markt zu haben", erklärt Brunner. Doch es sähe grundsätzlich gut aus für eine Vertragsverlängerung. "Im Austrittsgespräch hat man mir klar signalisiert, dass man mich zurückhaben wolle."

Ihm habe es ebenfalls sehr gut gefallen. "Sie haben alles eingehalten, was sie mir versprochen haben." Sogar seine Eltern seien für eines seiner Spiele eingeflogen worden. Für eine Prognose sei es aber noch zu früh. Fest stehe, dass er sicher gerne zurückkehren würde. "Aber wir werden sehen." (twu)

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