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Lugano-Eigengewächs traut der Tabelle noch nicht ganz
Fazzini: ''Wir stehen mit einem halben Fuss in den Playoffs''
16.02.2017, 21:57
Von Gianluca Pizzoferrato
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Gianluca Pizzoferrato

Obwohl der HC Lugano eine äusserst schwierige NLA-Saison durchlebt, gibt es für Luca Fazzini kaum Gründe, Trübsal zu blasen.

Das 21-jährige Eigengewächs der Bianconeri konnte sich heuer endlich in die Mannschaft reinbeissen, wurde vor einigen Wochen mit einem neuen Vertrag ausgestattet und debütierte am Slovakia Cup sogar für die Schweizer Nationalmannschaft von Headcoach Patrick Fischer.

Vom Überzähligen zum zweitbesten Torschützen in wenigen Wochen

Doch bei Fazzini sah es nicht immer so rosig aus. In den letzten Jahren fand sich der gebürtige Luganese immer wieder wieder als überzähliger Spieler auf der Tribüne wieder und war auch zu Beginn der neuen Spielzeit alles andere als gesetzt. Mittlerweile ist der 21-jährige Stürmer jedoch mit 13 Treffern hinter Dario Bürgler der zweitbeste Torschütze beim HCL. "Nach dem schwierigen Saisonstart hatte ich nicht mehr an eine solche Entwicklung geglaubt", gab Fazzini in einem Interview mit Ticinonline zu. Doch wie kam es zum grossen Wandel? "Ich habe viel aus meinen schwierigen Zeiten gelernt. Ich mache weniger Defensiv-Fehler und konnte mir durch das Vertrauen von Trainer und Klub ein neues Selbstvertrauen aufbauen", erklärte der junge Tessiner.

Es stimmt, ich stand kurz vor einem Wechsel zu Fribourg

Fazzini, der zuvor in der höchsten Schweizer Spielklasse noch nie zweistellig hatte punkten können, steht nach 41 Einsätzen bereits bei 23 Skorerpunkten. Sein Lohn: Vor einigen Wochen stattete sein Stammklub ihn mit einem neuen Kontrakt bis nach der Spielzeit 2019/20 aus. Dabei ging der 21-jährige Stürmer vor wenigen Monaten noch davon aus, sich in Zukunft das Dress eines Konkurrenten überstreifen zu müssen. "Es stimmt, ich stand kurz vor einem Wechsel zu Fribourg", meinte ein ehrlicher Fazzini.

"Offene Rechnung" mit dem SCB

Individuell läuft es Fazzini also so gut wie noch nie und absolut nach Wunsch. Dafür erlebte sein HC Lugano - als Schweizer Vizemeister - eine turbulente Saison inklusive Trainerwechsel von Doug Shedden zu Greg Ireland. Doch die Bianconeri stehen vier Runden vor dem Ende der Regular Season immerhin mit 6 Punkten Vorsprung auf den Strich auf Platz 8. Und zieht man in die Playoffs ein, ist normalerweise (fast) alles vergessen. Fazzini traut der anständigen Tabellensituation aber noch nicht ganz: "Wir stehen mit einem halben Fuss in den Playoffs, sollten uns aber auf die restlichen Spiele konzentrieren", so der 21-Jährige.

Sollte der HCL, was nun wirklich zu erwarten ist, den 8. Rang verteidigen, käme es im Viertelfinale der Playoffs wohl zur Reprise des letztjährigen Endspiels gegen den SC Bern. "Mit dem SCB haben wir noch eine Rechnung offen", bestätigte Fazzini, fügte aber noch eine Prise Realismus hinzu: "Sie sind aber noch lange nicht Quali-Sieger und wir noch nicht fix in den Playoffs." Am Freitag könnte der HC Lugano mit einem Heimsieg über den HC Davos jedenfalls einen grossen Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme machen...

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