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EISHOCKEY NHL
Der Playoff-Kult
Ohne ''Terrible Towels'' geht nichts mehr
09.05.2017, 11:37
Von sport.ch
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Ein NHL-Playoffspiel ohne Pre-Game-Show und anschliessender begeisternder Begrüssung der Mannschaften mit den „Terrible Towels“ ist heute kaum mehr vorstellbar. Wie aber ist diese Tradition überhaupt entstanden?

Seit vielen Jahren eine Tradition in den NHL-Stadien: In den Playoffspielen kommen die „Terrible Towels“ zum Einsatz, um der beeindruckenden Kulisse eine noch einzigartigere Atmosphäre zu verpassen. Auch in Europa kommen die kleinen, bedruckten Handtücher, die den Fans entweder am Eingang verteilt werden oder auf den Plätzen bereit liegen immer mehr in Mode.

Ein Geniestreich der Steelers-Marketingspezialisten

Die Idee der „Terrible Towels“ entstand ursprünglich im Jahre 1975 in Pittsburgh. Die Footballer der Steelers waren in den USA grosse Sportstars. Die Steelers zeichneten sich dadurch aus, dass sie mit ihren legendären Verteidigern besonders in den Playoffpartien grosses Einschüchterungspotenzial verbreiteten. Man dachte sich damals in der „Steel City“, dass auch von den Rängen aus die Gegner zusätzlich noch eingeschüchtert werden könnten. Ausserdem wollte man ein neues „Gimmick“ kreieren. Zusammen mit einem Team aus dem Steelers Marketing und einiger Marketingleuten diverser Radiostationen (im besonderen WTAE, welches gewissermassen das „Hausradio“ der Steelers war) entwickelte man Ideen. Entstanden ist jene mit den gelben Handtüchern (als Signalfarbe der Steelers) und man nannte sie „Terrible Towels“. Der Hintergedanke war zudem, dass man diese Handtücher zum Kult machen könne und zudem noch die Idee kommerzialisiert, indem Werbebotschaften und Logos darauf gedruckt werden könnten. Interessant: Diese Idee kam ursprünglich bei den Spielern sehr schlecht an. Viele der Stars im Team äusserten sich negativ dazu aus. Dennoch wurden die „Terrible Towels“ produziert und am 27. Dezember 1975 in der Playoffpartie gegen die Baltimore Colts verteilt. Als dann die Steelers Spieler aufs Feld marschierten und sie 30'000 gelbe Towels sahen, der Gegner sichtlich eingeschüchtert schien und zudem die Steelers die Colts gleich in den ersten Minuten dominierten, wurde die Idee von allen adoptiert. 

Roger Neilsons improvisierte „weisse Flagge“

In der NHL waren es die Vancouver Canucks, die erstmals unter der Bezeichnung „Towel Power“ diese Tradition einführten. Die Initialidee dazu entstand während den Playoffs 1982, als Vancouvers damaliger Coach – der legendäre und allseits beliebte, leider zu früh verstorbene Roger Neilson – einige sehr fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen gegen sein Team und für die Chicago Blackhawks folgendermassen dokumentierte: Früher schmiss er noch Eishockeystöcke aufs Eis. Doch dies war nichts Neues mehr. So band er ein weisses Tuch an ein Stockende und fuchtelte mit der „improvisierten weissen Flagge“ herum. Als Zeichen, dass er sich den Refs „ergeben würde“. Diese Protestaktion hatte eine grosse Wirkung auf die Fans. Ähnlich wie in der Stierkampfarena wedelten nun auch sie mit weissen Tüchern. Im folgenden Spiel liessen die Vancouver Canucks weisse Tücher verteilen und zeigten so ihre Unterstützung zu ihrem Coach Roger Neilson. Die Fans adoptierten sofort diese Aktion und seitdem war die „Towel Power“ an jedem Canucks Playoffspiel Programm. Andere Clubs schlossen sich danach dieser Tradition an. Nach wie vor sind die nunmehr stark kommerzialisierten Towels (meist mit Logos, Werbebotschaften und dem „Playoff-Claim“ des Clubs drauf) in der NHL weiss um so zu erinnern, wie diese Tradition in der NHL entstand.

 

Joël Ch. Wüthrich** **

Joël Ch. Wüthrich schreibt wöchentlich Hintergrundberichte über die NHL in der Fachpubikation Eishockey News und hat ein ausgezeichnetes Beziehungsnetz. Seit 1992 ist er Chefredaktor diverser Publikationen und Produktionen, unter anderem auch der Fachpublikationen Slapshot (2003-2006) und Top Hockey (1999-2003, 2006-2012). Joël Wüthrich leitet ein crossmedial aufgestelltes PR-Büro und eine Player's Management Agentur (Sportagon), ist Crossmedia-Stratege und HF-Dozent für Kommunikation und Marketing. Er analysiert seit 30 Jahren als Autor/Chefredakteur in der Schweiz, Deutschland sowie in Kanada die NHL und beobachtet das Eishockeygeschehen weltweit intensiv. Der 50-jährige Familienvater arbeitet in der Schweiz und in Montréal, wo ein grosser Teil seiner Verwandtschaft wohnt.

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