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EISHOCKEY
Eine erste Bilanz von NHL-Experte Thomas Roost
Erste Impressionen aus dem Eishockeysommer
12.08.2017, 10:00
Von sport.ch
DEIN KOMMENTAR
 

Der Eishockeysommer ist noch jung und trotzdem gibt es Grund, bereits eine erste
Bilanz zu ziehen. Meine frühen Einschätzungen basieren auf der Beobachtung von
mehr als 10 Spielen in den Stadien, doppelt so vielen im Stream und noch mehr
Gesprächen mit Beobachtern derjenigen Spiele, die ich nicht selbst sehen konnte.
Hinzu kommen entsprechende statistische Analysen.

Welche Tendenzen sind ersichtlich?

Aktuell beobachtet die Scoutingszene eine nie gekannte Dominanz offensiv
ausgerichteter Verteidiger. Beim kommenden Draft wird vor allem von Spielern wie
Dahlin, Boqvist, Addison, Smith, Merkley gesprochen, um nur einige zu nennen. Dies
sind allesamt spektakuläre Offensivverteidiger, die sich nicht scheuen, mit dem Puck
auch mal Risiken einzugehen. Dahlin gilt als grösstes Verteidigertalent seit Lidström
und Boqvist ist ein Spieler, dem ich jeden Tag zuschauen könnte. Seine
Bewegungsabläufe; Ästhetik in Reinkultur, sein Skating ist seidenweich und die
Handskills „high-end“, ein typischer "Ticketseller", ein Tänzer, ein kreativer
Spektakelmacher. An der Spitze des Junioreneishockeys ändert sich auch in diesem
Jahr nichts. Die Topnationen sind vorneweg und die Schweiz, die Slowakei und
einige wenige andere Nationen folgen mit noch immer (zu) grossem Abstand.

Auf was freue ich mich?

Ich freue mich auf möglichst viele Spiele, bei denen ich die Konstruktivkünste des
schwedischen 2000er-Verteidiger- Jahrgangs mit Rasmus, Dahlin und Adam Boqvist
bestaunen darf. Ich freue mich auf die NHL mit den aufstrebenden Jungstars, welche
das Niveau im Eishockey noch einmal auf einen nächsten Level bringen werden. Ich
freue mich auf aussagekräftiges Statistikmaterial, auf den rhetorischen
Schlagabtausch zwischen den erfahrenen OldSchool-Hockeyköpfen und den
aufstrebenden "Advanced-Stats- Nerds". Ich freue mich auf die Champions League,
speziell auf die Gruppe mit Davos, Liberec und Växjö. Dies darum, weil bei diesen
Duellen eine "Hockeyanalytics-Schlacht" erwartet werden darf. Alle drei Teams
werden von hochkarätigen Analytic-Nerds unterstützt und ich bin gespannt, ob der
HCD die Tschechen und Schweden im Theorieraum besiegen kann oder
umgekehrt.

Wie steht es um die Schweiz?

In diesem Sommer bestätigten sich die Beobachtungen der vergangenen Jahre: Je
älter unsere Top-Nachwuchsspieler sind, desto näher kommen sie an die Weltspitze.
Konkret gesagt ist der Rückstand auf die Weltspitze bei der U20-Auswahl am
geringsten. Trotzdem sind wir auch bei den U20 noch immer ein gutes Stück von den
Allerbesten entfernt. Zudem ist diese Aussage bis zu einem gewissen Grad
vom Jahrgang abhängig. Die U18-Auswahl war am Ivan Hlinka Memorial Turnier in den
meisten Phasen überfordert. In den Spielen gegen Schweden und Tschechien war
der Unterschied betreffend Scheibenkontrolle, Handskills wie auch betreffend Pass-
und Schussqualität sehr gross. Das Spiel gegen die USA war ausgeglichen und ein
Punktgewinn wäre verdient gewesen, allerdings trat die USA mit einer
zweitklassigen Auswahl an, vor allem die Offensive war extrem blutleer. Weil unsere
Jungs durch die beschriebenen Mängel immer wieder entscheidende
Sekundenbruchteile verloren, ging für unsere Jungs alles ein wenig zu schnell. Noch
auffallender waren diese Unterschiede in den Spielen der U17 gegen Tschechien. Es
bleibt aber zu hoffen, dass auch diese Jahrgänge in den nächsten 2-3 Jahren den Rückstand verringern können. Eine definitive Erklärung für diesen grossen Rückstand bei den sehr jungen Auswahlmannschaft und das verringerte Defizit beider U20 habe ich nicht. Ich unterstütze aber die These, dass auf Verbandsebene mit den Auswahlspielern gut gearbeitet wird und das grösste Defizit im Bereich der Basisausbildung bei den Jüngsten der Jungen zu suchen ist. Eine diesbezügliche Verbesserung hätte wohl die grösste Hebelwirkung, dass heisst der Verband sollte sich zum Ziel setzen, ein Programm zu entwickeln, welche die Grundausbildung in den Clubs auf unterster Jahrgangsstufe verbessert. Sehr erfreulich sind die erfolgreichen Verbandsbemühungen, um vermehrt gegen die Topnationen antreten zu können. Die erstmalige Teilnahme am Karjala Cup wie zum Beispiel auch die Duelle auf Juniorenstufe gegen Tschechien unterstreichen dies.

Die Chancen der Schweizer Talente

Betreffend Spieler für den kommenden Draft schaut es etwas besser aus als in diesem
Jahr. Es fehlt einerseits ein Überflieger wie Nico Hischier, andererseits dürfen wir
aber etwas mehr gedraftete Spieler erwarten als 2017. Drei gedraftete Spieler pro
Jahr ist definitiv viel zu wenig für eine Nation mit den Ansprüchen der Schweiz. Bei
der U18 hat vor allem Valentin Nussbaumer überzeugt. Er war der einzige Schweizer
Stürmer der bei den Scouts nachhaltige Beachtung gefunden hat. Ich gebe ihm gute
Chancen, den Sprung ins Profi-Team beim EHC Biel bereits in dieser Saison zu
schaffen und dies wäre dann die verdiente "Entschädigung" für die etwas
unerklärliche Nichtberücksichtigung im CHL Import-Draft. Den EHC Biel wird es
freuen. Nussbaumer hat Attraktionspotential auf Schweizer Eis, er konnte auch
gegen die weltbesten Junioren aus den Top-Nationen Akzente setzen. Als
Spätgeborener 2000er kommt er erst 2019 in den NHL-Draft. Zwei Saisons
Profihockey in der obersten Schweizer Liga dürften ihn optimal für höhere Aufgaben
vorbereiten. Der Zuger Verteidiger Nico Gross zeigte eine solide Leistung und auch
der in Malmö spielende Sandro Schmid ist eher positiv aufgefallen. Nico Gross,
sowie die beiden 99er Philip Kurashev und Nando Eggenberger dürften aus heutiger
Sicht sicher gedraftet werden. Auch der SCL Tigers-Goalie Akira Schmid hat Einzug
in die Notizbücher der Scouts gefunden. Hinzu kommen hoffentlich noch ein zwei
Spieler die sich im Verlaufe der Saison gut entwickeln, so dass ich zum jetzigen
Zeitpunkt für den Juni 2018 mit vier bis fünf gedrafteten Schweizer Spielern rechne.

Bargespräche:

Die Schweizer Liga wurde spätabends in der Hotelbar einmal mehr zur Zielscheibe
von augenzwinkerndem Spott und dies weil sie im Ruf steht, die Coaches
mindestens so schnell zu wechseln wie die Unterwäsche. Am meisten Geld wurde
darauf gewettet, dass spätestens Ende Saison in der Resega das Duo Ville
Peltonen/Petteri Nummelin an der Bande stehen wird… Gesprächsstoff lieferte auch
ein Sohn aus der Jerry-Reinsdorf-Familie, der sich als Hockeyagent versucht und in
Breclav/Bratislava aufgekreuzt ist. Zur Erinnerung: Jerry Reinsdorf ist der Besitzer
der legendären NBA-Franchise Chicago Bulls. Um im weitesten Sinn beim Thema zu
bleiben: Bei der russischen U18-Auswahl hat mit ordentlichen Leistungen Pavel
Rotenberg mitgespielt. Er ist der Sohn von Arkadi Rotenberg. Arkadi Rotenberg
gehört zu den Reichsten der Reichen und nicht nur westliche Kommentatoren zählen
ihn zum engsten Freundeskreis von Vladimir Putin. Sein geschätztes Vermögen
übersteigt dasjenige der 10 reichsten Schweizer zusammen um mindestens das
Zehnfache. Wie kommt es, dass sich sein Sohn Pavel im Kraftraum schindet und im
"Slot" verprügeln lässt? Er könnte doch bequem dem kleinen weissen Ball frönen und
sich mit gebratenen Tauben, Kobe-Steak und süssen Trauben füttern lassen? Nein,
Pavel Rotenberg, Oligarchensohn, ziemlich talentierter und vor allem aufopfernd kämpfender Flügelstürmer, hat sich - wenigstens vorläufig - fürs Eishockey entschieden: Definitiv ein Indiz für die unvergleichliche Faszination unserer grossartigen Sportart!

Thomas Roost ist seit 1996 NHL-Scout für den zur NHL gehörenden Central Scouting Service und seit 2010 Scout für den EHC Biel. Hauptberuflich ist er als CHRO und Mitglied der Konzernleitung in einer internationalen Touristikfirma mit weltweit 1500 Mitarbeitenden tätig. Thomas leistet sich eine eigene Meinung und freut sich immer sehr über Reaktionen zu seinen Beiträgen die zur Diskussion Anlass geben sollen. Er pflegt auch mit viel Spass seinen Twitter-Account @thomasroost.

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