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EISHOCKEY NATIONALTEAM
Welche Spieler vertreten die Schweiz in Südkorea? Teil 3
Die Suche nach dem Schillerfalter und der perfekten Mischung
06.12.2017, 11:10
Von Dillon Roth
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Dillon Roth

Mit dem Karjala Cup hat für die Nationalmannschaft die Olympia-Vorbereitung so richtig begonnen. Vor den Winterspielen im Frühjahr 2018 in Südkorea trifft sich die Schweizer Auswahl nur noch für die Spengler-Cup-Woche und dann am 5. Februar für eine eineinhalb-wöchige Vorbereitung vor dem Start des olympischen Eishockeyturniers. Damit beginnt für Trainer Patrick Fischer auch der schwierige Prozess der Kaderplanung, denn der 42-Jährige kann nur 25 Spieler nach Pyeongchang mitnehmen. In einer dreiteiligen Serie stellen wir reihenweise die drei Positionen vor und versuchen dabei herauszufinden, welche Spieler die besten Karten auf ein Olympia-Ticket haben.

Die Zeit, wo der Stürmer nur fürs Tore schiessen zuständig ist, ist vorbei. Das moderne Eishockey erwartet von Verteidigern, das sie im Offensivspiel und Spielaufbau ihre Qualitäten haben und gegensätzlich dazu muss ein Angreifer defensive Arbeit verrichten und auch Tore verhindern. Scheinbar unspektakuläre Center oder auch Flügel werden oftmals etwas unterschätzt, da die Anzahl Skorerpunkte etwas verhalten ist, die Fähigkeiten aber durch andere Stats ausgedrückt werden.

Gaëtan Haas und Vincent Praplan - Die NHL ruft

Wenn Nationaltrainer Patrick Fischer schon keine NHL-Spieler aufbieten kann, dann hat er in dieser Saison immerhin noch die Chance zwei zukünftige Nordamerika-Söldner zu wählen. Auf der einen Seite gibt es Gaëtan Haas, der wohl beste Schweizer Center der National League. Der 25-Jährige verliess auf diese Saison hin seinen Stammverein den EHC Biel und schloss sich dem amtierenden Meister aus der Bundeshauptstadt an. In Bern brauchte Haas keinerlei Anlaufzeit und wurde auf anhieb eine der wichtigsten Stützen im Offensivspiel der "Mutzen". In 27 Spielen punktete Haas bereits 26-mal und ist damit drittbester Schweizer Skorer der National League. 

Nur gerade zwei Punkte schlechter als Haas ist Vincent Praplan. Der Flügel des EHC Kloten traf wie Haas achtmal ins Schwarze und ist neben Denis Hollenstein das Aushängeschild der Flughafenstädter. Der 23-jährige Offensivallrounder bringt sehr viele Fähigkeiten mit und verbrachte 2013/14 auch ein Jahr in der nordamerikanischen Ontario Hockey League (OHL).

Sowohl Haas, als auch Praplan spielten eine starke WM im Frühjahr 2017 und zeigten so Patrick Fischer, dass sie auch international bestehen können. 

Zu Beginn dieser Spielzeit schnupperte Praplan bei den Chicago Blackhawks und danach den San José Sharks erste NHL-Luft in Rookie-Camps und wurde danach von den Kaliforniern aus San José auch gleich ins Trainingscamp eingeladen. Dort hätte der Walliser den Sprung in den NHL-Kader wohl geschafft, entschied sich solidarisch aber zu Kloten zurückzukehren. In der nächsten Saison wird er wohl das Angebot aus der NHL nicht mehr ablehnen und sich so in die Liste der Schweizer Söldner eintragen.

Auch Gaëtan Haas wurde nie gedraftet und ist somit ab nächster Saison als "free agent" für die NHL verfügbar, kann somit also einfach verpflichtet werden. Von den Calgary Flames soll auch konkretes Interesse bestehen und schon einmal in Angebot eingegangen sein. Die Ottawa Senators dürften daneben ebenfalls schon einmal mit dem Agent des Westschweizer in Verbindung gewesen sein.

Ambühl und Hollenstein sind keine Newcomer mehr

Während Raphael Diaz als Captain der Defensivleader ist, übernimmt Andres Ambühl als sein Assistent diese Verantwortung im Angriff. Mit bald 100 WM-Einsätzen wird der Davoser in Südkorea seine vierten olympischen Spiele angehen und für die Nationalmannschaft so oder so unverzichtbar. 

Der letzte Stürmer mit wohl einer hundertprozentigen Garantie auf einen Stammplatz ist Denis Hollenstein, der aber der nächsten Saison für die ZSC Lions stürmen wird. In Kloten ist der Aussenspieler zu einem absoluten Leader herangewachsen und führt die Mannschaft als Captain an. Wie Andres Ambühl gehörte auch Hollenstein zur Nationalmannschaft, die 2013 die WM-Silbermedaille gewinnen konnte und seit 2014 ist der 28-Jährige sogar mit Olympia-Erfahrung gespickt.

Die lange Liste der weiteren Kandidaten - Die Centerposition

Platz gibt es insgesamt wohl für 14 Stürmer, die neben den 8 Verteidigern und 3 Goalies dann das 25-Mann-Kader komplettieren würden. Optionen hat Nati-Coach Fischer mehr als genügend. Reto Schäppi von den ZSC Lions zum Beispiel ist einer dieser Center, deren Stats zwar unspektakulär aussehen, die aber für die Defensivarbeit bekannt sind. Zudem hat er WM-Erfahrung und kann Verantwortung übernehmen, er ist sicher auch mit dabei.

Ähnliches gilt für Cody Almond, der nach dem Draft 2007 einige Jahre in Nordamerika absolvierte und für Minnesota Wild sogar zu NHL-Minuten kam. Der 28-jährige Schweiz-kanadische Doppelbürger war an beiden Weltmeisterschaften, an welchen er teilnahm stark und er ist ein ausgeglichener Offensivallrounder. 

Nach Haas, Schäppi und Almond ist Simon Moser der vierte Stürmer, welcher den Weg als Center mit nach Südkorea machen dürfte. Moser spielt als Captain des SC Bern eine ganz starke Saison mit bisher 27 Punkten, ist grundsätzlich aber nicht ein reiner Center. Das Jahr in der AHL und NHL hat Moser sichtlich gut getan und ihm so auch die Teilnahme an den Winterspielen in Sotschi ermöglicht. Damit dürfte das Center-Line-Up für die Olympischen Spiele komplett sein und das Grundgerüst für die Mannschaft von Patrick Fischer ist gelegt.

Die drei Kämpfertypen, die Olympia-Erfahrenen und der junge Wilde 

Für die Emotionen und den Kampf stehen Thomas Rüfenacht, Tristan Scherwey und Chris Baltisberger. Der 32-jährige Rüfenacht scheint mit den Playoffs im letzten Jahr und der Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Paris seine Karriere noch einmal lanciert zu haben. So kann er nun seine Skorerqualitäten ausleben und ist auf bestem Weg seine absolut beste Saison hinzulegen. Sechs Jahre jünger sind die beiden anderen aufsässigen Flügel Chris Baltisberger und Tristan Scherwey. Baltisberger ist als Assistenzcaptain bei den ZSC Lions eine der wichtigsten Stützen der Stadtzürcher und Scherwey skort ebenfalls ordentlich. Diese drei Akteure gehen auch mal dahin, wo es weh tut und können im richtigen Moment die nötigen Emotionen entfachen.

Reto Suri und Simon Bodenmann waren beide vor vier Jahren bereits im Olympia-Kader und dürften es auch diesmal wieder sein. Beide Flügelstürmer haben die Fähigkeit durch ihren Speed für Tempo zu sorgen, die gegnerischen Abwehrreihen unter Druck zu setzen und zu beschäftigen. Zusätzlich ist Suri nach einem etwas harzigen Saisonstart in Fahrt gekommen und Bodenmann spielt seit der Bekanntgabe seines bevorstehenden Transfers zum ZSC ebenfalls stark auf. 

Der einzige Stürmer der noch als junger Wilder zählt ist der vielseitig einsetzbare Pius Suter. Seit seiner Rückkehr aus der OHL zu den ZSC Lions spielt Suter mit erst 21 Jahren schon dauerhaft in der ersten Linie und stieg auch zum Nationalspieler auf. So belohnt Fischer den Zürcher mit dem Aufgebot für die WM 2017 und dort unterstrich Suter sein Können mit starken Leistungen. Zudem ist Suter ebenfalls als Center einsetzbar und wäre so eine Alternative für Simon Moser, welcher auch auf dem Flügel spielen kann.

Offen ist die Personalie des Damien Brunner. Mit Erfahrungen aus Nordamerika und fast 140 NHL-Spielen kam der Edeltechniker in der Saison 14/15 in die Schweiz zurück, schloss sich dem HC Lugano an, wurde aber in den Folgejahren oft von Verletzungen zurückgeworfen. So kam er am vergangenen Wochenende erst zu seinem Debüt in dieser Spielzeit und muss hinsichtlich Olympia zuerst zur Fitness zurück gelangen. Dann gehört er dank seinen hervorragenden Händen am Stock und den Qualitäten im Abschluss ebenfalls in den Flieger nach Pyeongchang.

Zahlreiche weitere Kandidaten stehen in den Startlöcher

Falls einer dieser Stürmer fehlen würde, dann gibt es genügend Andere, die dafür einspringen könnten. Luca Cunti, Grégory Hofmann, Samuel Walser, Marc Wieser, Fabrice Herzog und Lino Martschini durften schon ein- oder mehrmal WM-Luft schnuppern, sind aufgrund der jüngsten Vergangenheit jedoch keine absoluten Top-Kandidaten mehr.

Enzo Corvi, Gregory Sciaroni und Sven Ryser haben alle schon ein paar wenige Nati-Einsätze und sind auch für Südkorea ziemlich sicher nur Aussenseiter. Noch nie wirklich Thema in der Nationalmannschaft war Luca Fazzini, welcher in diesem Jahr einfach nicht ignoriert werden kann. Nach 26 Spielen hat der Stürmer 14 Tore erzielt und 15 vorbereitet, womit er nicht nur der beste Skorer des HC Lugano ist, sondern auch noch gleich die meisten Punkte aller Spieler mit Schweizer Lizenz hat. Seine Spielweise kommt in dieser Weise nicht oft vor und wäre eine Bereicherung für Fischer's Team. 

Gibt es den perfekten Schillerfalter?

Für SPORTAL HD-Experte Andreas Hänni liegt der Fokus eines Schweizer Nationalteams zuerst ganz klar auf der Defensive: "Als Schweiz musst du zuerst schauen, dass die  defensive Stabilität gewährleistet ist, weil wir offensiv zu wenig Spieler haben die sich international auf jedem Niveau durchsetzen können." Aus diesem Grund braucht eine Schweizer Nati Stürmer mit viel Defensivgewissen und Disziplin. 

Bekannt für das Toreschiessen waren die Schweizer sowieso noch nie, dort gehörte man in den letzten Jahren immer zum Durchschnitt und machte den Unterschied viel eher durch starke Defensivleistungen. Ein Schillerfalter mit defensiven Stärken und Goalgetter-Gen gibt es aber international nur sehr wenige, dies stellt auch Patrick Fischer gegenüber "The Hockey Week" fest. Deshalb beschränken sich die Schweizer Stürmer darauf eine Fähigkeit zu fördern und dies dann dafür richtig zu machen.

"The Hockey Week" immer Mittwochs auf SPORTAL HD

Wenn du die Sendung "The Hockey Week" vom Mittwoch, 15. November 2017 noch einmal sehen willst? Dann kannst du diese und alle weiteren "The Hockey Week" hier im Replay nachschauen! Wir wünschen viel Vergnügen!

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