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Murat: ''Wechsel ist kein sportlicher Fortschritt''
Murat: ''Wechsel ist kein sportlicher Fortschritt''
Murat Yakin: ''Das finanzielle Angebot stimmte.''

sport.ch: Hakan Yakin's Wechsel nach Katar für 4 Millionen Franken ist nun perfekt...

Murat Yakin: Wer sagt das?

Die Schweizer Sport Agentur.

Es ist noch nichts definitiv. Alles ist noch am laufen.

Okay, dann wollen wir nicht vorgreifen. Wenn nun der mögliche Wechsel für 4 Millionen zu Katar Tatsache werden würde, wäre das eine gute Sache für Hakan?

Hakan muss Leistung bringen, wie das überall in jedem Verein der Fall ist. Er ist nun 31 Jahre alt und macht sich Gedanken wie er zum Ende kommen wird. Er fühlt sich auf jeden Fall gut. Das finanzielle Angebot vom katarischen Meister Al Gharafa hat gestimmt. Es muss jetzt nur noch gut heraus kommen. Das wird er auch machen.

War das Finanzielle ausschalggebend?

Schauen Sie, wenn einer 31 Jahre alt ist, schaut er am Schluss auch darauf, dass das Finanzielle stimmt.

Ist es eher ein sportlicher Auf- oder Abstieg?

Es ist kein sportlicher Fortschritt. Das ist genau das, was die meisten nicht begriffen haben. In der Schweiz herrscht die Meinung, dass ein Fussballer am liebsten nicht polarisieren, nichts sagen und nichts verdienen dürfte.

Bei YB war Hakan Captain, Leader und Identifikationsfigur. Der Wechsel ist auf eine Seite auch schad.

Natürlich, jeder Wechsel ist schad. Hakan hat drei Jahre bei YB gespielt und weiss, was er in Bern hatte. Er war der Publikumsliebling. Aber jeder Spieler plant in Zukunft und will eine Steigerung machen. Und sagen sie mir jemanden, der seinen Arbeitsplatz nicht wechseln würde, wenn er für die gleiche Arbeit an einem anderen Ort mehr verdienen würde!

Hakan hat es schon dreimal im Ausland versucht. Wieso sollte es diesmal klappen?

Weil der Trainer im Team etwas von Fussball versteht. Er hat bei YB seine Erfahrungen gemacht und hat in den letzten drei Jahren viel Verantwortung übernommen. Wenn kein Angebot gekommen wäre, würde Hakan weiterhin mit Herz und Seele für die Berner Young Boys spielen. Er ist aber nicht mehr der Jüngste und hat nicht mehr die gleichen Möglichkeiten wie früher. Wenn, dann musste er jetzt gehen, denn auch in Katar wollen sie gute Fussballer sehen. In ein paar Jahren wäre es vielleicht zu spät gewesen. Das sieht man ja auch an einer WM oder EM: Man muss Leistung bringen. Es ist wichtig, dass man den richtigen Zeitpunkt erwischt um von der Schweiz wegzugehen.

Ist es der richtige Zeitpunkt für Hakan?

Ja. Seine Leistung von letzter Saison (Redaktion: Hakan war Torschützenkönig) in der Schweiz zu steigern, ist schwierig. An jedem Tor, das er nicht gemacht hätte, hätte man ihn aufgehängt. So ist die Situation in dem Fall.

von Oliver Spieser

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