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15.08.2012 Spektakel-Nati - aber Hitzfeld hat Sorgen
![]() Hitzfeld: Der Mathematik-Lehrer ist gefordert ''Fussball ist keine Mathematik'' kritisierte Karl-Heinz Rummenigge Ottmar Hitzfeld. Fünf Jahre ist dies her, damals war Hitzfeld Bayern-Coach. Die Kritik traf den sonst so souveränen, meist pragmatisch-kühl wirkenden Lörracher mitten im Herz. Der ehemalige Mathematik-Lehrer, der mit der Schweiz in seine dritte Qualifikation als Nationaltrainer gehen wird, musste sich Ähnliches anhören, als die Schweiz das Ziel EURO 2012 verpasste. Die Nati habe keinen Mut, sei passiv, ja sogar ängstlich, spiele mit dem Rechenschieber, hiess es. Die Kritik kam nicht mehr von einem seiner ''Chefs'', sondern von Fans und Medien. Sie tat Hitzfeld trotzdem weh. Und nun dies: Nach dem historischen 5:3 gegen Deutschland schlägt die Schweiz Kroatien auswärts mit 4:2. Sie spielt mutig, kreiert Torchancen, macht Spass. Eine Spektakel-Nati! Das 0:1 gegen Rumänien werten wir in diesem Zuge als ''Betriebsunfall''... Klar, dass Hitzfeld die offensiven Auftritte seines Teams gegen Deutschland und Kroatien gefiel. Shaqiri, Derdiyok, Barnetta, Xhaka Gavranovic und Co. erspielten sich in Basel und Split viele Chancen, waren agil, torgefährlich, kreativ. Diese Angriffspower wird auch in den nächsten Monaten von Nöten sein - in der WM-Quali trifft man auf Teams, die den Betonmischer auspacken werden. Gleichzeitig braucht es die Rückkehr zur defensiven Stabilität. Und genau dies dürfte Hitzfeld Kopfzerbrechen bereiten. Vor allem die Innenverteidigung ist eine Grossbaustelle. Philippe Senderos, der mit Verletzungssorgen kämpft, wäre eigentlich der Abwehrpatron. Timm Klose ist völlig ausser Form und angeschlagen, Steve von Bergen und Johan Djourou bei ihren Klubs wohl nicht einmal Stammspieler, gleiches gilt für François Affolter. Lassen wir uns von der ''einfachen'' WM-Quali-Gruppe nicht täuschen: Auch Teams wie Slowenien, Norwegen, Albanien, Zypern und Island werden wissen, wo das Schweizer Tor steht. Darauf vertrauen, dass die Offensive immer mindestens ein Tor mehr als der Gegner erzielen wird, sollten wir nicht. Das Motto muss lauten: Spassfussball ja, aber bitte auch Stabilität. ''Mathematiker'' Hitzfeld steht vor der grossen Herausforderung, er darf sich keine Fehler bei der Teamzusammenstellung erlauben. Schafft er es, wird er schon bald für das, wofür er lange kritisiert wurde, gelobt werden. Kommentar von Mathias Germann |
| Fussball WM-Qualifikation | ||
| 07.09.2012 | Slowenien - Schweiz | 0:2 |
| 11.09.2012 | Schweiz - Albanien | 2:0 |
| 12.10.2012 | Schweiz - Norwegen | 1:1 |
| 16.10.2012 | Island - Schweiz | 0:2 |
| 23.03.2013 | Zypern - Schweiz | 0:0 |
| 08.06.2013 | Schweiz - Zypern | -:- |
| 06.09.2013 | Schweiz - Island | -:- |
| 10.09.2013 | Norwegen - Schweiz | -:- |
| 11.10.2013 | Albanien - Schweiz | -:- |
| 15.10.2013 | Schweiz - Slowenien | -:- |
| Fussball WM-Qualifikation | |||
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte |
| 1 | Schweiz | 5 | 11 |
| 2 | Island | 5 | 9 |
| 3 | Albanien | 5 | 9 |
| 4 | Norwegen | 5 | 7 |
| 5 | Zypern | 5 | 4 |
| 6 | Slowenien | 5 | 3 |
@@alle
Ich glaube, wenn der Journalist weniger von "Schandtat", "Schandfleck" und "...als Verliere vom Platz gehen..." geschrieben hätte, sondern sachlich kritisch über den Wechsel und dessen Bedeutung auf das CL Finale, insbesondere in Anbetracht der Spekulationen um Götzes Verletzung, dann hätten ihm wohl viele zugestimmt, ich auch. Es mutet schon seltsam an, dass er nun nicht spielt und jeder kann sich vorstellen, dass es für Götze schwierig ist, gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber im CL Finale zu spielen.
Aber so einem polemischen Text, der so eindeutig von einer befangenen Person kommt, kann ich nicht viel abgewinnen.

























Titelrennen kann noch spannend werden...