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''Es musste endlich einmal Klick machen''
Mathias Germann
Von Mathias Germann
@sport.ch
 
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Marco Schönbächler scheint endgültig den Schritt vom Hoffnungs- zum Leistungsträger gemacht zu haben. Oder trügt dieser Eindruck (wieder einmal)? Im Interview mit sport.ch spricht der 23-jährige FCZ-Wirbelwind über seine ''Wandlung'' und die Zukunft.

sport.ch: Nicht nur dem FCZ läuft es gut, sondern auch Ihnen. Erleben wir momentan den besten Marco Schönbächler, den es je gab?

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Marco Schönbächler: Den Besten? Das müssen andere beurteilen. Aber ich fühle mich wohl und bin auch in einer sehr guten Form.

Sie sind im Vergleich zur Hinrunde regelrecht aufgeblüht. Was ist anders?

Ich habe nun mehr Einsatzzeit und das Vertrauen des Trainers. Wir wollen als Team guten Fussball spielen und kommen zu Ergebnissen, die sehr positiv sind.

Ihr Trainer Urs Meier sagt, in der Winterpause sei bei Ihnen im Kopf etwas passiert. Was meint er damit?

Ich habe realisiert, dass es endlich einmal ''Klick'' machen musste bei mir.

Was heisst das?

Man bekommt im Leben nicht immer eine zweite oder dritte Chance, irgendwann muss man sich halt auch einmal durchsetzen. Es war für mich sehr wichtig, in der Vorbereitung auf die Rückrunde dranzubleiben. Ich wollte einfach Stammspieler werden.

Ihre Aussagen klingen, als hätten Sie sich nie beim FCZ durchgesetzt. Dabei waren Sie in den letzten Jahren mal Stammspieler, dann wieder Bankdrücker. Wie erklären Sie sich diese Wellenbewegungen?

Wenn ich dies wüsste, hätte es sie nicht gegeben. Aber die Konstanz ging mir wohl ab, ich habe nicht immer auf dem gleichen Level gespielt.

Jetzt läuft alles prima. Aber: Warum folgt nicht schon bald das nächste Tief?

Weil ich alles daran setze, meine Leistungen Spiel für Spiel zu bestätigen.

In der Hinrunde schickte Sie Rolf Fringer wegen mangelndem Trainingsfleiss in die U21. Wie hart war das damals für Sie?

Das war keine einfache Zeit. Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht. Dann bin ich wieder in die erste Mannschaft zurückgekommen und habe gespielt.

Er hatte also recht mit seiner Massnahme?

Er wollte ein Zeichen setzen und sagte mir, dass ich mehr machen muss. Ich habe es mir zu Herzen genommen.

Trotzdem: War die Ernennung von Urs Meier zum Cheftrainer für Sie nicht eine goldene Chance? Sie kennen Ihn ja seit Jahren sehr gut und er kennt Ihre Qualitäten sehr genau…

Das war sicher so, ja. Jetzt will ich einfach zeigen, was ich kann.

In der Saison 2010/11 schossen Sie in der Super-League 5 Tore. Jetzt sind Sie schon bei 4. Knacken Sie Ihre Bestmarke?

Sicher. Da kommen noch einige Treffer dazu (lacht).

Blicken wir noch einmal rasch zurück. Sie haben bereits mit 17 ihr Super-League-Debüt beim FCZ gegeben. Wie haben Sie sich seither als Mensch entwickelt?

Ich habe viel erlebt. Es gab viel Schönes, aber auch Schlechtes. Als Person bin ich dank den Erfahrungen sicher gereift. Ich habe gesehen, dass es nicht nur eine Schokoladenseite gibt. Das versuche ich den jungen Spielern, die jetzt nachkommen, auch zu vermitteln.

Sie haben noch nie den Klub gewechselt. Bereuen Sie dies nicht?

Für mich hat der Zeitpunkt nie gestimmt. Man hat auch schon viele Beispiele gesehen, die unglücklich verliefen. Vielleicht war ich deshalb auch etwas vorsichtig. Für mich muss einfach alles stimmen, sonst wechsle ich nicht.

Urs Meier sagte mir, dass es vielleicht ein Problem für Sie war, dass sie immer beim FCZ geblieben sind. Sie wären dadurch mit der Zeit kaum noch aufgefallen. Hat er recht?

Der Stellenwert und das Ansehen von Spielern, die aus dem Ausland kommen, ist oft höher. Dabei sollte immer die Leistung im Training und auf dem Platz zählen. Ich war halt nicht nur Spieler, sondern auch Lehrling im Büro des FCZ… Klar, alle kennen mich hier ganz genau.

Sind Sie jemand, der Mühe hat, gegen Widerstände anzukämpfen, um aufzufallen?

Daran musste ich zuletzt arbeiten, das stimmt. Denn wenn man alles einfach so hinnimmt, ist dies kein gutes Zeichen. Man muss auf dem Platz auch eine Führungsrolle übernehmen. Da gehört es einfach dazu, dass man einen Teamkollegen auch zusammenstauchen kann – man meint es dann ja eigentlich gut. Nur so wird man auch eine Persönlichkeit.

Arbeiten Sie heute mehr in der Defensive als früher?

Das mit der Abwehrarbeit ist so eine Sache. Ich denke, kein Offensivspieler macht sie gerne. Aber mit Philippe Koch bilde ich auf der rechten Seite ein gutes Duo. Es ist wichtig, dass man sich gegenseitig hilft.

Es fällt auf, dass Sie geradliniger spielen und mehr den Weg vom Flügel ins Zentrum suchen als auch schon. Stimmt dieser Eindruck?

Früher habe ich abwartender gespielt und gehofft, dass der Ball vielleicht in meine Richtung springen würde. Aber der Ball kommt meistens in den Sechzehner und meistens werden dort auch die Tore geschossen. Ich habe die Bestätigung für meinen Einsatz erhalten. Das bestärkt mich in meinem Gedanken, weiter dorthin zu gehen, wo es weh tut.

Ihr Vertrag beim FCZ läuft noch bis 2015. Welche Träume haben Sie für die Zeit danach?

Es ist sicher einmal das Ziel, ins Ausland zu wechseln. Oder ich bleibe meine ganzes Leben in Zürich (schmunzelt)…

…dann würden Sie vielleicht zur Kultfigur.

Genau. Aber als Fussballer will man natürlich nach dem Ende der Karriere auch von seinen Ersparnissen leben können. Das ist schwierig, wenn man nur in der Schweiz gespielt hat.

Ist auch ein Wechsel innerhalb der Schweiz für Sie vorstellbar?

Nein, momentan nicht. Wenn, dann will ich ins Ausland.

Gab es in der Vergangenheit schon Anfragen?

Ja, da war schon einige Male was. Nachdem wir 2010/11 Zweite wurden hinter Basel, gab es Interessenten aus Deutschland und Italien. Es waren teilweise sehr gute Angebote, doch ich fühlte mich damals nicht bereit für einen Transfer.

Einige Ihrer ehemaligen Teamkollegen spielen heute im Ausland. Pflegen Sie Kontakt zu ihnen?

Ja, Adi (Adrian Nikci von Hannover 96, Anm. d. Red.) und ich schreiben uns regelmässig. Auch von anderen höre ich ab und zu etwas.

Kamen von Adrian Nikci auch warnende Worte in Bezug auf einen möglichen Transfer? Ihm läuft es ja nicht so gut…

Er hat sich ja früh nach dem Wechsel verletzt, dann war er noch krank – das machte es für ihn nicht einfach. Er musste sich sicherlich an das neue Umfeld gewöhnen. Aber das Potential hat er sicher, um eine gute Rolle in seinem Klub zu spielen.

Ricardo Rodriguez verliess den FCZ sehr früh. Das wäre nichts für Sie gewesen, oder?

Nein. Ich denke eher, dass ich ein oder zwei Jahre Leistungsträger sein muss – erst dann möchte ich gehen. (mag)

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Kommentar von Bale zum Artikel
Titelrennen kann noch spannend werden...
'' @hummelsinho Piszczek ist gut, aber bei weitem (noch) nicht so gut wie Lahm, für das ist er einfach zu unkonstant! Sollte er mal 5 weitere Jahre auf diesem Niveau spielen und seltener verletzt sein, kann man nochmals drüber reden. Lahm ist schon seit Jahren einer der Bestten AV wenn nicht der Beste und sehr konstant. Das sag ich als Nicht-Bayernfan, bei dir hingegen scheint die Vereinsbrille noch aufgesetzt zu sein ''
Kommentar von Ramones zum Artikel
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