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''Das müssen Sie den Präsidenten fragen''

Für den FC Luzern steht am Samstag ein entscheidendes Spiel auf dem Programm. Punkten die Leuchten auch gegen den Tabellenletzten Servette nicht, dreht sich die Negativspirale weiter und der Abstieg ist nicht mehr fern. Trainer Komornicki und Captain Lustenberger demonstrieren Gelassenheit.

Seit dem Rückrundenstart hat der FCL genau zwei Punkte aus vier Spielen gesammelt. Bedenkt man, dass gegen GC, Basel und Sion in den nächsten Wochen grosse Kaliber warten, eine verheerende Bilanz. Dennoch malt man in der Innerschweiz nicht schwarz: ''So weit ich weiss, war der Weltuntergang im letzten Dezember'', versucht Trainer Ryszard Komornicki seine Lockerheit zu unterlegen.

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Komornicki beschwört das Wettkampfglück

''Es geht auch gegen Servette nur um drei Punkte. Klar ist die Situation nicht einfach, doch wir dürfen jetzt nicht mehr nach hinten schauen, das bringt uns nichts.'' Was den Innerschweizern bislang fehlte, sei Effizienz im Abschluss und zudem das Wettkampfglück. ''Die Schiedsrichterentscheidungen fielen nicht immer zu unseren Gunsten aus.''

Aus Spielersicht müssten in dieser Situation die erfahrenen Recken auf den Tisch hauen, erklärt Captain Claudio Lustenberger. ''Es ist normal, dass die Jungen verunsichert sind, doch das Team ist intakt, wir haben Spass miteinander.'' Noch mehr Auftrieb würde indes ein Erfolgserlebnis am Samstag verleihen.

''Es geht um die Zukunft jedes Einzelnen''

Wie wichtig ein Erfolg wäre, verdeutlicht der 25-Jährige so: ''Wir sind im Abstiegskampf, wenn ich nach hinten blicke, sehe ich nur noch Servette. Es geht jetzt um die Zukunft von jedem einzelnen Spieler im Spitzensport!''

Trotz des grossen Drucks müsse man aber locker bleiben, so ein aufgeräumter Komornicki. Zwar bestünde immer die Gefahr zu verkrampfen, allerdings könne man in der aktuellen Situation nicht erwarten, ''dass jeder wie Maradona oder Pele über den Platz tänzelt.''

Servette im Aufwind

Gegen Servette müsse ganz einfach ein Sieg her. Doch auch den Verantwortlichen beim FCL ist nicht entgangen, dass sich die Grenats mittlerweile gefangen haben. ''Sie sind kämpferisch und läuferisch extrem stark und haben unter Fournier grosse Fortschritte gemacht. Die Moral bei ihnen stimmt'', lobt Komornicki die Arbeit seines Antipoden.

Dennoch hat man beim Gegner auch Schwächen ausgemacht. ''Sie sind bei Standards anfällig, das wollen wir ausnützen'', gab sich der Coach zuversichtlich. Helfen soll dabei vor allem der ausgeliehene Pajtim Kasami, von dem man beim FCL mit zunehmender Spielpraxis einen deutlichen Schub erwartet.

''Form der Kritik kann ich nicht akzeptieren''

Über einen Schub würde sich wohl auch Komornicki freuen. Zuletzt kritisierte erneut Investor Bernhard Alpstaeg den Trainer und belegte damit einmal mehr, dass die Innerschweiz in punkto Arbeitsklima kein ruhiges Pflaster ist. Keine einfache Situation für den Polen. ''Ich lese die Zeitungen nicht, doch ich weiss von der Kritik, bin mit ihrem Inhalt auch einverstanden. Doch die Form kann ich nicht akzeptieren.''

Sollte der FCL aber auch gegen Servette unterliegen, muss sich ''Koko'' womöglich gar keine Gedanken mehr darum machen, denn ''ob ich dann noch Trainer bin, müssen Sie meinen Präsidenten fragen. Was nach dem Spiel sein wird, weiss ich nicht.''

Von Bénédict Birrer

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