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FUSSBALL SUPER LEAGUE
Das Scheitern an der eigenen Ambitionslosigkeit
Warum YB auch in Zukunft nicht über Platz 2 hinauskommen wird
17.05.2017, 16:52
Von Lucas Orellano
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Lucas Orellano

"Der zweite Platz ist zementiert" - ein Satz, der für den BSC Young Boys in den letzten Jahren das höchste der Gefühle darstellt. Hinter dem übermächtigen Klassenprimus FC Basel ist für die Young Boys nichts zu holen - die Konkurrenz aus Zürich, Sion und Luzern ist den Bernern bei weitem näher, als sie den Baslern sind. Warum ist das so? Die Expertenrunde von SPORTAL HD ist dieser Frage in der Sendung "The Soccer Lounge" auf den Grund gegangen.

Erster März 2017 - der BSC Young Boys empfängt den FC Winterthur zum Viertelfinale im Schweizer Cup. Die Verhältnisse sind auf dem Papier klar: hier der Zweite der Super League, dem einzig der Ausnahmeverein FC Basel vor der Sonne steht. Dort der Zweitletzte der Challenge League, frustriert und abstieggefährdet. Am Ende gewinnt Winterthur im Penaltyschiessen und zieht in den Halbfinal ein. Was war passiert? Das Spiel begann für YB nach Plan. Die Berner führten zur Halbzeit mit 2:0, waren eindeutig das bessere Team, spielten drückend überlegen. Dann ein Traumpass auf Silvio, der alleine auf Mvogo loszog und diesen mit einem wunderbaren Heber überwand. In der Folge zeigten sich die Young Boys nervös, von der Überlegenheit war zumindest Defensiv nicht mehr viel zu sehen. Prompt klingelte es fünf Minuten später gleich wieder hinter Mvogo - Ausgleich, 2:2. In der Folge kam auch noch Pech dazu - Hoarau traf zweimal die Torumrandung - bis das Spiel schliesslich im Elfmeterschiessen verloren ging.

Ein Problem ist auch die Einstellung

“Dieses Spiel kann YB eigentlich nicht verlieren”, sagt SPORTAL-HD-Experte Fabian Ruch dazu. Warum verlieren die Young Boys aber trotzdem immer wieder Spiele gegen die grossen Konkurrenten und lassen auch immer wieder welche gegen die schwächeren Vereine liegen, die sie eigentlich problemlos besiegen müssten? Ist YB verflucht? Nein, meint Spielerberater Milos Malenovic: “Sie waren in den letzten Jahren vom Pech verfolgt.” Aber alleine auf das Pech kann man die Niederlagen nicht schieben - der FC Basel ist auch einfach zu dominant. Die finanziellen Möglichkeiten sind für Rotblau einfach ganz anders - das darf nicht vergessen werden. Voraussetzung für einen Cup- oder Meisterschaftssieg ist aktuell gemäss Stürmerlegende und YB-Chefscout Stéphane Chapuisat auch nur eine Schwächephase der Bebbi: “Vielleicht schwächelt Basel ein Jahr mal ein wenig und dann müssen wir bereit sein.” Trotz monetärem Rückstand und erheblichen Unterschieden, was den Kader betrifft: Selbstbewusstsein klingt anders.

Wenn wir 70 Punkte machen, haben wir eine gute Saison gemacht

Warum hat YB nicht den Anspruch, besser zu werden als der FC Basel? Im Fussball ändern sich Stärkeverhältnisse ständig - die Grasshoppers sind immer noch Rekordmeister, auch wenn sie seit Jahren 14 Jahren keine Meisterschaft mehr geholt haben. Sind die Berner denn zufrieden mit der aktuellen Situation? Wollen sie den FC Basel nicht ernsthaft fordern können, statt nur auf eine Schwächephase der Bebbi warten zu müssen? Nicht nur die ganze Fussballschweiz würde sich freuen, die Basler sogar ganz besonders, da sie auf den Konkurrenten aus der Bundesstadt insofern angewiesen sind, als dass sie kaum je internationale Erfolge feiern können, ohne in der heimischen Liga gefordert zu werden. Der Glasgow-Effekt, sozusagen.

Es ist zum Verzweifeln: wenn es nicht darauf ankommt, dann sind die Berner nämlich gut. Auch das deutet darauf hin, dass da ein Knopf ist, der in letzter Zeit nicht aufgehen will. Bezeichnenderweise reiht YB seit der FC Basel offiziell Meister ist, Sieg an Sieg. Bisher sind es drei in Folge. Das ist jetzt schon die zweitlängste Siegesserie der Bundesstädter in dieser Saison (die längste datiert von Ende Jahr und beinhaltete fünf Vollerfolge) und am Mittwoch spielen die Berner gegen die desolaten Vaduzer, wo mit einem Sieg gerechnet werden darf. Die Berner haben eine ihrer stärksten Phasen der Saison, wenn es um nichts mehr geht. Der Saisonstart ist dagegen ein Problem. Stéphane Chapuisat macht die Tatsache, dass die Bundesstädter meist schlecht aus den Startlöchern kommen, dafür mitverantwortlich, dass es Ende Saison nicht stimmt, wenn es um den Meistertitel geht.

Dass eine Trendwende diesbezüglich nicht von heute auf morgen funktionieren kann, ist logisch. Solche Ziele brauchen Anlaufzeit und Geld - kurzfristig mag es für YB nicht für mehr als den zweiten Rang reichen - aber längerfristig müsste auch in Bern das Ziel Meistertitel gesetzt werden.

Es wäre den Bernern auch zu wünschen, dass ihnen auch einmal ein Lauf zu Beginn der Saison gelingt. Nur schon, damit die Liga ein wenig spannender wird. Aber wenn Basel weiterhin mit Serien von bis zu acht Siegen hintereinander in die Saison startet, wird das für YB schwierig. Und fast unmöglich wird es, wenn das Selbstvertrauen nicht grösser wird .

"The Soccer Lounge" im Replay auf SPORTAL HD: Hast du die Sendung "The Soccer Lounge" vom Montag, 18. April 2017 verpasst und willst sie noch ansehen? Dann kannst du sie hier im Replay nachschauen! Wir wünschen viel Vergnügen!

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