Bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in Peking holte Matthias Steiner Gold im Gewichtheben. Beim Versuch, diesen Erfolg zu wiederholen, wäre der Deutsche beinahe von seiner eigenen Hantel (196 kg!) erschlagen worden. Sehen Sie selbst...
Steiner hatte beim zweiten Versuch im Reissen 196 kg in die Höhe gestemmt, jedoch das Gleichgewicht verloren. Die Hantel fiel in Steiners Nacken und rollte dann auf seinen Oberschenkel. Steiner blieb am Boden liegen, stand nach kurzer Behandlungszeit jedoch wieder auf, bevor Helfer vor ihm einen Sichtschutz gegen neugierige Blicke postieren konnten.
Kurz darauf gab Steiner den Wettkampf aus gesundheitlichen Gründen auf. Der 29-Jährige klagte über starke Schmerzen im Rücken- und Schulterbereich.
Keine Schäden an der Wirbelsäule
Am Mittwochmorgen wurde Steiner bei einer weiteren Kernspintomographie auf Schäden an der Muskulatur kontrolliert. Schwellungen liessen eine schwerere Verletzung vermuten. Die Untersuchung ergab aber, dass sich Steiner ''nur'' eine starke Muskelverletzung zugezogen hat. Die Wirbelsäule blieb dabei verschont.
Steiner schrieb 2008 ein Sportmärchen, als er seinen Olympiasieg seiner verstorbenen Frau widmete, die ein Jahr zuvor bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Bei der Siegerehrung nahm er ein Foto seiner Frau mit auf das Siegerpodest.
Iraner holt Gold
Gold ging an den favorisierten iranischen Weltmeister Behdad Salimikordasiabi, der seit seinem ersten internationalen Wettkampf bei den Asienspielen 2009 ungeschlagen ist. (Si/dab)
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