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Die neuen, alten Gesichter auf der WTA-Tour
Die neuen, alten Gesichter auf der WTA-Tour
Sam Stosur

Eine Wachablösung der Williams-Schwestern im WTA-Ranking steht nicht unmittelbar bevor. Aber die French Open mit überraschenden Halbfinal-Affichen ohne osteuropäische Vertretung haben offenbart, dass sich viele ehemalige Spitzenkräfte aktuell sehr schwertun und immer öfters Aussenseiterinnen die Rolle der Titelkandidatinnen übernehmen. Wir stellen die (meist älteren) Aufsteigerinnen vor.

Samantha Stosur

Eigentlich sind Grosserfolge von australischen Tennisspielern auf Sand
eher eine Rarität. Ihre Lieblingsunterlage ist hart oder (Rasen)-grün. Dies gilt indes
nicht für Samantha Stosur. Der grossgewachsenen Athletin mit ansehnlichen
Muskelpaketen behagt das Spiel auf Asche. Auf der technisch und physisch
anspruchsvollen Unterlage kommen ihre Aufschlagsstärke und hervorragende Athletik
am besten zum Tragen. Schon im Vorjahr hatte sie in Roland Garros mit einer
Halbfinal-Qualifikation überrascht.

Dieses Jahr erreichte die 26-Jährige sogar das Endspiel, u.a. nach Siegen gegen die
Turnierfavoritinnen Henin und Serena Williams. Die letzte Australierin, die vor
Samantha in einem Endspiel eines Grand- Slam-Events stand, war Wendy Turnbull
bei den Australian Open 1980. Ihre Siegesserie auf der roten Erde (Saisonbilanz
2010: 18:3-Siege) führt Samantha Stosur auf ihr überlegtes und ruhiges
Spiel zurück. "Früher war ich viel zu ungeduldig und reagierte oft zu emotional",
sagt Stosur. Um immer ruhig zu bleiben, trägt sie heute ein Schweissband am linken
Handgelenk, auf dem die Wörter "Compusure" (Selbstbeherrschung) und
"Attitude" (Haltung) stehen. "Dieser Kniff hilft mir, mich auf dem Platz immer richtig
fokussieren zu können."

Dass ihr in Paris am Ende Schiavone vor der Sonne stand, bedauerte Stosur zwar,
"aber tragisch ist es nicht". Die frühere Spitzen-Doppelspielerin (22 Turniersiege),
die in ihrer Freizeit am liebsten mit ihrem Hund Billy zuhause am Strand der
Gold Coast herumtollt, freut sich vielmehr über jeden einzelnen Matcherfolg. Denn
noch vor zwei Jahren war sie nicht sicher, ob sie überhaupt je wieder Spitzensport
betreiben könne. Nach einem Zeckenbiss 2007 litt sie an einer schweren Borreliose-
Erkrankung, konnte sich damals in ihrem Eigenheim in Brisbane kaum vom Wohnzimmer in die Küche oder das Schlafzimmer bewegen, "so schwach und kraftlos
fühlte ich mich". Erst im Frühjahr 2009 attestierten ihr die Ärzte eine vollständige Genesung. Dass sie heute die Nummer 7 der Welt ist, schreibt sie nicht zuletzt ihrer
enormen Willensstärke zu. "Im Privatleben kann diese Eigenschaft für das Umfeld
manchmal etwas anstrengend sein", meint die Junggesellin. "Aber im Sport ist
sie Gold wert."

Mit viel Ehrgeiz strebt "Sammy", wie sie von Freunden genannt wird, noch dieses
Jahr ihren ersten Grand-Slam-Titel im Einzel an. Sowohl in Wimbledon als auch
bei den US Open rechnet sie sich gute Chancen aus. Im Doppelwettbewerb durfte sie in New York 2005 an der Seite von Raymond schon einmal die Siegestrophäe in Empfang nehmen, in London stand sie immerhin bereits zweimal im Final.

Flavia Pennetta

Mitte Oktober 2009 schaffte die 28-jährige aus Brindisi als erste Italienerin
den Sprung in die Top 10. Nur wenige Wochen später sicherte sie ihrem Heimatland
den prestigeträchtigen Fed-Cup-Titel und avancierte damit zur Nationalheldin im
sportverrückten Italien. Im Ausland machte sich Flavia Pennetta vielmehr als Freundin des spanischen Frauenschwarms Carlos Moya und mit ihren sexy Auftritten neben den Courts einen Namen. Weltweit für Schlagzeilen sorgte die im schweizerischen Verbier
wohnhafte Modellathletin 2009 mit einemsehr offenherzigen Interview in einem britischen TV-Sender. So verriet sie u.a., dass sie schon auf allen Court-Unterlagen und im Flugzeug Sex gehabt habe. Heftige Diskussionen löste ihre Aussage aus, dass
einige Tennisspieler nur zum Spass ab und zu Kokain konsumieren würden. Ihrem
Ruf auf der Tour haben diese Offenbarungen indes nicht geschadet. Die gutgelaunte
und stets freundliche Südländerinzählt im Damencircuit nach wie vor zu den beliebtesten Spielerinnen.

Kimiko Date

Mit 26 Jahren hatte Kimiko Date Krumm trotz eines Wimbledon- Halbfinals gegen Steffi Graf die Nase voll vom Profi tennis. Zu lästig war ihr die ständige Reiserei rund um den Globus geworden. Mit 38 Jahren kehrte die mit dem deutschen Autorennfahrer Michael Krumm verheiratete Japanerin 2009 auf die Tour zurück und sorgte jüngst in Paris mit einem Sieg gegen die ehemalige Weltranglisten- Erste Dinara Safina gleich für eine der grössten Sensationen. Die zierliche Topathletin ist damit die älteste Spielerin, die je ein Top-10-Mitglied besiegen konnte. Auf die Frage, warum sie sich im hohen Sportalter noch einmal dem Spitzentennis verschrieben habe, meinte sie: "Wegen meines Mannes. Er liebt den Sport und auch ganz besonders das Tennis. Er wollte mich unbedingt mal live spielen sehen." Wenn das nicht Liebe ist...

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USER KOMMENTARE
'' @ gehts noch sch**ss pablito wollte eher auf Pablitos Spruch mit Stanic ansprechen. Und darum wurde Pablitos Kommentar nun auch gelöscht. Also an dir "gehts noch": tu du doch zuerst denken bevor du schreibst! ''
Kommentar von gianni zum Artikel
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'' naja, ich denke dass gute amateur Spieler in der gleichen Situation auch solche tore schiessen können.. ''
Kommentar von kauth zum Artikel
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