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Ivanovic: ''Ich sehe das als Kompliment an''
Svenja Mastroberardino
Von Svenja Mastroberardino
redaktion@sport.ch
 
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Sie war die Nummer 1 der Welt und gewann vor drei Jahren die French Open: Ana Ivanovic. Im ersten Teil des grossen Exklusiv-Interviews mit sport.ch spricht die 23-Jährige über ihre schwierige Saison, ihr Verhältnis zu Novak Djokovic und erzählt von ihrer Kindheit während dem Krieg.

sport.ch: Ana Ivanovic, sie schieden bei den French Open bereits in der Startrunde aus. Wie sehr hat dieser Rückschlag geschmerzt?

Weiterführende Links:
 
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  Kalender
 

Ana Ivanovic: Das war offensichtlich ein sehr schlechtes Turnier für mich und um ehrlich zu sein, eine der grössten Enttäuschungen in meiner Karriere. Vor allem deshalb, weil ich dieses Turnier so liebe. Die Vorbereitung war aufgrund meiner Handgelenksverletzung nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Im Match hat mich das allerdings überhaupt nicht behindert. Das Problem ist, dass ich die ganze Saison über den Rhythmus nicht gefunden habe. Ich bin aber motivierter denn je, denn es gibt noch so viel, worauf ich mich freuen kann.

Trotz ihrem frühen Ausscheiden: Dank Novak Djokovic, Jelena Jankovic und ihnen boomt der Tennissport in Serbien. Wie muss man sich das vorstellen?

Tennis ist in Serbien momentan in der Tat unglaublich populär. Ich muss immer lächeln, wenn ich in Belgrad auf den Strassen Kids mit Rackettaschen herumlaufen sehe. Die Stimmung bei Fed Cup und Davis-Cup-Begegnungen ist jeweils fantastisch. Die Leute in Serbien unterstützen uns Tennisspieler enorm.

Können Sie sich noch unerkannt bewegen?

Leider ist es für mich fast unmöglich, unerkannt durch die Strassen zu gehen. Aber ich sehe das Ganze als Kompliment. Ich versuche, auch Foto- und Autogrammwünsche wenn irgendwie möglich zu erfüllen.

Sie leben seit einigen Jahren in der Schweiz. Was vermissen Sie am meisten an Ihrer Heimat?

Ganz klar meine Familie. Meine Mutter hat ein grosses Opfer gebracht, als sie während meiner Juniorenzeit wegen mir ihren Job aufgegeben hat, um mit mir reisen zu können. Meinen Vater und meinen Bruder vermisse ich sehr, sie wohnen noch in Belgrad. Sie kommen natürlich so oft wie es geht an meine Turniere, wir haben ein sehr enges Verhältnis.

Gehen Sie noch oft zurück nach Serbien?

Mittlerweile leider nicht mehr so oft wie früher. Meistens nur zweimal im Jahr, ausser ich spiele noch Fed Cup. Es ist eher so, dass meine Familie zu meinen Turnieren reist oder mich in Basel besucht.

Sie sind gut mit Novak Djokovic befreundet. Wie haben Sie sich kennengelernt?

Das ist eine wirklich lustige Geschichte! Wir haben uns das erste Mal getroffen, als wir vier Jahre alt waren. Wir waren beide mit unseren Familien in den serbischen Bergen im Skiurlaub. Danach sind wir im Tennis sozusagen zusammen aufgewachsen - wir haben uns immer wieder bei Juniorenturnieren getroffen.

Sehen Sie sich oft?

In diesem Jahr haben wir viel Zeit miteinander verbracht, da wir zu Beginn der Saison zusammen den Hopman Cup in Perth gespielt haben. Unsere Teams verstehen sich blendend und so kam es, dass wir am Abend auch ab und zu zusammen ausgegangen sind.

Sie waren bei den Australian Open auch in der Box von Novak.

Genau. Ich bin nach meinem Ausscheiden in Australien geblieben um zu trainieren und habe mir die Spiele von Novak angeschaut. In Indian Wells war er dann bei meinen Spielen dabei. Er ist wirklich ein sehr witziger Typ und wir verstehen uns hervorragend.

Sie kamen mit 12 Jahren in die Schweiz, um ihre Karriere weiter voranzutreiben. Wie wichtig war dieser Schritt für Sie?

Sehr wichtig! Es war definitiv eine der wichtigsten Entscheidungen, die ich in meinem Leben bisher getroffen habe. Leider gab es in Belgrad keine optimalen Infrastrukturen, um als Profi trainieren zu können. Als ich 12 Jahre alt war, kam das Angebot, in die Schweiz zu ziehen. Ich wusste sofort, dass ich diese Chance packen muss. Auch meine Familie stand hinter mir. Wir waren alle der Meinung, dass es der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt ist.

Sie wuchsen während dem Krieg auf. Wie erlebten Sie diese Zeit?

Wenn ich jetzt so zurückschaue muss ich sagen, dass es wirklich nicht einfach war. Aber wir sind alles positiv denkende Menschen und machten das Beste aus der Situation. Nichtsdestotrotz waren die Tage der Bombadierungen sehr beängstigend. Meine Eltern haben meinen Bruder und mich aber so gut es ging beschützt, wir waren ja noch sehr jung. Wir wussten beide nicht so recht, was da eigentlich lief.

Wie unbeschwert konnten Sie damals trainieren?

Dank der Unterstützung meiner Eltern konnten wir relativ problemlos trainieren. Meistens am Morgen, vor den Luftangriffen. Der Krieg war für alle sehr hart, aber für mich war das ja nur ein kleiner Teil meiner Kindheit.

Von Svenja Mastroberardino

Hinweis: Im zweiten Teil des grossen sport.ch-Exklusiv-Interviews spricht Ana Ivanovic über den grossen Druck, den sie sich selbst auferlegt und verrät, wer in der Kindheit ihr Idol war. Ausserdem macht die 23-Jährige Serbin ein Geständnis.

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