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Federer: ''Es war eine sehr harte Woche''

Roger Federers Traum vom zweiten Triumph in Roland Garros ist im Halbfinale geplatzt. Bei schwierigen Bedingungen musste er sich Novak Djokovic geschlagen geben, "der heute einfach besser war als ich." Für den Final sieht er Rafael Nadal klar im Vorteil.

"Ich bin heute auf einen Gegner getroffen, der besser war als ich", fasste Federer das Geschehen kurz nach Spielende zusammen. "Mir ist es nicht gelungen, über längere Zeit ein solides Match zu spielen", so der 16-fache Grand-Slam-Champion weiter. Es gebe aber keine Entschuldigung für diese Niederlage, denn: "Ich hatte meine Chancen."

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Federer mit zu vielen Fehlern

Beim Schweizer lief aber nicht allzu viel zusammen, er machte insgesamt 46 unerzwungene Fehler. "Ich hatte Mühe, den Ball länger im Spiel zu halten, obwohl ich sicher nicht schlecht gespielt habe. Hätte ich den zweiten Satz gewonnen, das Match wäre womöglich ein ganz anderes geworden", analysierte der Baselbieter.

Federer sprach von einer "insgesamt harten Woche", wobei er wohl das gesamte Turnier meinte. In der Tat: Er agierte von Beginn weg ungewohnt fehlerhaft, gab gegen Aussenseiter wie Adrian Ungur, Nicolas Mahut oder David Goffin mehrere Sätze ab und liess mehrmals Zweifel an seiner Form aufkommen.

"Ich war bestimmt nicht in Top-Form während dieser Sandsaison", gab Federer denn auch  zu. Er habe sich vor dem Halbfinal aber besser gefühlt als noch zu Beginn des Turniers. Als es dann gegen die Weltnummer 1 ging, fehlte es aber auch am nötigen Selbstvertrauen. "Ich habe mir unzählige Fragen gestellt, aber irgendwann musste ich damit aufhören und einfach spielen", lässt Federer tief blicken.

Federer bestätigte offenbar auch die Gerüchte, wonach er in den vergangenen zwei Monaten Probleme mit seiner Hüfte gehabt habe. Diese Beschwerden hätten in Paris aber abgenommen.

Federer: ''Nadal ist klarer Favorit''

Im Endspiel kommt es Djokovic mit dem unbestrittenen "King of Clay" Rafael Nadal zu tun. Bezüglich Ausganglage hat Federer eine klare Meinung. "Nadal ist der haushohe Favorit." Das sieht übrigens auch der Serbe nicht anders, der noch beim Platzinterview auf französisch dem Spanier die Favoritenrolle in die Schuhe schob.

Noch denkt Djokovic aber nicht an den Final. "Ich werde diesen Sieg jetzt erstmals geniessen, bevor ich mich damit auseinandersetze", so ein sichtlich gelöster Djokovic. Der 25-Jährige zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Spiel und darf weiterhin vom Grand Slam träumen.

Würde der dreifache Australian-Open-Sieger auch Nadal bezwingen, hätte er alle vier Majors in Folge gewonnen. Etwas, das Nadal und Federer (bislang) verwehrt blieb...

Von Svenja Mastroberardino

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