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''Djokovic plagen persönliche Probleme''
Svenja Mastroberardino
Von Svenja Mastroberardino
@sport.ch
 
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Steckt Novak Djokovic tatsächlich in einer Krise? Diese Frage wird in den Medien derzeit intensiv diskutiert. Nun meldet sich auch seine Jugendtrainerin Jelena Gencic zu Wort, die überzeugt ist, dass den Serben persönliche Probleme plagen.

"Ich bedaure es, dass Nole keine Medaille gewinnen konnte", lässt sich die ''Entdeckerin" von Djokovic in diversen Medien zitieren. "Ich hätte dieses Resultat bei den Olympischen Spielen nicht erwartet. Nole hat definitiv persönliche Probleme, die er nicht darlegen möchte", so Gencic.

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Die 76-Jährige glaubt, dass Djokovic ausserdem etwas ausgelaugt sei. "Es ist nicht einfach, jede Woche dasselbe zu tun, die Koffer zu packen und zum nächsten Ort zu reisen", erklärt Gencic. "Ich bin etwas irritiert, weil er immer wieder betont, dass er müde ist. Er muss herausfinden, ob es physische oder mentale Müdigkeit ist."

''Djokovic ist nicht auf der Höhe''

Doch kann man beim 30-fachen Turniersieger, der in dieser Woche beim Masters in Toronto an den Start gehen wird, wirklich von einer Krise sprechen? "Djokovic scheint momentan nicht ganz auf der Höhe zu sein", sagt sport.ch-Tennisexperte Michel Kratochvil.

"Ausschlaggebend war für mich das Bronzespiel gegen Juan Martin del Potro. Djokovic war dort nicht mit letzter Konsequenz dabei", erklärt der ehemalige Davis-Cup-Spieler.

Diese Entwicklung sei aber "normal", führt Kratochvil weiter aus. "Tennismässig war es kein grosser Unterschied zu den anderen drei Spielern, es war vor allem ein mentales Problem. Das war jedoch zu erwarten, denn es wäre unmenschlich gewesen, wenn Djokovic sein unglaubliches Niveau hätte halten können."

Spannender Kampf an der Spitze

Für Kratochvil ist das Kräftemessen an der Spitze derzeit so spannend wie lange nicht mehr. "Die Top 4 sind näher zusammengerückt. Murray hat mit seinem Olympiasieg noch mehr Selbstvertrauen getankt, Roger hat zuletzt ebenfalls sehr gut gespielt. Ich hoffe, dass Nadal seine Probleme in den Griff bekommt und eine gute zweite Saisonhälfte spielt", so der Berner.

Für Kratochvil ist klar: "Djokovic ist weiterhin einer der Topfavoriten auf den US-Open-Titel. Die derzeitige Entwicklung ist gut für den Tennissport. Wer weiss, vielleicht kommt ja noch jemand Neues dazu? Juan Martin del Potro zum Beispiel. Die Bronzemedaille war enorm wichtig für ihn. Spielerisch war er schon immer gut, mental hatte er allerdings Probleme. Dieser Erfolg könnte eine befreiende Wirkung haben."

Von Svenja Mastroberardino

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