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Respekt vor Stan - nicht erst seit Sonntag
Svenja Mastroberardino
Von Svenja Mastroberardino
redaktion@sport.ch
 
Kommentar Kontakt Artikel versenden Artikel drucken
Respekt vor Stan - nicht erst seit Sonntag
Wawrinka: Es gibt eben nicht nur Federer

Am Sonntag sind wir Zeuge des mit Abstand besten Matches der bisherigen Saison geworden. Was Stanislas Wawrinka und Novak Djokovic den Fans in der Rod Laver Arena boten, war jenseits jeglichen Superlativs.

Einen Verlierer hatte diese Partie nicht verdient - und doch war es am Ende Stan, der nach heroischem Kampf mit Tränen in den Augen seinem Gegner am Netz gratulieren musste.

Vielleicht war es der beste Match in der Karriere des Stanislas Wawrinka. Mit seinem beherzten und bisweilen entfesselten Auftritt hat er unzählige Zuschauerherzen dazu gewonnen. Im fünfstündigen Tenniskrimi hatte Wawrinka die ganze Breite seines Repertoirs gezeigt und mit seinem erfrischenden Spiel selbst Experten verblüfft.

Auch hierzulande war die Leistung des Romands Thema Nummer 1 in den Medien. Kein Wunder: Wer die Nummer 1 der Welt an den Rand einer Niederlage zwingt und dabei sein Herz in die Hand nimmt wie Stan dies tat, hat die Schlagzeilen verdient. 

Spätestens am Montagmittag wird aber wieder Roger Federer in den Mittelpunkt rücken. So war es und wird es immer bleiben, solange ''King Roger'' noch sein Racket schwingt. Daran hat sich Wawrinka längst gewöhnt - und doch ist es nicht ganz fair.

Wir sollten uns schon längst - nicht erst seit Sonntag - bewusst sein, über welch starke Nummer 2 die Schweiz verfügt. Ein Spieler, der seit über fünf Jahren ununterbrochen den Top 30 der Welt angehört, hat mehr Respekt verdient. Das Thema ist nicht neu - aber aktueller denn je.

Noch nie habe ich während eines Matches so viele SMS und WhatsApp-Nachrichten erhalten wie am Sonntag. Der Tenor: Stan kann ja unglaubliches Tennis spielen. Natürlich zeigt er dies nicht immer, aber neu ist diese Tatsache nicht. Stan hat in den letzten Jahren immer wieder grosse Matches gezeigt - der nötige Respekt wurde ihm aber nur selten entgegengebracht.

Vielleicht hat es neben dem alles überstrahlenden Federer damit zu tun, dass Wawrinka ein eher zurückhaltender Zeitgenosse ist. Vielleicht auch damit, dass er kaum Deutsch spricht und es bei uns deshalb ohnehin schwer hat, populärer zu sein. 

Ich finde, dass Wawrinka mehr Unterstützung verdient. Eine erste Gelegenheit, ihm diese zu gewähren, bietet sich am ersten Februar-Wochenende. Dann, wenn die Schweiz im Davis Cup in der ersten Runde auf Tschechien trifft.

Nach der Absage Federers harzt der Vorverkauf, kein Vergleich zum Tamtam, welches im vergangenen Jahr vor der Begegnung gegen die USA gemacht wurde. Dabei war es der Romand, der das Team in den letzten Jahren nie im Stich gelassen und selbst beschwerliche und zeitlich ungünstig gelegene Reisen auf sich genommen hat.

Stan kann und wird uns in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten. Wohl auch noch dann, wenn Federer sein Racket längst in die Ecke gestellt hat. Es wäre an der Zeit, ihm die nötige Wertschätzung zu schenken. Wawrinka ist ein grossartiger Spieler - nicht erst seit Sonntag.

Kommentar von Svenja Mastroberardino

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