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TENNIS
Der Sandkönig im Interview
Nadal über den verlorenen Final, seine Motivation und das Jahr 2017
13.02.2017, 19:30
Von Lucas Orellano
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Lucas Orellano

Manchmal muss man sich schon wundern. Da gibt Rafael Nadal eine Woche nach den legendären Australian Open 2017 ein einstündiges Interview, in dem er über den verlorenen Final, das Verdauen von Niederlagen, Motivation, seine neu gegründete Akademie und sein Team sinniert. Stoff genug für mindestens vier Artikel. Und was greift die internationale Sportpresse auf? Eine etwas verlegene und offensichtlich nicht wirklich ernst gemeinte Antwort auf die Frage “Willst du Präsident von Real Madrid werden?”

 

 

 

Dabei gab Rafa viel gehaltvollere Antworten. So zum Beispiel zu den Australian Open. Der Interviewer fragte Nadal, wie man solche Niederlagen wie im Australian-Open-Final verdaut: “Du hast gut gespielt, aber trotzdem verloren.” Nadal antwortete: “Wenn ich ehrlich bin, denke ich nicht viel darüber nach. Ich bin zufrieden mit meinem Resultat. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.” - und das schien er auch so zu meinen. Eine durchaus erstaunliche Aussage, die keineswegs aufgesetzt schien. Schon in seiner kurzen Rede an der Siegerehrung in Melbourne hatte sich Nadal den Umständen entsprechend wenig enttäuscht gezeigt. Er lobte die taktische Ausrichtung Roger Federers, der sich optimal auf seine Spielweise eingestellt habe. “Ich hätte auch gewinnen können, aber Federer war ein bisschen besser und hat die Partie in die Hand genommen”, so Nadal im Interview, um auf den fragenden Blick des Journalisten dann gleich nachzudoppeln: “Das sage ich von Herzen, das ist nicht einfach nur so dahergesagt. Klar, will ich gewinnen, aber ich bin schon so lange auf der Tour, mich macht es schon glücklich, wenn ich mich gut fühle, wenn ich merke, dass ich mit den anderen mithalten kann. Und das ist mir gelungen. Ich habe gut gespielt und mich auf einem hohen Level bewegt.”

Mir gefiel der Halbfinal besser, als der Final, in dem die Hälfte der Ballwechsel nur zwei Schläge lang waren


Lange Ballwechsel statt aggressive Taktiken

Angesprochen auf die jüngere Spielergeneration sagte Nadal: “Die junge Generation spielt sehr aggressiv und schlägt die Bälle hart. Das ist die Entwicklung im Tennis. Das ist spektakulär und gefällt den Leuten.” Der Halbfinal gegen Dimitrov habe ihm aber viel besser gefallen, als der Final, in der die Hälfte der Ballwechsel nur zwei Schläge lang gewesen seien. Das taktische Spiel, das sich teilweise auch etwas hinziehen kann, behage ihm mehr. Ironischerweise ist natürlich Federer, der im Final überaus aggressiv agierte, einiges älter als Dimitrov.

 

 


Noch nie genug von Tennis gehabt

Im doch auch schon reiferen Sportleralter von 30 Jahren scheint Nadal noch wenig Abnutzungserscheinungen zu spüren. Er habe noch nie genug von Tennis gehabt. Wenn er sich nicht so gut fühle, dann sei das wegen seiner Nervosität. “Die Nase voll hatte ich noch nie.” Und auch die Handgelenkverletzung im letzten Jahr habe ihn nie dazu gebracht, an den Rücktritt zu denken. Er fühle sich körperlich und mental topfit: “Australien war gut: Brisbane (wo er in die Viertelfinals kam, Anm. d. Red.), die Australian Open… 2017 könnte ein gutes Jahr werden.” Dass Nadal noch nicht genug hat, zeigt auch, dass er seinen Trainerstab weiterentwickelt: Nach der Hinzunahme von Carlos Moya Ende letzten Jahres kündigte Toni Nadal, seit Juniorenjahren Rafas Coach, an, sich aus dem Team zurückzuziehen.

 

 

 

Die Tennis-Akademie auf Mallorca

Über Carlos Moya sagte die Weltnummer 6: “Carlos ist ein guter Freund. In meine Anfangszeit war er sehr wichtig für mich, als ich noch sehr jung war. Ich habe als Teenager oft mit ihm trainiert.” Mehr noch als für andere Spieler scheint es für Nadal wichtig zu sein, Vertrauen in die Leute um ihn herum zu haben. “Carlos kenne ich schon lange gut. Er ist eigentlich gar kein Neuer im Team.”

Die positiven Erfahrungen, die Nadal in seiner Jugend gemacht hat, will er weitergeben. Die Gründung einer Tennis-Akademie in Manacor, seiner mallorquinischen Heimat, ist für ihn ein Weg dazu. "Wird sie dein Hauptprojekt sein, wenn du dereinst zurücktrittst?", wird Nadal im Interview gefragt. "Das kann ich nicht sagen", antwortet dieser. "Aber sie ist sicher sehr wichtig für mich. Darin steckt viel Arbeit. Wir haben viele Jahre gebraucht, bis wir sie realisieren konnten." Wie wichtig für Nadal das vertraute Umfeld ist, lässt sich auch daran sehen. Er hat Wert darauf gelegt, dass die Akademie in Manacor liegt, "da komme ich immerhin her."

 

Die meisten Kinder, die an die Akademie kommen, werden sich auf der Tour nicht durchsetzen

 

Seinen Realismus hat der ewige Rivale von Roger Federer auch nicht verloren. Auf ein etwas verdutztes Nachhaken des Interviewers entgegnet er: "Die meisten Kinder, die an die Akademie kommen, werden sich auf der Tour nicht durchsetzen. Darum ist eine gute Ausbildung wichtig. Wir möchten sie auch für die Universität vorbereiten." 

 

 

Aber wie geht es für Nadal selber weiter? Hungrig auf weitere Titel, auch auf der höchsten Stufe, ist er noch. Was aber nicht bedeutet, dass er sich nicht auch gelegentlich ausruhen muss. Wie die meisten Topspieler ruht er sich momentan von den Strapazen in Down Under aus und verzichtet auf die Teilnahme am ATP-500-Turnier von Rotterdam. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass er in Dubai wieder ins Geschehen eingreifen wird. Und nach dem Bogen über Nordamerika (Indian Wells, Miami) folgt bald die europäische Sandsaison mit dem Höhepunkt Roland Garros - wo der King of Clay, der das French Open als "das wichtigste Turnier meiner Karriere" bezeichnet, zum Favoritenkreis gehören wird.

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