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08.02.2012 Achtung, Shaq: Alles scheint perfekt, aber...![]() Xherdan Shaqiri: Der Schein könnte trügen Xherdan Shaqiris Wechsel von Basel nach München ist einer der spektakulärsten der helvetischen Fussballgeschichte. Der Schweizer FCB erhält 15 Millionen Franken, der Deutsche FCB sichert sich die Dienste des Supertalents für die nächsten vier Jahre. Noch bevor ''Shaq'' überhaupt weg ist, wird heiss diskutiert: Ist die Konkurrenz mit Robben und Ribéry nicht zu gross? Ist die Bundesliga die richtige Liga? Stimmt der Zeitpunkt des Transfers? Wäre er nicht besser länger bei Basel geblieben? Kann er dem Druck standhalten? Hätte er schon früher gehen können? Zusammenfassend: Ist Bayern der richtige Verein für den ''Zauberzwerg''? Zuerst das beeindruckende Palmarès von Shaqiri: Er ist längst Stammspieler beim FCB, gewann zwei Meistertitel und einmal den Cup. Er wurde mit der U21 Vize-Europameister, war bei der WM 2010 dabei und spielte schon 17 Mal für die A-Nationalmannschaft. 2011 wurde er zum Schweizer Spieler des Jahres gewählt, im gleichen Jahr brillierte er in der Champions League. Sein Rucksack ist mit 20 Jahren schon praller gefüllt als bei vielen Routiniers. Dennoch: Wer davon ausgeht, dass Shaq automatisch durchstarten wird bei Bayern, könnte sich täuschen. Die Voraussetzungen scheinen perfekt, aber... ...hatte nicht auch Hakan Yakin viel Erfahrung, als er 2004 zu Stuttgart wechselte? ...wechselte der kampfstarke Dzemaili nicht in die für ihn optimale Premier League (Bolton Wanderers)? ...musste sich Gavranovic nicht auch gegen grosse Konkurrenz bei Schalke behaupten? ...wollte Ben Khalifa beim aufstrebenden Wolfsburg nicht auch sein enormes Talent unter Beweis stellen? ...hatte Seferovic in Florenz nicht optimale Voraussetzungen um durchzustarten? ...schien das Ausbildungsprogramm von Arsenal für Djourou nicht perfekt? ...dachten wir nicht alle, Palermo wäre für den physisch robusten Kasami nur eine Durchgangsstation bei der Eroberung der Serie A? ...schien der sensible Abdi mit Udinese nicht genau den richtigen Klub erwischt zu haben? ...war von Bergen mit seiner Geschwindigkeit nicht prädestiniert für die Bundesliga (Hertha BSC)? ...war Servettes Esteban nicht auch das grösste Schwiezer Talent, als er 2007 zu Stade Rennes wechselte? Das Fazit: Eine Garantie, dass Shaqiri durchstarten wird, gibt es nicht. Es lauern Stolpersteine - und es ist gut möglich, dass sie ihn zu Fall bringen. Noch weiss man nicht, welche dies sein werden. Folgende Probleme könnten auftauchen: Verletzungen, übergrosse Konkurrenz, Trainer die nicht auf ihn setzen, Formtiefs, mobbende Spieler, Anpassungsschwierigkeiten, private Probleme, Unbekannte Spielsysteme und taktische Anweisungen, Druck der Fans, Kampagnen von Boulevardblätter, und, und, und. Viele junge Schweizer Spieler in der Vergangenheit schafften es (noch) nicht, allen Problemen zu trotzen. Sie fielen, schafften es aber nicht mehr, richtig aufzustehen. Irgendwann wird auch Shaqiri Schwierigkeiten bekommen, sein märchenhafter Aufstieg der letzten Jahre wird nicht im gleichen Stil weitergehen. Die entscheidende Frage ist: Wie geht er mit Rückschlägen um? Bleibt er im Kopf so stabil? Selbstbewusst und doch bescheiden? Ist er kritikfähig und bereit, aus Fehlern und Erfahrungen zu lernen? Kann er seine Unbekümmertheit auch in einigen Jahren behalten? Schliesslich: Hat er das Glück, auf gute Trainer, Mitspieler und Fans zu treffen? Und: Bleibt er von schlimmeren Verletzungen verschont? Die Aussichten sind gut, dass Shaqiri bald ein ganz Grosser wird - nicht nur bei uns, sondern auch auf der ganz grossen Fussballbühne. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht... Von Mathias Germann |
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naja, ich denke dass gute amateur Spieler in der gleichen Situation auch solche tore schiessen können..





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