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11.05.2012 ''Ein Boykott wäre die einzige Möglichkeit''![]() Kratochvil: ''Ich kann Nadal verstehen'' Hoi zäme Ihr habt es bestimmt alle mitbekommen, der blaue Sand in Madrid sorgt seit Tagen für rote Köpfe. Die ganze Diskussion hat mit dem Ausscheiden von Rafael Nadal noch grössere Dimensionen angenommen - ''Rafa'' droht zusammen mit Novak Djokovic mit Boykott, sollten die Bedingungen im nächsten Jahr nicht anders sein. Ich kann die Spieler absolut verstehen. In diesem Fall hat der Turnierdirektor Ion Tiriac den wirtschaftlichen Aspekt klar vor das Wohl der Spieler gestellt. Auch wenn der Rumäne in der Vergangenheit vieles für den Tennissport geleistet hat, in diesem Fall ist er wohl zu weit gegangen. Die Publicity war ihm mit dieser Änderung gewiss - doch damit hat er die Spieler vor den Kopf gestossen. Weshalb gibt es eine Spielervereinigung bei der ATP, wenn sie bei solch grundlegenden Entscheidungen übergangen wird? Ich habe mich anlässlich der Hockey-Finalissima zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions noch mit Roger getroffen. Er äusserte sich damals schon sehr kritisch über den Belag in Madrid. Er hat das Thema von sich aus angesprochen - der blaue Sand war also schon Wochen vor Turnierbeginn in den Köpfen der Spieler drin. Roger wusste damals schon, dass die Courts rutschig sind. Offenbar muss das jemand getestet haben und diese Information ist dann durchgesickert. Man wusste also, dass die Unterlage nicht in Ordnung ist, hat das Ganze aber dennoch "durchgestiert." Was ich nicht verstehen kann: Weshalb gab es nicht einen richtigen Testlauf? Man kann ja auch nicht einen Formel-1-Boliden im Windkanal testen und dann direkt damit einen Grand Prix bestreiten. Es wäre klug gewesen, beispielsweise ein Challenger auf diesem neuen Sand durchzuführen. Das Problem liegt auf der Hand: Die Turnierorganisatoren wollen ihre Events so gut wie möglich vermarkten. Dabei versucht man natürlich, innovativ zu sein und probiert wie jetzt in Madrid etwas Neues aus. Die Spieler selbst sind solchen Änderungen momentan aber ausgeliefert. Die einzige Möglichkeit, dagegen vorzugehen, wäre ein Boykott. Doch das ist in der heutigen Zeit fast unmöglich, man denke da nur schon an die Sponsoren. Ausserdem brauchen die Akteuere in den hinteren Ranglistenregionen das Geld. Es ist also nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Turniere und die Spieler sitzen eigentlich im selben Boot, aber leider meist an unteschiedlichen Enden. Ich bin gespannt, wie es mit dem Turnier in Madrid weitergehen wird. Denn es kann ja nicht das Ziel sein, Top-Spieler wie Nadal und Djokovic zu verlieren. Übrigens: Rein optisch gefällt mir der Sand nicht. Immerhin: So schlecht wie jener beim Davis Cup in Fribourg scheint er nicht zu sein ;) Bis zum nächsten Mal! Michel Kratochvil Michel Kratochvil ist ein ehemaliger Schweizer Tennisprofi und war 2002 die Nummer 34 in der ATP-Weltrangliste. In seiner Karriere stand der heute 32-Jährige regelmässig für das Schweizer Davis-Cup-Team im Einsatz und erreichte zwei ATP-Finals. Seit seinem Rücktritt 2007 widmet sich der Berner seiner eigenen Tennis Academy (www.kratochvil-academy.ch). Hinweis: Haben Sie einen Vorschlag für ein Thema, welches Michel Kratochvil in seinem nächsten Blog aufgreifen soll? Schreiben Sie ihre Idee unten ins Kommentarfeld oder schicken Sie uns eine E-Mail an redaktion@sport.ch. |
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Falcao = 62,5 Millionen CHF ? Mit was fuer einem Wechselkurs rechnet ihr da auf der Redaktion ?!?
Offiziell 40 Mio Euro ( plus 7 Mio Euro Praemien falls... ! )
Macht doch nie und nimmer 62.5 Mio CHF Jungs?!!





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