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18.11.2017
Live im Ticker: Wer folgt Sensationsmann Goffin in den Final?
18.11.2017
Federer verliert sensationell gegen Goffin
Wimbledon London
SP
Pkt
1
2
3
4
5
esp
G. Muguruza
0
0
0
7
6
x
x
usa
V. Williams
0
0
0
5
0
x
x
Centre Court | Finale
Ende
G. Muguruza
Ranking:
2
Geburtsd.:
08.10.1993
Grösse:
1.82 m
Gewicht:
73 kg
Bilanz:
47-20
Preisgeld:
US$ 14.862.622
V. Williams
Ranking:
5
Geburtsd.:
17.06.1980
Grösse:
1.85 m
Gewicht:
73 kg
Bilanz:
38-14
Preisgeld:
US$ 38.853.489
 
Letzte Aktualisierung: 02:20:10
Muguruza
Williams
Abschied
 
Mit dem (geistigen) Bild einer strahlenden Siegerin Garbine Muguruza, die in der Weltrangliste ab Montag auf Platz fünf stehen wird, wollen wir uns nun aber aus Wimbledon verabschieden. Wobei das natürlich nur für das Turnier der Damen gilt - denn das Herrenfinale zwischen Marin Cilic und Roger Federer steht uns morgen natürlich noch bevor. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und Danke fürs Mitlesen - Cheers, Thanks and see you back in London!
Statistik
 
Die Zahlen dieses Matches erzählen auf jeden Fall zwei sehr unterschiedliche Geschichten. Denn so ausgeglichen der erste Satz noch verlief (Breakchancen auf beiden Seiten, keine Aufschlagverlust bis zum 5:5), so schief ging die Sache für Williams im zweiten: Zu ihren zahlreichen leichten Fehlern gesellte sich aber auch eine immer mutiger aufspielende Garbine Muguruza, die dieses Endspiel am Ende völlig verdient für sich entschied.
Fazit
 
Nach ihrer Betreuerin Conchita Martinez ist Garbine Muguruza also die zweite spanische Dame, die dieses Turnier gewinnen kann - und die sich ganz nebenbei auch noch ihren zweiten Grand-Slam-Titel sichert. Unsere Glückwünsche gehen raus an die Spanierin - aber natürlich auch unser Respekt vor zwei fabelhaften Turnierwochen auf Seiten von Venus Williams.
7:5, 6:0
Und irgendwie passt das zum gesamten Matchverlauf: Mit einer Challenge verlegt Muguruza Williams' Rückhand ins Aus und gewinnt so eher unspektakulär den letzten Punkt von Wimbledon 2017!
7:5, 5:0
 
Und plötzlich wehrt sich Venus Williams doch nochmal: Zwei erzwungene Fehler bei Muguruza bringen ihr immerhin das 40:30. Bleibt aber noch der dritte Matchball für die Spanierin!
7:5, 5:0
 
Und genau so ergeht es Venus Williams hier heute: Ein weiterer Vorhandkracher der Spanierin ins Eck beschert Garbine Muguruza drei Matchbälle!
7:5, 5:0
 
Das einzige 6:0 in einem Wimbledon-Endspiel hat in den letzten 15 Jahren übrigens Petra Kvitova ausgeteilt - 2014 sah Eugenie Bouchard im zweiten Satz ihres Finales kein Land mehr (davor Venus Williams 2001 gegen Henin).
7:5, 5:0
 
Mit der Rückhand longline und ZU NULL sichert sich Muguruza das dritte Break in diesem Satz und ist auf dem besten Wege, dieses Endspiel mit einem Bagel zu entscheiden. Da darf man schon mal applaudieren.
7:5, 4:0
 
Drei Mal segelt die Rückhand von Williams sonst wohin, drei Mal lässt die Amerikanerin den Kopf einfach nur hängen - 0:40, drei weitere Breakchancen für Garbine Muguruza!
7:5, 4:0
 
Kein Problem für Garbine Muguruza, die die schwerlich aufrückende Williams einfach mit der Rückhand cross passiert und so das Spiel zum 4:0 eintütet. Und so langsam kann der Pokal dann wohl graviert werden ...
7:5, 3:0
 
Klare Ursache dafür ist übrigens, dass die Spanierin im zweiten Satz noch keinen einzigen Unforced Error gespielt hat - der erste dieser Art bringt Williams aber das 40:30.
7:5, 3:0
 
Williams Spiel geht mittlerweile völlig aus dem Leim: Muguruza hat wenig Mühe, schnell auf 40:15 zu stellen.
7:5, 3:0
 
Und jetzt darf man wohl so langsam doch von einer Vorentscheidung sprechen: Mit einem Passierball auf den Körper zwingt Muguruza Williams zum Fehler beim Vorhandvolley und erspielt sich mit ihrem zweiten Break in diesem Satz die 3:0-Führung!
7:5, 2:0
 
Kein Problem für Garbine Muguruza: Williams' nächsten eher schwach vorbereiteten Netzangriff kontert sie mit der Rückhand longline auf die Linie aus. 30:40 und Breakchance für die Spanierin!
7:5, 2:0
 
Wunderbar, wie die Spanierin dann mit dem Passierball mit der Rückhand cross auf 15:30 stellt - aber Venus kann immerhin per Servicewinner nachlegen.
7:5, 2:0
 
Und vor allem spielt sie unbeeindruckt weiter nach vorn. Sobald Williams mal einen Tick zu kurz wird, ist Muguruza da und punktet mit ihren wuchtigen Grundschlägen. 15:15!
7:5, 2:0
 
Aber den dritten Spielball nutzt Muguruza dann, um das Break zu bestätigen und auf 2:0 zu stellen. Das ist natürlich noch keine Vorentscheidung, aber die Spanierin ist definitiv auf einem guten Weg ...
7:5, 1:0
 
Ist das der berühmte Mut der Verzweiflung? Auf jeden Fall punktet Williams gleich zwei Mal direkt mit der Vorhand und verkürzt auf 40:30 ...
7:5, 1:0
 
Bei Venus Williams häufen sich die unnötigen Fehler leider. Muguruza muss ausser Aufschlagen nicht viel tun, um zum nächsten 40:0 zu kommen.
7:5, 1:0
 
Während Garbine Muguruza versucht, das Break zu bestätigen, sei ein Wort zu den Linienrichtern erlaubt: Eine Glanzleistung liefern die Damen und Herren an den Linien nämlich schon seit zwölf Tagen nicht ab - darüber wird bei der Aufbereitung des Turniers sicher zu reden sein.
7:5, 1:0
 
Nichts ist es mit dem Ass! Muguruza challenged und hat mal wieder Recht, Williams muss über den Zweiten gehen - und serviert den Doppelfehler zum frühen Break für die Spanierin! So macht man das mit dem Hawkeye!
7:5, 0:0
 
Breakball Nummer eins in diesem Satz kann die Spanierin zwar nicht nutzen, es folgt aber gleich der zweite - und auch den wehrt Williams dann ab, diesmal mit einem Ass.
7:5, 0:0
 
Starker Return der Spanierin, Williams kommt zu spät zur Vorhand und verschlägt sie völlig - Vorteil und Breakball Muguruza!
7:5, 0:0
 
Und auch ihren ersten Spielball kann die amerikanischen Grande Dame des Welttennis nicht nutzen. Was Muguruza die Tür bei Einstand natürlich wieder einen Spalt breit öffnet ...
7:5, 0:0
 
Den Frust von der Seele kann sich Venus Williams hier aber noch nicht spielen. denn der erste Aufschlag hakt weiterhin ein bisschen, was Muguruza die Chance zum 30:30 bringt.
7:5, 0:0
 
Weiter geht's mit Satz zwei, Venus Williams serviert als Erste.
Zwischenfazit
 
In einem Match, das eigentlich relativ beschaulich und fehlerbehaftet begann, haben beide Damen gen Ende des Satzes zu ihrem Spiel gefunden und lieferten sich einige hervorragende Ballwechsel. Tatsächlich agieren Williams und Muguruza auf Augenhöhe, sowohl was die Winner (9:13), als auch was die unnötigen Fehler (10:15) angeht - die Spanierin wirkt in den entscheidenden Momenten aber einen Tick frischer und mutiger.
7:5
Wahnsinn! Im längsten Ballwechsel der Partie hämmern beide Damen auf den Ball,als gäbe es kein Morgen - mit dem besseren Ende für Muguruza, die einen Rückhandfehler zum Williams zum Satzgewinn nutzen kann.
6:5
 
Stark von Venus Williams, die den ersten Satzball mit ganz kontrolliertem Spiel und der abschliessenden Vorhand longline abwehrt. Bleibt noch Satzball Nummer zwei ...
6:5
 
Über die Vorhand der Amerikanerin kann Muguruza dann auf 30:15 stellen. Und erspielt sich anschliessend mit einem perfekten (und wahnsinnig glücklichen) Rückhandlob sogar die ersten zwei Satzbälle!
6:5
 
Natürlich passieren beiden Damen hier relativ viele Fehler. Das ist allerdings stark damit verknüpft, wie viel Risiko die Beiden hier gehen - eigentlich ist fast jeder Schlag ein Versuch, den Punkt zu beenden.
6:5
 
Nun darf die Spanierin also tatsächlich selbst zum Satzgewinn aufschlagen. Der erste Punkt geht aber an Venus Williams, die sich Muguruza ausguckt und mit der Vorhand longline passiert.
6:5
 
Bärenstark von Muguruza! Mit viel Geduld bringt sie Williams immer weiter in Verlegenheit, am Ende kann die Amerikanerin dem Druck auf ihre Vorhand nicht mehr Stand halten und verschlägt den Ball um einen guten Meter - Break vor für Garbine Muguruza, die eben noch zwei Satzbälle hatte abwehren müssen!
5:5
 
Williams bewegt sich schlecht, wird von Muguruza auf dem falschen Fuss erwischt und spielt ihre Vorhand aus der Hocke ins Netz - Vorteil und Breakball Nummer drei für die Spanierin!
5:5
 
Die aber auch die Spanierin nicht nutzen kann, weil ihr eine Vorhand komplett entgleitet. Und mal wieder geht es über Einstand.
5:5
 
Per Challenge kommt Muguruza dann sogar zum 15:30. Und Williams kann zwar auch das ausgleichen, sieht sich nach einem weiteren Vorhandfehler aber dann doch einer Breakchance gegenüber.
5:5
 
Per Doppelfehler gibt Williams zumindest schon mal den Punkt zum 15:15 ab. Nervenstark ist anders ...
5:5
 
Mit viel Mühe und nur nach der Abwehr von zwei Satzbällen kann Garbine Muguruza zum 5:5 ausgleichen. Aber nun ist es natürlich an Williams, sich die vergebenen Chancen nicht anmerken zu lassen.
4:5
 
Muguruza arbeitet und arbeitet, macht immer mehr Druck und erzwingt am Ende eine Schusschance im Halbfeld - die sie mit der Vorhand longline zum Vorteil nutzt. Mittlerweile streuen die beiden Damen immer mal wieder richtig schöne Ballwechsel ein.
4:5
 
Und dann kann sich Garbine Muguruza doch mal wieder auf ihren ersten Aufschlag verlassen - der Servicewinner zum Einstand war natürlich auch extrem wichtig.
4:5
 
Satzball Nummer eins kann Muguruza abwehren. Oder sagen wir: Den vergibt Williams gegen eine extrem mutlos wirkende Spanierin. 30:40!
4:5
 
Was ist das denn? Muguruza legt gleich drei leichte Fehler in Serie auf den Court - und wie aus dem Nichts hat Venus Williams plötzlich zwei Satzbälle!
4:5
 
Auch die folgende Vorhand findet das leere Eck und bringt Venus Williams das Spiel zum 5:4 ein. Dieses Aufschlagspiel kann man getrost als kleine Demonstration bezeichnen - und Muguruza steht nun natürlich unter Druck, gegen den Satzverlust aufschlagen zu müssen.
4:4
 
Eine Rahmenrückhand von Muguruza und ein Vorhandwinner lang cross gespielt von Williams bescheren der Amerikanerin das nächste 30:0. Und das vergoldet sie dann auch noch mit ihrem dritten Ass zum 40:0.
4:4
 
Williams returniert zu kurz, Muguruza ist schnell vorn und tütet das Spiel mit einer Rückhand cross aus dem Halbfeld ein - 4:4, alles in der Reihe in Satz eins!
3:4
 
Und diesmal scheint sich eine Breakchance vermeiden zu lassen: Dank einer zu langen Vorhand von Williams geht es schnell zum 40:15 und zwei Spielbällen.
3:4
 
Auch bei Aufschlag Muguruza geht alles wieder seinen gewohnt engen Gang. Die Spanierin muss zwar hart arbeiten, kann aber am Netz auf 30:15 stellen.
3:4
 
Übrigens hat das Aufschlagspiel von Williams eben fast acht Minuten lang gedauert - und damit mehr Zeit als ihre drei vorherigen zusammen.
3:4
 
Ihren vierten Spielball kann Venus Williams dann auch nutzen, um zum 4:3 vorzulegen. Und man bekommt das Gefühl, als hätten sich die beiden Damen ausgeguckt - Chancen zu Winnern ergeben sich kaum noch, es sei denn, sie sind hervorragend herausgespielt.
3:3
 
Und dann mischen sich doch wieder die Nerven ein - wobei Williams ihren Doppelfehler zum Einstand direkt mit einem weiteren Ass zum erneuten Vorteil kontert.
3:3
 
Kein Problem für Venus, die zwei starke erste Aufschläge aneinander reiht und von Vorteil Muguruza auf Vorteil Williams stellt. Das ist schon ziemlich cool von der Amerikanerin ...
3:3
 
Wow! Aus dem Nichts feuert Muguruza eine Rückhand cross auf die Grundlinie, Williams kann kaum reagieren - und die Spanierin hat ihrerseits Breakball!
3:3
 
Und dann wird es strittig. Muguruzas Vorhand wird Aus gegeben, Williams spielt den Ball ins Netz, bevor Asderaki den Ausruf des Linienrichters korrigiert - aber zum Glück für die Amerikanerin gibt es eine Punktwiederholung statt des Punkts für die Spanierin. Die Muguruza aber trotzdem zum erneuten Einstand nutzt ...
3:3
 
Nerven? Ob gut oder schlecht, entscheiden Sie selber: Williams schenkt Muguruza den Einstand per Doppelfehler, reagiert darauf aber mit einem Aufschlagwinner zum Vorteil.
3:3
 
Stark von Muguruza! Die Spanierin hat offenbar auch Lust auf eine Breakchance, spielt Williams mit der Rückhand longline ins leere Eck aus und stellt auf 30:30. Schade nur, dass ihr folgender Rückhandreturn dann doch einen guten Meter zu lang gerät - 40:30 Williams.
3:3
 
Die Amerikanerin bringt sich dann auch noch umgehend und per Doppelfehler selber in Gefahr, punktet aber anschliessend mit einer Vorhand cross und im Volleyduell zum 30:15.
3:3
 
Am Ende kann Garbine Muguruza ihr Service dann doch mit einem Ass und einer guten Vorhand Inside-In halten - und Venus Williams muss sich ärgern, die erste Breakchance des Tages so leichtfertig verschenkt zu haben.
2:3
 
Und den muss man dann eigentlich auch verwerten: Williams schiebt ihren Vorhandschuss aus dem Halbfeld aber zögerlich und ohne Schwung ins Netz. Einstand!
2:3
 
Und da ist der erste Breakball dann auch: Aus der tiefsten Defensive kommend hämmert Venus Williams eine Vorhand kurz cross an der aufgerückten Muguruza vorbei auf die Linie - 30:40, Breakchance für die Amerikanerin!
2:3
 
Das 30:15 egalisiert Muguruza dann mit ihrem nächsten Doppelfehler. Und Williams schielt bei 30:30 sicher schon auf die erste Breakchance ...
2:3
 
Muguruza serviert weiter sehr variabel und punktet diesmal mit dem Kickaufschlag auf Williams' Körper. Die revanchiert sich aber mit einem Punkt über die Rückhand der Spanierin zum 15:15.
2:3
 
Zu Null und in nur 81 Sekunden beendet Williams den Spuk Aufschlagspiel umgehend wieder und legt zum 3:2 vor. Bislang ist das hier ein Duell auf Augenhöhe, dem allerdings noch die spektakulären Momente fehlen.
2:2
 
Ähnliches lässt sich allerdings auch von Venus Williams behaupten. Mit zwei Aufschlagwinnern und einem trickreichen, weil hoch abspringenden Vorhandtopspin erspielt sie sich bei 40:0 schnell drei Spielbälle.
2:2
 
Für den schnellen Spielgewinn zu 15 reicht es aber dennoch. Vor allem, weil Muguruzas erster Aufschlag bestens funktioniert (8/9 gewonnene Punkte).
1:2
 
Aus dem Spiel heraus unterlaufen der Spanierin aber weiterhin zu viele leichte Fehler. Während Williams noch bei einem einzigen Unforced Error steht, hat Muguruza schon deren sechs angesammelt.
1:2
 
Es muss auch mal entspannt gehen. Denkt sich Muguruza auch und serviert zwei astreine Servicewinner nach aussen. 30:0.
1:2
 
Und auch, wenn Williams anschliessend erst den zweiten Spielball nutzen kann: Auch die Amerikanerin wirkt nach nur acht Minuten, als wäre sie im Match angekommen. Was für uns ja nur Gutes bedeuten kann!
1:1
 
Muguruza kann zwar verkürzen, aber Williams stellt dann mit einer überragenden Vorhand Inside-Out auf die Linie doch wieder auf 40:15.
1:1
 
Aber die Spanierin weiss auch, dass sie hier das Tempo bestimmen und Williams ihren Rhythmus kaputt machen muss. Was natürlich einiges an Risiko voraussetzt - was wiederum zu Fehlern führt. 30:0 für Williams.
1:1
 
Spielerisch ist das sogar richtig gut, was Muguruza hier zeigt: Zwei Angriffsbällen mit der Rückhand geht sie hinterher und punktet mit dem Halbvolleystopp zum Spielgewinn. 1:1!
0:1
 
Trotzdem kann die Spanierin zum 30:15 vorlegen und anschliessend mit einem feinen Rückhandvolley die Linie entlang auf 40:15 stellen. Das sieht doch schon gleich viel sicherer aus als in den ersten drei Minuten.
0:1
 
Weiter geht's mit Unforced Errors hüben wie drüben - der erste Doppelfehler von Muguruza kann allerdings gesondert erwähnt werden.
0:1
 
Mit einer knackigen Rückhand longline macht Venus Williams den Sack dann zu und bringt ihren Aufschlag zum 1:0 durch. Mal sehen, ob Muguruza ähnlich wackelig serviert.
0:0
 
Williams wendet sich schon dem Aufschlag bei 40:30 zu, da klaut ihr Muguruza das vermeintliche Ass per Challenge. Aber auch die Punktwiederholung geht an die Amerikanerin - 40:30.
0:0
 
Es ist ein eher wackeliger Auftakt, den die beiden Damen hier auf den Rasen legen. Zwei unnötige Fehler von Muguruza beantwortet Williams mit einem leichten, ins Netz gesetzten Vorhandvolley. 30:30.
0:0
 
Genug gequatscht, das Finale ist eröffnet - Williams serviert nach gewonnenem Münzwurf als Erste!
Chair Umpire
 
Einen Referee gibt es für dieses Finale natürlich auch: Die Ehre, das 131. Endspiel von Wimbledon leiten zu dürfen, wird der Griechin Eva Asderaki teil, die heute ihr siebtes Grand-Slam-Fnale schiedsen wird.
Prozedere
 
Die Royal Box ist gut gefüllt, der Centre Court sowieso. Und in diesem Moment kommen dann auch unsere beiden Hauptdarstellerinnen! Venus Williams betritt den Platz als Erste, gleich gibt es das Erinnerungsfoto, den Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es auch schon losgehen!
Anstehen mit Sahne
 
Und trotz aller Tradition und dem Wunsch nach weisser Spielkleidung ist auch in Wimbledon noch Platz für Spass: Neben einer Royal Box für die englische Königsfamilie pflegt das Turnier nämlich noch jede Menge liebenswürdige Eigenheiten wie das nächtliche Anstehen für Tagestickets, Erdbeeren mit Sahne, die Einteilung in Gentlemen und Ladies (statt Men und Women) oder die längste Sponsorenschaft der Sportgeschichte (Slazenger stellt die Bälle für das Turnier seit 1902!).
Wimbledon
 
Womit wir dann auch schon beim Turnier an sich angekommen wären. The Championships, Wimbledon ist das älteste und wohl auch prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt. Seit 1877 wird auf der Anlage an der Church Road, dem All England Club, auf Rasen gespielt, wobei es mittlerweile um ein Preisgeld von 31,6 Millionen Pfund geht (allein 2,2 Millionen für die Sieger im Damen- und Herreneinzel). Titelverteidigerin war die schwanger aussitzende Serena Williams, Rekordsiegerin ist ebenfalls die Amerikanerin (sieben Titel) - womit Venus zumindest die Chance hat, den Pokal in der Familie zu halten.
Head 2 Head
 
Das dürfte heute aber natürlich etwas anders aussehen, denn Venus Williams wird sich sicherlich wehren. So, wie sie es bereits bei drei von vier Duellen mit Muguruza getan hat: Den direkten Vergleich führt die Amerikanerin nämlich mit 3:1 an, obwohl die Spanierin das letzte Duell (Rom '17 auf Sand) für sich entscheiden konnte.
Turnierverlauf
 
Hier in Wimbledon ist von einer zögerlichen Muguruza bislang übrigens wenig zu sehen gewesen: Meist überrollte die Spanierin ihre Gegnerinnen mit Powertennis, zeigte dabei teilweise ungewohnt starkes Volleyspiel und verlor im gesamten Turneirverlauf nur einen einzigen Satz - im wohl besten Match der gesamten Veranstaltung, ihrem Dreisatzsieg im Viertelfinale gegen die Nummer eins der Welt, Angelique Kerber. Und vor allem ihre Leistung im Halbfinale liess einige Experten staunen - gegen die auf Rasen unheimlich starke Russin Rybarikova verlor Muguruza lediglich zwei Spiele (6:1, 6:1).
Muguruza 2017
 
Wobei das Jahr 2017 für Muguruza alles andere als gut läuft: Einzig beim Masters in Rom konnte sie ein Halbfinale erreichen, alle anderen Turniere endeten trotz guter Gesundheit schon vorzeitig und demnach enttäuschend. Und so ist die in Venezuela geborene und mittlerweile in der Schweiz beheimatete Spanierin heute auch eher vorsichtig, was den ganz grossen Optimismus angeht: ''Ich werde einfach mal gucken, wie sich der Beginn des Matches anfühlt. Und dann meine Taktik ein wenig anpassen. Venus mein Spiel aufzuzwingen wäre zwar schön, aber eben auch unglaublich schwierig.''
Nicht gegen Serena
 
Denn vergessen hat Garbine Muguruza den 11. Juli 2015 natürlich noch nicht. Schliesslich war es ihr erstes Finale bei einem Grand Slam, und dann auch noch auf dem heiligen Rasen von Wimbledon - die glatte Abfuhr, die sie damals von Serena Williams kassierte, schmerzt folglich bis heute. ''Ich habe bis heute nicht vergessen, wie weh es tat, ein Grand-Slam-Finale zu verlieren. Speziell seit meinem ersten Sieg (Paris '16, d. Red). Aber ich weiss auch, dass mein Niveau gestiegen ist und ich mich auf Rasen immer wohler fühle. Und ausserdem spiele ich nicht gegen Serena, sondern gegen Venus'', so die Spanierin nach ihrem Sieg im Halbfinale.
Revanche
 
Und auch, wenn der erste Titel 2017 noch auf sich warten lässt: Vielleicht ist es ja Bestimmung, dass Williams sich diesen Pokal ausgerechnet hier in Wimbledon holt. Und ausgerechnet gegen eine Dame, die mit der Familie Williams ja noch eine Rechnung offen hat ...
Sjögren Syndrom
 
Und wer die lange und zermürbende Krankenakte von Williams kennt (unter anderem leidet sie an einer Autoimmunerkrankung, dem Sjögren-Syndrom), der versteht, wie glücklich und erleichtert die 37-Jährige nach ihrem Finaleinzug erschien: ''Ich habe so lange und hart für eine Saison wie diese gearbeitet. Zwei Grand-Slam-Endspiele (Australien und Wimbledon), in meinem Alter, bei meiner Geschichte. Das ist schon etwas ganz besonderes. Und ich hoffe, ich kann es richtig geniessen.''
Turnierverlauf
 
Und bislang spielt die 37-Jährige hier an der Church Road auch so, als wäre alles andere als der Turniersieg eine Überraschung. Einzig in Runde zwei gegen die Chinesin Wang musste Williams einen Satz abgeben, ihre restlichen Auftritte gegen Mertens (BEL), Osaka (JPN), Konjuh (CRO) und French-Open-Siegerin Ostapenko (LAT) waren allesamt ganz glatte Angelegenheiten - und auch im Halbfinale liess Williams Lokalmatadorin Johanna Konta beim 6:4, 6:2 keine Chance.
Gedanken an Serena
 
Gewonnen hat Williams dieses Turnier somit also schon fünf Mal. Ein weiterer Triumph in diesem Jahr würde sie also zum sechsten Titel bringen - und damit nur einem weniger als ihre Schwester und Rekordsiegerin Serena (sieben Titel). ''Natürlich denke ich an meine Schwester. Man muss ja Träume haben. Und wenn ich Sie irgendwo einholen dürfte - dann am liebsten hier in Wimbledon'', so Venus auf ihrer vorletzten Pressekonferenz.
Williams
 
Denn die eigentliche Sensation ist wohl die Tatsache, dass sich Venus Williams heute nach neun (!) Jahren ohne grossen Titel mal wieder einen Grand-Slam-Sieg sichern könnte. Und das, obwohl die Amerikanerin hier schon seit zwei Wochen allerlei Bestmarken aufstellt: Am Donnerstag absolvierte Williams hier ihr 102. Turniermatch, gewann davon bisher 88 und steht zum neunten Mal im Halbfinale von Wimbledon - verloren hat sie davon nur drei.
Williams
 
Nicht beachten wollen wir heute übrigens die Probleme, die Williams nach einem von ihr verschuldeten Autounfall mit Todesfolge daheim in Florida erwarten. Die Amerikanerin hatte während des Turniers nämlich darum gebeten, dass man auf Nachfragen zu diesem Thema verzichten möge - und genau das wollen wir auch respektieren, schliesslich soll es hier heute nur um Sport gehen.
Powertennis Alt gegen Jung
 
Dazu gesellen sich dann noch Fakten wie der, dass Muguruza exakt drei Jahre alt war, als Venus Williams zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Finale stand. Oder die Statistik, dass Williams und Muguruza bei diesem Turnier das mit Abstand aggressivste Tennis spielen und somit auch die meisten Winner (143:141) geschlagen haben - in diesem Endspiel sollte von Kampf über Power hin zu Revanchegedanken also quasi alles geboten sein.
Martinez v Navratilova
 
Oder wie wäre es mit diesem Zahlenspiel: Die letzte spanische Siegerin an der Church Road war 1994 Conchita Martinez (heute im Betreuerstab von Muguruza unterwegs) - Martinez gewann im Endspiel gegen eine gewisse Martina Navratilova, die zu dem Zeitpunkt genau wie Williams heute 37 Jahre alt war ...
Spannendes
 
Und ohne Ihnen jetzt wahnsinnig viele Zahlen um die Ohren hauen zu wollen, sollten wir doch auf ein paar dieser Geschichten eingehen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Muguruza schon einmal in einem Wimbledon-Finale stand, in dem sie Williams' Schwester Serena unterlegen war (2015)? Oder dass Venus heute die älteste Wimbledon-Siegerin seit 1908 werden könnte? Oder dass die Amerikanerin heute zum sechsten Mal einen Pokal gewinnen könnte, der ihren (Vor-)Namen trägt (Venus Rosewater Dish)?
Endspiel der Geschichten
 
Selten hat es ein Endspiel gegeben, bei dem drumherum so unendlich viele Geschichten zum Tragen kamen wie hier. Statistiken, Nebengeräusche, Persönliches - sowohl Venus Williams als auch Garbine Muguruza nehmen einiges an Gepäck mit in dieses Wimbledon-Finale.
Welcome to London
 
Herzlich willkommen in Wimbledon zum Finale zwischen Garbine Muguruza und Venus Williams.
Turnier
Finale
G. Muguruza (ESP/14)
7
6
V. Williams (USA/10)
5
0
SPORTAL HD ORIGINAL SERIEN