Mit der guten Leistung von Feuz und auch Janka, der auf Rang 7 landet, verabschiede ich mich von den Rennen aus Sochi, Russland. In Andorra beginnt dafür in Kürze der zweite Lauf der Damen, wo Lara Gut sich ganz ansprechend hält.
Für Beat Feuz stand schon nach wenigen Toren in seinem Slalomlauf fest, dass er die kleine Kristallkugel nicht gewinnen kann. Doch dank der 80 Punkte für den zweiten Platz bleibt er Kostelic im Gesamtweltcup im Nacken - auch weil in Kvitfjell noch Speedrennen auf dem Programm stehen.
Podest
Ivica Kostelic, der schon in der Abfahrt für seine Verhältnisse schnell war, zeigte einen Wunderlauf und fuhr im Slalom die Konkurrenz in Grund und Boden. Er gewinnt das heutige Rennen überlegen und damit auch die kleine Kristallkugel. Beat Feuz ist dafür der Fahrer des Wochenendes, auf den gestrigen Sieg lässt er heute Silber folgen - stark! Als Dritter auf dem Podest steht Thomas Mermillod Blondin aus Frankreich.
Feuz
Mutig geht der Schweizer ans Werk, er muss es probieren. Das Podest wäre bei der aktuellen Rennentwicklung schon gut. Die Zeit zerrinnt ihm unter den Latten, die kleine Kristallkugel ist weg. Er kommt über den heiklen Übergang. Feuz fährt auf Rang 2! Das ist stark, auch wenn Kostelic unerreicht bleibt.
Feuz
Beat Feuz muss Kostelic hinter sich lassen, um die kleine Kristallkugel zu holen. Leuchtet im Ziel die Nummer 1 auf, hat er zwei Fliegen auf einen Streich realisiert. Der Emmentaler kommt zwar aus den technischen Disziplinen, fährt weiterhin ansprechend. Doch im Vergleich mit Kostelic oder Pinturault ist er doch eine kleinere Slalomnummer.
Théaux
Der Franzose greift an, abwarten und taktieren gibt es nicht. Verdächtig weit sitzt er hinten, bringt den Steilhang aber hinter sich. Kostelic steht übrigens schon auf dem Podest. Théaux fädelt im Zielhang ein!
Théaux
Für einen Abfahrer verfügt Adrien Théaux über beachtliche Slalomqualitäten. Der Franzose ist ein Podestkandidat, auch wenn er etwas mehr Polster aus der Abfahrt hätte gebrauchen können.
Paris
Er scheitert an der schwierigen Aufgabe mit einem Innenskifehler.
Paris
Die Top 10 müssen das Ziel von Dominik Paris nach der Abfahrt sein. Der Italiener kann sich durch die Stangen mogeln, mehr aber nicht.
Miller
Das ist wieder Miller-Style, was er auf die Piste zaubert. Entsprechend ist das Rennen frühzeitig zu Ende, er zeigt kein Kämpferherz und gibt einfach auf.
Miller
Zitterkandidat Bode Miller ist unterwegs. Der US-Skistar kann alles erreichen heute: von einem Topplatz auf dem Podest bis zu einem Rückfall oder Ausfall ist alles möglich. Was zeigt er uns?
Janka
Der "Iceman" hat gleich etwas Rücklage, muss diese zuerst auffangen. Jetzt ist er im Rhythmus, fährt ganz ansprechend. Der Schweizer strebt den Platz hinter Kostelic an, jetzt so durchziehen. Janka kann durch die Vertikale noch Tempo aufbauen, Rang 6. Das wird immerhin für die Top 10 reichen.
Janka
Carlo Janka kommt in Form. Er hat seine Leistung von gestern wiederholen können, dazu fährt er beachtlich Slalom. Er ist ein Kandidat fürs Podest, hat auch einiges an Vorsprung auf die Führenden im Ziel.
Franz
Der Abfahrer wirft sich regelrecht durch die Tore. Eleganz ist das nicht, aber er kommt durch. Der Österreicher schafft mit Zwischenrang 12 ein Resultat, das ihm entspricht.
Franz
Normalerweise wird Max Franz nach hinten durchgereicht. Der junge Österreicher war schon glücklich mit seiner Abfahrt von heute Morgen.
M. Blondin
Die Abfahrt hat Mermillod Blondin Selbstvertrauen gegeben. Der Franzose kämpft, ist natürlich im Vergleich mit Kostelic geschlagen. Doch er hat Rang 2 vor Augen, das Podest winkt. Tatsächlich, er ist der erste Fahrer mit weniger als zwei Sekunden Rückstand.
M. Blondin
Gelingt Thomas Mermillod Blondin die Überraschung? Der Franzose zeigte für seine Verhältnisse eine bärenstarke Abfahrt und ist gleichzeitig ein guter Slalomkünstler. Hält er dem Druck, den eigenen Hoffnungen stand?
Svindal
Alles wirkt schwerfällig. Svindal rutscht seitlich noch weg, der Druck im richtigen Moment fehlt. Der Norweger ist weit weg von seinen besten Slalomtagen, Rang 4.
Svindal
Der Weltmeister in dieser Disziplin hat deutlich an Spritzigkeit verloren, im Slalom mächtig abgebaut. Svindal wird kaum um den Sieg mitfahren können.
Fill
Rücklage von Fill schon nach wenigen Toren. Er bleibt im Rennen, hat sich gut retten können. Doch die Schwierigkeiten sind augenscheinlich. Fill fällt auf Rang 6 zurück, noch ist keiner näher als zwei Sekunden an Kostelic rangekommen.
Fill
Peter Fill plagt sich etwas durch den Winter, die Topresultate bleiben mehrheitlich aus. Der Italiener hat höhere Ansprüche, auch heute ist das Podest kein Thema.
Jansrud
Etwas Probleme ganz oben, kann sich erst langsam fangen. Gegen Kostelic ist er chancenlos, der Kroate zeigte auch einen Wunderlauf. Doch Jansrud kämpft, ergattert sich Rang 5 - eine leise Enttäuschung.
Jansrud
Mit Kjetil Jansrud steht ein heisser Siegesanwärter oben. Der Norweger freundete sich rasch mit der Abfahrt an, zeigte eine super Leistung. Im Slalom schafft er es ebenfalls regelmässig in die zweiten Läufe, jetzt wackelt die Bestzeit.
Romar
Romar beginnt sehr zögerlich, Dynamik sieht anders aus. Der Finne verliert viele Plätze, ist in diesem Slalom ohne Chance. Mit Rang 5 wird er aber Punkte holen.
Romar
Hier in Sochi zeigte Andreas Romar die besten Abfahrtsleistungen in seiner bisherigen Karriere. Der Finne weist Rang 12 als Bestergebnis aus.
Reichelt
Reichelt ist kein Slalomspezialist. Er zeigt gerade im flachen Stück akezptable Schwünge, doch oben und unten verliert er relativ viel. Rang 6 im Zwischenklassement.
Reichelt
An diesem Wochenende konnte Hannes Reichelt seine Trainingsleistungen nicht in die Rennen kopieren. Der Österreicher ist ebenfalls kein Kandidat fürs Podest.
Marsaglia
Marsaglia ist natürlich mit Kostelic chancenlos. Doch er kann sich einigermassen halten, die Lücke hinter dem Kroaten ist auch gross. Marsaglia fährt auf Rang 2, für ihn ein Achtungsresultat.
Marsaglia
Ein neunter Rang ist das Bestergebnis von Matteo Marsaglia in einer Weltcup-Kombination. Da der Slalom viele Opfer fordert, könnte er mit etwas mehr Zurückhaltung und einer Sicherheitsfahrt plötzlich noch in diese Regionen vorstossen.
Klotz
Der Abfahrtsspezialist zeigt einen Kurzauftritt, rutscht auf dem Innenski weg.
Klotz
Siegmar Klotz ist keine Gefahr für die Bestzeit im Ziel. Der italienische Abfahrer strebt einzig Weltcuppunkte an, mehr nicht.
Kostelic
Schwungvoller Start von Kostelic, alles umkurvt er souverän. Er baut den Vorsprung auf Raich gar noch aus! Jeder Schwung passt, dann nimmt er etwas Tempo raus vor dem Übergang. Kurzer Stopper, aber sofort mit Vollgas weiter. 2,57 Sekunden Vorsprung im Ziel, eine wahre Demonstration!
Kostelic
Ivica Kostelic fährt heute um die kleine Kristallkugel, es ist das letzte Rennen des Winters in dieser Disziplin. Er hat 16 Punkte Vorsprung auf Beat Feuz und mit nur 1,52 Sekunden Rückstand beste Siegeschancen. Wird der Kroate taktieren und darauf setzen, dass Feuz mit dem schwierigen Slalomhang zuviele Probleme haben wird oder auf die Karte Risiko setzen?
Innerhofer
Starker Quersteller im Steilhang, er wäre sonst weggerutscht. Sechs Zehntel sind bis zur ersten Zwischenzeit weg. Der Südtiroler hält sich wacker, Rang 2. Er kam jetzt Raich relativ nahe.
Innerhofer
Von Christof Innerhofer hatte man auf der Abfahrt deutlich mehr erwartet. Der Südtiroler verlor unten viel Zeit, wusste selbst nicht genau wieso. Seine akzeptablen Slalomqualitäten können vielleicht noch für die Top 10 reichen.
Casse
Tief in den Toren im ersten Steilhang, wurstelt sich durch. Er springt die Kurven regelrecht an. Jetzt hat der junge Italiener Rückstand, im Zielhang kommt mehr dazu. Er verdrängt Zurbriggen von Rang 3.
Casse
Der ehemalige Speedrekordhalter Mattia Casse ist Italiens Landesmeister in dieser Disziplin. Doch wieviel ist dieser Titel im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz wert?
Baumann
Eineinhalb Sekunden Vorsprung auf Raich, doch das wird trotzdem kaum reichen. Zu zaghaft, zu wenig Rhythmus. Der Österreicher verspielt schon ganz oben fast alles. Baumann muss auch gegen Zurbriggen kämpfen. Er klassiert sich hinter dem Walliser auf Rang 4.
Baumann
Der grosse Sieger von Chamonix, Romed Baumann, ist heute schon nach der Abfahrt geschlagen. Dabei müsste der Österreicher dort eigentlich leicht vorlegen können.
Kline
Rücklage, überdreht, das ist purer Kampf des Slowenen. Dann kippt er noch über die Innenskikante weg und scheidet aus.
Kline
Der Junioren-Weltmeister in Abfahrt und Super-G hat seinen ersten Teil erfüllt. Doch was hat der Slowene im Slalom drauf? Theoretisch sollte er diese Position halten können.
Mayer
Der junge Kärntner fühlt sich sichtlich unwohl im Stangenwald. Er rutscht immer wieder etwas ab, verliert an Höhe und Linie. Der Österreicher mogelt sich durch, holt Weltcuppunkte mit Zwischenrang 4.
Mayer
Wie in Wengen und Chamonix soll es für Matthias Mayer heute wieder Weltcuppunkte geben. Der junge Österreicher soll sich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten.
Pinturault
Nichts wird aus einer Aufholjagd des Franzosen. Er fädelt schon früh ein.
Pinturault
Als erster heisser Kandidat auf den Tagessieg gilt Alexis Pinturault. Der junge Franzose hat zuletzt starke Slalomläufe gezeigt und seinen Rückstand nach der Abfahrt im Rahmen halten können. Er wird zum vollen Angriff blasen, wird aber schadlos durchkommen müssen.
Zrncic-Dim
Fehlerfreier Start, aber nicht mit vollem Risiko. Er verliert nicht viel auf Raich. Jetzt muss der Kroate aufdrehen. Zrncic-Dim hat unten raus keine Chance mehr, es reicht zu Rang 2.
Zrncic-Dim
Natko Zrncic-Dim hat auf der Abfahrt zuviel Zeit eingebüsst. Der Kroate wird sicherlich noch den einen oder anderen Platz gutmachen, schliesslich verfügt er über ansprechende Slalomqualitäten. Doch ein Podest wie im Vorjahr in Chamonix gibt es heuer keines.
Sieber
Er schwingt die ersten Tore stark aus, rutscht ein paar Mal weg. Doch er bleibt im Rennen, im Vergleich mit Raich aber klar geschlagen. Sieber versucht runde Schwünge zu ziehen, im Ziel gibt es Rang 3.
Sieber
Von Björn Sieber sind keine Heldentaten zu erwarten. Der junge Österreicher ist ein Fahrer, der aus dem Riesenslalom kommt und kurze Schwünge einigermassen hinbringt. Aber nach vorne reicht das nie und nimmer.
Défago
Die Reserve von fast sechs Zehntel auf Raich ist schon bei der ersten Zwischenzeit aufgebraucht. Défago wirkt aber entschlossen, hält sich gut. Der Schweizer zeigt eine weitere ansprechende Leistung, kommt knapp rein. Doch dann das Aus, so schade!
Défago
In der Abfahrt ging Didier Défago ein grosses Risiko ein, kämpfte sich hauchdünn durch. Beinahe hätte er eingefädelt, ein böser Sturz wäre die Folge gewesen. Kann der Westschweizer im Slalom noch Plätze gutmachen?
Zurbriggen
Zurbriggen baut bei den Stangen etwas Platz ein, geht nicht das absolute Risiko. Gute Vertikale des Schweizers, jetzt aufdrehen. Er fährt auf Rang 2, akzeptabel.
Zurbriggen
Normalerweise gehört Silvan Zurbriggen zu den Topfahrern in Super-Kombinationen – nicht aber in diesem Winter. Es ist ganz einfach der Wurm drin. Wenn es Weltcuppunkte gibt, muss er wohl zufrieden sein.
Pichot
Der Franzose lässt es seht behutsam angehen. Er hat viel Respekt vor der Piste, vor der schwierigen Aufgabe. Pichot kann den Schaden im Vergleich zur restlichen Konkurrenz im Rahmen halten und fährt auf Rang 2.
Pichot
Was macht der Franzose? Gibt es Weltcuppunkte? Der Durchbruch sieht anders aus, die Zeit des 31-jährigen läuft langsam aber sicher ab.
Pangrazzi
Weit kommt der Italiener nicht. Er ist einfach zu spät, kann zu wenig schnell wechseln und verpasst ein Tor.
Pangrazzi
Paolo Pangrazzi ist eigentlich in den schnellen Disziplinen zu Hause, würgt sich aber regelmässig ganz ansprechend die Slalomhänge runter.
Raich
Viel Tempo beim Österreicher, er pulverisiert natürlich die Bestzeit. Gute, bis starke Vorstellung von Raich. Er wird einige Ränge gutmachen.
Raich
Super Startposition für Benjamin Raich. Die Piste ist für den Österreicher in perfektem Zustand, er muss zum Angriff blasen. Mit über drei Sekunden Handicap aus der Abfahrt ist der Rückstand für den Sprung nach ganz vorne aber wohl zu gross.
Olsson
Der Schwede ist über eine Sekunde schneller, er rutscht weniger. Doch dann das Aus! Auf dem Innenski verabschiedet er sich.
Olsson
Hans Olsson ist der theoretische Supergleiter im Abfahrtszirkus. Doch im Stangenwald wird der Schwede chancenlos sein. Er kämpft nur um einige Weltcuppünktchen.
Sander
Gleich in den ersten Toren rutscht der Deutsche herum, dazu kommt Rücklage. Das ungemein steile Gelände sorgt bei ihm für riesige Probleme. Er kann durch eine Vertikale etwas Tempo aufnehmen. Was ist seine Zeit wert?
Sander
Mit viel Glück vermied Andreas Sander in der Abfahrt einen schlimmen Sturz. Er geriet über einen der Sprünge in Rücklage, fing sich aber noch auf. Fährt beim Deutschen dieses Missgeschick im Kopf noch mit?
vor Lauf 2
Als absoluter Favorit gilt Ivica Kostelic. Alexis Pinturault oder Kjetil Jansrud, auch Thomas Mermillod Blondin gelten als heisse Podestkandidaten. Von den Schweizern kämpfen Carlo Janka und der nach der Abfahrt führende Beat Feuz bei guten Slalomleistungen ums Podest, vielleicht gar um den Sieg.
vor Lauf 2
Der Slalomhang in Sochi gilt als schwierig. Das Gelände ist steil, dazu sehr hart bis eisig präpariert. Die Slalomspezialisten haben heute wohl die grösseren Chancen auf den Sieg, auch weil in der Abfahrt die Abstände nicht allzu riesig waren.
Der Slalom ist für 11 Uhr geplant, wir werden rechzeitig wieder da sein.
nach Lauf 1
Beat Feuz, der gestrige Abfahrtssieger, ist seiner Favoritenrolle mit der neuerlichen Bestzeit gerecht geworden. Er führt vor Adrien Théaux und Dominik Paris. Doch wie sieht es aus bezüglich Vorsprung auf die Konkurrenz im Kampf um die kleine Kristallkugel? Kostelic ist aktuell 15. mit einem Handicap von 1,52 Sekunden. Das wird für Feuz nicht einfach.
Janka
Janka's Technik ist Klasse, auch wenn er nicht in Topform ist. Die technischen Schwierigkeiten sehen sehr sauber aus. Zeitlich ist er auch dabei! Janka bringt sich als zweiter Schweizer in eine gute Ausgangslage für den Slalom mit Rang 5.
Janka
Rang 5 gestern war für Carlo Janka ein starkes Ergebnis. Der Bündner hat durchaus die Klasse, um in Kombinationen auf dem Podest zu stehen. Er braucht nochmals eine ähnliche Abfahrt wie gestern, dann blickt die Konkurrenz vor dem Slalom zu ihm.
Puchner
Der Österreicher scheidet als erster Fahrer aus! Er verpasst das Défago-Tor, geht nicht wie der Schweizer Risiken ein.
Puchner
Gehört Joachim Puchner gar zu den heissen Aussenseitern? Der Österreicher wird in der Abfahrt immer besser, hat die Strecke hier in Russland im Griff. Er muss sicher vorlegen.
Pangrazzi
Pangrazzi hat Mühe, die Hockeposition rasch einnehmen zu können. Der Italiener rudert immer wieder etwas mit den Armen. Die Zeitentwicklung ist entsprechend stark ansteigend, er kassiert über drei Sekunden.
Pangrazzi
Auch Paolo Pangrazzi wird über die Super-Kombination von den Italienern an den Weltcup herangeführt. Er hat in diesem Winter noch kein Weltcupresultat in dieser Disziplin geholt.
Mayer
Mayer liegt mit dem Oberkörper etwas weit vorne, hat relativ viel Druck so auf den Skispitzen. Die Zeit ist nicht schlecht, springt auch wunderschön. Der Österreicher fährt auf Rang 17.
Mayer
Erst drei Weltcuprennen in der Super-Kombination hat Matthias Mayer auf dem Buckel. In Wengen gab es mit Rang 15 die ersten Weltcuppunkte, in Chamonix gelang ihm das Rennen mit Rang 30 weniger gut.
Sieber
Wow, über eine Sekunde, ja fast zwei Sekunden kassiert Sieber im Mittelstück gegenüber Feuz. Das ist jetzt heftig. Der Österreicher kann vorher und nachher den Rückstand einigermassen halten. In der Endabrechnung gibt das Rang 19.
Sieber
Die Einsätze von Björn Sieber im Weltcup sind rar. Noch wird der bald 23-jährige meist im Europacup eingesetzt, wo er ausser Slalom alle Disziplinen fährt.
Reichelt
Der Trainingsdominator hält oben mit, doch im Mittelteil ist Feuz auch heute allen davongefahren. Rücklage über den Sprung, der Österreicher ist chancenlos. Rang 11 ist ein weiterer Rückschlag.
Reichelt
Hannes Reichelt glänzte in den Trainings hier in Sochi mit starken Zeiten. Im gestrigen Rennen gehörte er mit Rang 9 zu den Geschlagenen, er wird noch eine Rechnung offen haben.
Klotz
Klotz lässt es fliegen, wusste gestern in der Abfahrt zu überzeugen mit Rang 15. Er bleibt den Beweis nicht schuldig, Rang 12.
Klotz
Für Siegmar Klotz ist es der traditionelle Einstieg in den Weltcup. Italien gewährt ihm in der Super-Kombination die Chance erste Punkte sammeln zu können, die Luft auf höchstem Niveau zu schnuppern.
Défago
Glück für Défago! Knapp erwischt er ein Tor noch, entkommt einem Ausfall danach mit viel Können und Akrobatik. Eine Topzeit ist nach diesem Zwischenfall weg. Danach passt es beim Westschweizer nicht mehr. Gerade im Mittelteil kriegt er noch eine Sekunde aufgepackt, er ist geschlagen mit Rang 17.
Défago
Mit den Zeiten von Didier Défago ist es ab dem ersten Training immer vorwärts gegangen. Gelingt dem Romands eine weitere Steigerung? Seine Qualitäten sind unbestritten, an einem guten Tag ist er ein Podestkandidat.
Baumann
Baumann kann theoretisch den Disziplinensieg noch holen, er muss aber auf Ausfälle hoffen. Seine Zeit in der Abfahrt spricht nicht dafür, er wird keine Chance auf den Tagessieg haben. Der Chamonix-Sieger verliert konstant Zeit, im Ziel ist es Rang 14.
Baumann
Chamonix war sein Rennen, sein zweiter Weltcupsieg in dieser Disziplin nach Sestrière 2009. Der „Schleicher“ muss versuchen, in der Abfahrt etwas vorzulegen.
Innerhofer
Er liegt oben vor Beat Feuz, beweist seine Klasse auf der pickelharten Piste. Innerhofer verliert im Mittelteil aber eine Sekunde, ein Fehler war nicht ersichtlich! Ist er zu aggressiv gefahren? Innerhofer ist geschlagen, Rang 13.
Innerhofer
Eisige Pisten, einige waghalsige Sprünge und schon fühlt sich Christof Innerhofer im Element. Der Südtiroler schied gestern wegen einer sich öffnenden Bindung aus, jetzt will er Revanche.
Zurbriggen
Die Chancen für Zurbriggen sind schon nach der Hälfte der Abfahrt weg. Der Walliser ist einfach verunsichert, weit weg von seiner Topform aus dem Vorjahr. Dass er als ehemaliger Abfahrtssieger heute über drei Sekunden verliert, ist ein herber Dämpfer. Keine Chance.
Zurbriggen
Kitzbühel war für Silvan Zurbriggen so etwas wie die Erlösung für die Saison, der grösste Druck mit dem dortigen Podestplatz ist weg. Es lief und läuft aber weiterhin nicht rosig beim Walliser, der gestern gar die Punkteränge verpasste.
Feuz
Kostelic war top, Feuz ist gefordert. Oben ist er dabei, erwischt aber einen Schlag in der Linkskurve nach der Kompression. Der Schweizer lässt sich etwas treiben, ähnlich wie gestern. Feuz liegt nach dem Mittelteil vorne, neue Bestzeit im Ziel. Für den Slalom hat er sich ein kleines Polster bauen können.
Feuz
Für Feuz geht es heute um die kleine Kristallkugel. Mit einer ähnlich starken Abfahrt wie gestern kann er heute wieder zum Siegeskandidaten avancieren – und sich gleichzeitig im Gesamtweltcup auch wieder ins Gespräch bringen.
Svindal
War gestern Svindal hinter Jansrud nur die nationale Nummer 2, so fährt er heute deutlich besser. Schräger Luftstand beim Lake Jump, aber kein Problem zu korrigieren. Rang 6 im Ziel, sieben Hundertstel vor Jansrud.
Svindal
Es ist nicht der Winter von Aksel Lund Svindal. Der Norweger bekundet Probleme mit der Materialabstimmung, immer wieder mit der eigenen Gesundheit. Der richtige Rennhund ist noch nicht erwacht.
Pinturault
Der junge Franzose, das Jahrzehnttalent, lässt es sausen und rattern. Kontrolle wirkt irgendwie anders. Aber er hält sich ansprechend, das Risiko zahlt sich für seine Verhältnisse aus. Er verliert zwar über zwei Sekunden, doch der Startplatz im Slalom wird nicht schlecht sein mit Rang 11 im Moment.
Pinturault
Alexis Pinturault wäre in dieser Disziplin wohl ein Anwärter auf die kleine Kristallkugel gewesen, sofern er alle Rennen bestritten hätte. Nur zwei Mal startete der junge Franzose. Ergebnis: Rang 4 und 2.
Kostelic
Kostelic fährt direkter auf die Tore zu als noch gestern, gerade im Accola-Valley. Er nimmt mehr Risiko. Die Zeit entwickelt sich für ihn ansprechend, er beweist einige Qualitäten. Kurz sticht er den Schwung vor den grossen Sprüngen ab, nimmt etwas Tempo raus. Jetzt ist die Sekundengrenze überschritten. Kostelic fährt auf Rang 10 mit 1,22 Sekunden Rückstand.
Kostelic
Mit der roten Startnummer steht Ivica Kostelic im Starthaus. Der Kroate ist der beste Kombinierer in diesem Winter. Erneut muss er in der Abfahrt Schadensbegrenzung betreiben. Gestern verlor er auf Beat Feuz 2,67 Sekunden, was ein grosses Handicap wäre.
Théaux
Der Franzose zeigt wieder eine gute Fahrt. Die Zeit wandelt von Rückstand zu Vorsprung und zurück. Kurz vor dem Ziel ist er praktisch gleichschnell wie Paris, springt aber besser über die letzte Schanze und realisiert die Bestzeit!
Théaux
Was rechnet sich Adrien Théaux heute aus? Der Franzose glänzte gestern mit dem Podest und ist ein starker Kombinierer. Nach den vierten Rängen in Chamonix und Kitzbühel wäre ein Podest – und damit das für ihn perfekte Wochenende – verdient.
Paris
Klare erste Zwischenzeit für den Italiener! Er kann schon früh in die Hocke, entsprechend mehr Tempo aufbauen. Viel zu weit gesprungen beim Lake Jump, da wäre mehr Kontrolle gefragt gewesen. Das kostet ihn etwas vom Vorsprung, doch es ist die neue Bestzeit!
Paris
Von Statur her ist Dominik Paris ein Brocken. Der Italiener kommt mit der Strecke in Rosa Khotur aber zu recht, Rang 11 in der Abfahrt belegt das.
Jansrud
Technisch ist der Norweger wieder top. Die Sprünge liebt er, keine Frage. Er kommt Miller relativ nahe, er lässt sich nicht distanzieren. Jansrud ist Fünfter mit einer halben Sekunde Handicap, damit ist er im Geschäft!
Jansrud
Kjetil Jansrud ist ein Geheimfavorit für das heutige Rennen. Der Norweger glänzte mit einer überraschend starken Abfahrt gestern, schon in den Trainings war er stark unterwegs. Dazu sind die kurzen Schwünge im Slalom kein Problem für ihn.
Raich
Der Österreicher hält sich ansprechend, er bringt sich ins Gespräch für einen Topplatz! Die Sprünge sind nicht perfekt, Rang 9 mit 2,77 Sekunden Rückstand. Er wird im Slalom noch Zeit gutmachen.
Raich
Nicht immer macht Benni Raich bei den Super-Kombinationen mit. Ist der Österreicher aber am Start, muss man mit ihm rechnen. Seine Abfahrtsqualitäten sind für einen Techniker ansprechend, im Slalom besitzt er viel Klasse.
Ligety
Ja, die langgezogenen Schwünge sind nicht sein Ding. Ligety verliert auf Landsmann Miller deutlich an Zeit, das wird heute nichts. Über den Zielsprung lässt er es einfach fliegen, im Ziel beträgt der Rückstand über drei Sekunden.
Ligety
Sechster in Wengen, Fünfter in Kitzbühel – Ted Ligety ist ein Podestkandidat heute. Der Amerikaner hat den Abstecher nach Russland trotz mangelnden Technikdisziplinen mitgemacht. Ihm geht es wohl auch darum, hinsichtlich Olympia 2014 einen ersten Eindruck zu erhalten.
Fill
Rang 4 für den Italiener, bei ihm drückt langsam die Sonne durch. Ein Resultat, das seinem aktuellen Formstand entspricht.
Fill
Peter Fill steckt in einem Leistungsloch, so darf man die aktuelle Form des Südtirolers ruhig bezeichnen. Der Speedfahrer mit ansprechenden Technikerqualitäten kommt einfach nicht vom Fleck.
Miller
Rekordsprung von Miller ganz unten, er beweist seine Klasse auf dieser Strecke erneut. Bestzeit im Ziel, auch wenn der Vorsprung aus seiner Sicht etwas grösser sein dürfte.
Miller
Mit Bode Miller muss immer gerechnet werden. Der US-Star hat gestern in der Abfahrt bewiesen, dass ihm die Strecke trotz seiner Nörgeleien im Vorfeld behagt. Es stellt sich bei ihm nicht die Frage nach der Klasse, sondern einfach ob er in zwei Läufen durchkommt.
Zrncic-Dim
Im Vergleich zu gestern steigert sich der Kroate, dann Rücklage beim Zielsprung! Diese Unsicherheit kostet ihn nochmals vier Zehntel, Rang 5 im Moment.
Zrncic-Dim
Was ist bloss mit Natko Zrncic-Dim los? Der Kroate war noch im letzten Jahr ein Spezialist von Super-Kombinationen, stand in Chamonix auf dem Podest. Auch in Wengen und Kitzbühel glänzte er mit Top-10-Rängen. Sein Problem: er ist in beiden Disziplinen nicht top, aber gut.
M. Blondin
Zweiter ist der Franzose im Ziel, eine starke Abfahrt für seine Verhältnisse! Er hat sich ins Gespräch gebracht für den Slalom.
M. Blondin
Im Vorjahr in Bansko stand Thomas Mermillod Blondin auf dem Podest einer Super-Kombination. Der Franzose muss möglichst ansprechend die Abfahrt runter kommen, im Slalom hat er das Potenzial um noch einige Ränge gut zu machen.
Olsson
Riesiger Rückstand von Hans Olsson nach dem oberen Streckenteil. Der Schwede kommt einfach nicht auf Touren, wirkt in der Hockeposition relativ hoch. Unten wird der Rückstand zumindest nicht mehr grösser, dem Material kann er keine Schuld geben.
Olsson
Im Weltcupzirkus hat der Schwede sich einen Namen als starker Gleiter in den Abfahrt gemacht. Doch diese Eigenschaft fehlt fast gänzlich, Olsson muss heute anders glänzen.
Pichot
Pichot verliert kontinuierlich, dazu ein weiter Satz nach links. Das ist alles andere als die Ideallinie, die Fahrer scheinen einfach den Spuren nachzufahren. Mit Rang 4 im Ziel kündigt sich kein Topresultat in der Endabrechnung an.
Pichot
So richtig ist Sébastien Pichot aus Frankreich der Durchbruch noch nicht gelungen. Der 31-jährige holte bislang nur wenige Punkte – meist im Riesenslalom.
Schörghofer
Relativ passiv fährt er über die Übergänge, es fehlt die Körperspannung. Glück bei einer Welle, das Tempo über die Sprünge fehlt. Der Österreicher hat einen gewaltigen Rückstand von über vier Sekunden, er ist froh im Ziel zu sein.
Schörghofer
Der Riesenslalom ist eigentlich die Paradedisziplin von Philipp Schörghofer. Dem Österreicher könnte gerade der Startteil der Abfahrt entgegenkommen, die technischen Anforderungen sind heute heuer als sonst.
Marsaglia
Der Italiener startet gut, doch dann büsst er kontinuierlich an Zeit ein. Aus einem Vorsprung wird ein Rückstand, dritter Rang im Ziel.
Marsaglia
In den Super-Kombinationen von Chamonix und Kitzbühel erreichte Matteo Marsaglia das Ziel nicht. Der Italiener hat das Potenzial, sofern die Abfahrt gelingt, in die Top 15 zu fahren.
Franz
Der Österreicher sollte im Mittelteil die Differenz gegenüber Romar schaffen können, doch die beiden liegen nach einer Minute Fahrzeit fast gleichauf. Franz springt beim Lake Jump zu weit nach links, nimmt Romar im Ziel aber drei Zehntel ab.
Franz
Max Franz ist auf der Abfahrtsstrecke zu Hause, dort sollte er theoretisch ein kleines Polster für den Slalom herausfahren. Doch der Österreicher hat sich bislang mit der von Bernhard Russi konzipierten Strecke noch nicht anfreunden können.
Romar
Kurzes Rudern mit den Armen über den ersten Sprung. Der Finne versucht, um die Tore zu schleichen, dann verschätzt er sich beim "Lake Jump". Seine Marke ist ein erster Richtwert für die Konkurrenz.
Romar
Der Finne eröffnet die heutige Super-Kombination in Sochi, das zweite Weltcuprennen der Herren im Olympiaort 2012.
Wetter und Piste
In Sochi kann das Wetter rasch umschlagen. Heute sollte es kein Problem werden, die Piste präsentiert sich eisig und der Himmel offen und blau-grau. Die Voraussetzung für die letzte Super-Kombination des Winters, für einen fairen Grosskampf um die kleine Kristallkugel, ist gegeben.
Schweizer
Die Hoffnungen ruhen heute natürlich auf Beat Feuz, der sowohl um die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin wie auch um den Gesamtweltcup kämpft. Einiges darf man auch Carlo Janka bei einer ähnlichen Abfahrt wie gestern zutrauen. Défago hat das Können um in die Top 10 zu fahren, Zurbriggen theoretisch auch. Doch gerader der Oberwalliser ist in einem Formtief. Für Marc Berthod und Vitus Lüönd geht es darum, das Ziel und die Top 30 zu erreichen.
Favoriten
Der Kreis der Favoriten ist relativ klein. Ivica Kostelic hat die Disziplin in diesem Winter dominiert, dahiner kommt gleich sein grosser Herausforderer Beat Feuz. Ein heisser Podestkandidat könnte heute der Norweger Kjetil Jansrud sein. Das Können haben auch Leute wei Ted Ligety, Benjamin Raich oder Alexis Pinturault.
vor Beginn
Nach dem sensationellen Abfahrtssieg vom Samstag traut auch INTERWETTEN.COM dem Emmentaler Beat Feuz in der Super-Kombination einiges zu. So ist er zusammen mit Ivica Kostelic der Topfavorit - beide haben eine Quote von 1:3.
vor Beginn
Herzlich willkommen in Sochi zur Super Kombination der Herren.